22.07.2019

Grazer Startup eyeson verzeichnet 3 Mio. App-Downloads

Das Grazer Startup eyeson hat ein Mobile-Video-Collabartion-Tool entwickelt, über das Teams in Video-Meetings zusammenarbeiten können. Wie das Unternehmen nun bekannt geben hat, verzeichnet die App rund drei Millionen Downloads.
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eyeson
(c) eyeson GmbH: (v.l.n.r.) Andreas Kröpfl, Michael Wolfgang, Bernd Gutmann

Erst Ende letzten Jahres hat das Grazer Startup eyeson für die weitere Skalierung seiner Gruppen-Video-Call-Lösung ein Investment in der Höhe von drei Millionen Euro aufgenommen. Der Grazer „Investoren-Club“ eQventure rund um Herbert Gartner übernahm damals den Lead. Weitere Investoren waren Hermann Hauser, tecnet equity, aws Gründerfonds und Michael Altrichter. Zu diesem Zeitpunkt verzeichnete eyeson rund 1,5 Millionen App-Downloads. (der brutkasten berichtete). Wie das Startup nun bekannt gegeben hat, konnte diese Zahl in nur sieben Monaten auf drei Millionen Downloads verdoppelt werden.

+++ 3 Mio. Euro Investment für Grazer Video-Call-Startup +++

Kundenbasis weltweit

In einer Aussendung erläutert Andreas Kröpfl, CEO und Co-Founder: „Mobile-Video-Collaboration wird immer wichtiger, Teams wollen ihre gewohnte Software-Arbeitsumgebung nutzen und dabei spontan auf Video-Meetings wechseln. Genau das bietet eyeson: einfacher Zugang ohne Installation, jederzeit, mobil und am Desktop in allen Browsern. Wir freuen uns speziell über die zahlreichen Corporate User. Hier sehen wir ein großes B2B-Upselling-Potential.“

Die Technik hinter eyeson

Die Cloud-Software basiert auf einer sogenannten Single-Stream-Technologie, die laut eyeson unlimitiert skalierbar ist. Dies soll eine reibungslose Video-Team-Collaboration mit konstanter Bandbreite unabhängig von der Teilnehmeranzahl gewährleisten.

Die Lösung ist mittlerweile in zahlreichen Collaboration-Tools, wie Slack, Trello, Jira, Freshdesk, Talkdesk, Zendesk, sowie YouTube und Facebook integriert. Für B2B-Kunden bietet das Startup ein eigenes API an, wobei sich dies laut dem Startup ideal für den kollaborativen Online-Spiele-Markt eigne.


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Deepentix
© tecnet equity - (v.l.) Investor Kambis Kohansal Vajargah, Endri Deliu, Morteza Amini und Altan Nar (alle Deepentix) sowie Peter Buchinger (tecnet equity).

Das NÖ-Startup Deepentix hat eine Enterprise-KI-Plattform entwickelt, die Unternehmen dabei unterstützen soll, aus Dokumenten wie Studien, Patenten oder internen Berichten einen sogenannten Wissensgraphen aufzubauen – ein Netzwerk aus Fakten und ihren Beziehungen. Dadurch lassen sich Antworten einer Künstlichen Intelligenz bis zum exakten Satz im Ursprungsdokument zurückverfolgen. Gerade in stark regulierten Branchen sei dies entscheidend, weil Aussagen jederzeit belegt und geprüft werden müssen.

Deepentix: Unternehmensdaten in Graphen überführen

Zielgruppe sind etwa Unternehmen in Branchen wie Pharma, Medizintechnik, Versicherungen oder Banken, die täglich mit großen Mengen an Studien, Patenten, Normen und internen Berichten arbeiten. Klassische generative KI liefere dazu zwar schnelle Antworten, könne deren Herkunft jedoch oft nicht lückenlos belegen. Genau hier möchte Deepentix ansetzen und unstrukturierte Unternehmensdaten in einen Wissensgraphen überführen – im Sinn einer nachvollziehbaren Wissensbasis für KI-Anwendungen.

„Wenn Mitarbeitende einer KI blind vertrauen müssen, weil sie deren Antworten nicht überprüfen können, ist das gerade in sensiblen Bereichen ein echtes Risiko. Genau dieses Vertrauensproblem lösen wir, indem wir jede Antwort bis zu ihrem Ursprung im Dokument sichtbar machen“, erklärt Morteza Amini, Mitgründer und CEO von Deepentix.

Mehrere Sprachmodelle

Der Aufbau von Wissensgraphen erfolge Deepentix nach häufig im Rahmen aufwendiger Beratungsprojekte oder über standardisierte Lösungen, die sich nur begrenzt auf einzelne Fachbereiche zuschneiden lassen. Bei Unternehmen, die ihre sensiblen Daten selbst kontrollieren und gleichzeitig präzise Ergebnisse benötigen, stoße dieser Ansatz oft an seine Grenzen. Aus diesem Grund entwickelte das Startup kein Beratungsprojekt für einzelne Kunden, sondern ein Werkzeug, mit dem Unternehmen Wissensgraphen selbst erstellen, betreiben und an ihre Anforderungen anpassen können.

Dabei setzt die Plattform nicht auf ein einziges großes KI-Modell aus der Cloud, sondern auf mehrere kleine, spezialisierte Sprachmodelle, die gezielt auf einzelne Fachbereiche wie Pharma oder Banken trainiert werden. Dadurch sollen die Ergebnisse präziser werden, während die Modelle bei Bedarf direkt auf den eigenen Servern der Unternehmen betrieben werden können.

Dafür gab es nun eine Pre-Seed-Finanzierung in sechsstelliger Höhe, an der sich tecnet equity, der internationale Frühphaseninvestor Rockstart sowie der Business Angel Kambis Kohansal Vajargah beteiligt haben. Das frische Kapital soll vor allem in Forschung und Entwicklung sowie in den Ausbau erster Pilotprojekte in regulierten Branchen fließen.

Deepentix baut Wissensnetz

„Wir verstehen uns nicht als Berater, die für einzelne Kunden ein Wissensnetz bauen, sondern als Technologieanbieter, der Unternehmen die volle Kontrolle über ihre eigenen Daten und Modelle gibt“, so Amini weiter. „Mit tecnet equity, Rockstart und Business Angel Kambis Kohansal Vajargah haben wir Partner an Bord, die den Weg von Deep-Tech-Startups aus erster Hand kennen. Das gibt uns nicht nur Kapital, sondern auch Zugang zu Netzwerk und Erfahrung, um in dieser Phase die richtigen Schritte zu setzen.“

Peter Buchinger, Investment Associate bei tecnet equity, ergänzt: „Uns hat neben der Technologie vor allem das stark aufgestellte Gründerteam von Deepentix überzeugt. Die Kombination aus wissenschaftlichem Hintergrund und Erfahrung in internationalen Unternehmen war ausschlaggebend, in dieser frühen Phase zu investieren.“

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