17.08.2022

Exoskelett für Schlangen „gibt ihnen die Beine zurück“

Schlangen haben ihre Beine im Zuge der Evolution verloren. Ein Influencer will sie ihnen mit einem skurrilen Gerät "zurückgeben".
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Screenshot: So sieht das Schlangen-Exoskelett aus
Screenshot: So sieht das Schlangen-Exoskelett aus

Haben Sie Angst vor Schlangen? Und wäre es besser oder schlechter, wenn sie Beine hätten? Falls Sie sich nicht sicher sind: Sie können es nun ausprobieren. Der US-Influencer Allen Pan hat nämlich mit Hilfe eines 3D-Druckers ein Exoskelett für Schlangen konstruiert, das ihnen „die Beine zurückgeben“ soll. „Zurück“ deswegen, weil die Reptilien ihre Beine im Laufe der Evolution verloren haben.

Zwei Penisse statt zwei Beine

Noch im Embryo-Stadium haben sie zwei davon, die dann aber bis zur Geburt nahezu komplett verschwinden und nur mehr in rudimentären Ansätzen vorhanden sind. „Stellt sich doch glatt heraus, dass Schlangen zwei Beine haben, wenn sie Embryonen sind. Aber ihre DNA ist total verkorkst, so dass die Gene, die zwei Beine wachsen lassen sollen, stattdessen zwei Penisse wachsen lassen. Auf denen können sie nicht gehen“, erklärt Pan. Die Schlangen täten ihm deswegen leid, meint er zu seinem skurrilen Exoskelett.

Exoskelett macht Schlangen zu Eidechsen

Konkret handelt es sich dabei um eine Röhre mit vier kleinen Beinen, in die die Schlangen hineinschleichen können. Der durch das Exoskelett entstehende „Körperbau“ ist einer Eidechse nachempfunden. In einem ersten Versuch hatte es Pan übrigens mit zwei Beinen versucht, um biologisch „korrekter“ zu sein, doch das sei zu schief für die Schlangen gewesen. In einem Video (siehe oben) wird einen Python gezeigt, wie sie mit dem Gerät „geht“. Sie kann dieses allerdings nicht selbst steuern. In einem Blog malt man sich aber bereits aus, wie man Prothesen-Technologie nutzen könnte, um den Reptilien die Kontrolle über das Gerät zu geben.

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RobCos Industrieroboter "Alfie" © RobCo

Sechs Jahre nach der Gründung in München hat RobCo den Unicorn-Status erreicht. Das teilte das Unternehmen heute per Presseaussendung mit. Innerhalb von nur neun Monaten konnte das Startup seine Unternehmensbewertung auf über eine Milliarde US-Dollar verdoppeln.

Dieser Sprung erfolgte im Rahmen einer aktuellen Finanzierungsrunde, die neue Investments mit einem Secondary Share Sale kombiniert. Dadurch erhalten langjährige Mitarbeitende die Möglichkeit, eigene Unternehmensanteile zu veräußern.

Cherry Ventures & European Tech Collective steigen ein

An der Transaktion beteiligen sich bestehende Kapitalgeber wie Sequoia, Lightspeed, Greenfield und Promus Ventures. Neu auf dem Cap Table sind unter anderem Cherry Ventures sowie das European Tech Collective, ein Netzwerk erfolgreicher europäischer Gründer:innen.

Roman Hölzl, Co-Founder und CEO von RobCo, ordnet die Finanzierung wie folgt ein: „Es gab eine starke Nachfrage, in RobCo zu investieren, und wir haben diesen Moment genutzt, um das Unternehmen zu stärken.“ Die Milliardenbewertung sei zwar ein Meilenstein, der Fokus liege nun aber auf der Auslieferung der neuen Roboter-Generation.

In seinem heutigen LinkedIn-Post weist er zudem nochmals auf die ambitionierte Mission des Unternehmens hin: „RobCo in jeder Fabrik“.

Industrieroboter „Alfie“ startet im März 2027

Hinter der Bewertung von RobCo steht ein Geschäftsmodell, das auf Hard- und Softwarelösungen für die Fertigungsindustrie basiert. Das Unternehmen entwickelt Robotik-Systeme, die dem Fachkräftemangel und Kostendruck in der Produktion entgegenwirken sollen. Im Zentrum der aktuellen Produktstrategie steht der Industrieroboter „Alfie“, dessen offizieller Marktstart für März 2027 geplant ist.

Das System ist darauf ausgelegt, durch KI-Integration unstrukturierte und sicherheitskritische Fabrikaufgaben selbstständig zu übernehmen. Luciana Lixandru, Partnerin bei Sequoia, kommentiert den technologischen Ansatz: „RobCo baut für eine Zukunft, in der KI nicht nur denkt und generiert, sondern auch in der physischen Welt agiert.“

US-Expansion im Gange

Für die künftige Skalierung baut das Startup seine Präsenz in den USA aus, die bereits jetzt als der am schnellsten wachsende Markt des Unternehmens gelten. Neben dem Sitz in München betreibt RobCo mittlerweile Fertigungsanlagen in Austin (Texas) sowie ein Entwicklungslabor in San Francisco. Um das US-Geschäft und die dortige Expansion direkt operativ zu steuern, verlegt CEO Hölzl seinen Standort in die Vereinigten Staaten.

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