23.08.2017

Exit: Niceshops übernimmt fromaustria.com

Der Onlineshop fromaustria.com vertreibt weltweit originär österreichische Produkte. Er wurde nun komplett von der steirischen Niceshops übernommen.
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(c) fromaustria.com

Nach vier Jahren Aufbau verkauft Zissa Grabner, Gründerin und Geschäftsführerin von fromaustria.com, den führenden Onlineshop für originär österreichische Produkte an die steirische Niceshops GmbH. Als einzige Plattform ihrer Art mit internationaler Ausrichtung bietet fromaustria.com Kunden weltweit Zugang zu verschiedenen österreichischen Produkten. „Wir haben mit Niceshops ein Unternehmen gefunden, das eine ähnliche Firmenkultur lebt wie wir und fromaustria.com die internationale Aufmerksamkeit geben kann, die es verdient“, sagt Grabner.

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Grabner nicht mehr für fromaustria.com tätig

Der Onlineshop wird komplett in das Portfolio von Niceshops aufgenommen. Grabner selbst wird nicht mehr operativ für fromaustria.com tätig sein. Es sei ein geplanter Schritt, um das Startup noch stärker an der dynamischen Entwicklung der E-Commerce-Märkte partizipieren zu lassen, heißt es in einer Aussendung. Durch den Merger erreiche fromaustria.com ein noch größeres Kundenpotenzial und Niceshops eine Ausweitung seines bereits etablierten Markenportfolios. Der Onlineshop war bislang Teil des Portfolios der Michael Grabner Media GmbH. Das Familienunternehmen rund um Michael, Gabriel und Zissa Grabner hat bereits mehrere Exits hinter sich.

fromaustria.com soll noch internationaler werden

Niceshops werde vor allem die Internationalisierungsstrategie bei fromaustria.com weiter vorantreiben. Der neue Onlineshop gliedere sich perfekt in das bestehende Portfolio von Niceshops ein, zumal es bereits bestehende Synergien gebe, heißt es vom steirischen Unternehmen. „Mit fromaustria.com können wir die österreichischen Produkte, die wir schon jetzt in unseren Shops anbieten, international optimal positionieren und in die Auslage stellen,“ sagt Christoph Schreiner, Geschäftsführer der Niceshops.

Niceshops: über 30 Onlineshops im Portfolio

Die Niceshops GmbH ist eines der größten E-Commerce-Unternehmen Österreichs und hat sich in den vergangenen Jahren mit inzwischen über 30 Onlineshops in verschiedenen Markt- und Produktsegmenten positioniert. Nach eigenen Angaben zählt das Unternehmen knapp unter einer Million Kunden. Rund 5.000 Pakete verließen täglich das neue Logistikzentrum im steirischen Feldbach. Die Page ist neben Deutsch in 12 weiteren Sprachen verfügbar.

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Reploid-CEO Philip Pauer (r.) und -CBO Jonas Finck läuteten heute die Börsenglocke | (c) Wiener Börse AG / Alexander Felten
Reploid-CEO Philip Pauer (r.) und -CBO Jonas Finck läuteten im Juli 2025 die Börsenglocke | (c) Wiener Börse AG / Alexander Felten

Im Juli 2025 ging das Welser Insektenzucht-Scaleup Reploid in einem durchaus ungewöhnlichen Schritt nur vier Jahre nach der Gründung am Direct Market Plus an die Wiener Börse. Ein Run auf die Aktie blieb damals aus – es gab keinen Trade am ersten Tag, wie brutkasten berichtete.

Große Meilensteine, aber noch immer wenig Handelsvolumen

Seitdem hat sich bei Reploid viel getan: Millionenfinanzierungen, geografische Expansion, neue große Kunden, zahlreiche Personalien und eine Steigerung auf rund neun Millionen Euro Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr (brutkasten berichtete). Einzig: Die Liquidität der Aktie, die aktuell bei 1.700 Euro pro Stück steht, hält sich nach wie vor in Grenzen, wie ein Blick auf Daten der Wiener Börse verrät. Oft gibt es mehrere Tage lang keine Trades, nur an wenigen Handelstagen werden zweistellige Stückzahlen erreicht.

Aktiensplit geht mit Erhöhung des Grundkapitals einher

Doch das soll sich jetzt ändern. Denn wie Reploid per Aussendung bekanntgibt, plant man einen Aktiensplit im Verhältnis 1:15 – der Preis einer Aktie reduziert sich damit also auf ein Fünfzehntel des aktuellen Werts. Damit erhöht sich die Anzahl der Aktien von 110.881 auf 1.663.215, wobei auf jede Stückaktie weiterhin ein anteiliger Betrag am Grundkapital von einem Euro entfällt.

Das bedeutet auch: Das Grundkapital muss dafür von derzeit 110.881 Euro auf 1.663.215 Euro erhöht werden. Das soll ohne die Ausgabe neuer Aktien, sondern „durch Umwandlung eines Teilbetrags der nicht gebundenen Kapitalrücklagen, die sich aus dem im Geschäftsjahr 2025 gesteigerten Eigenkapital speisen“, erfolgen. Der Beschlussvorschlag dafür werde der ordentlichen Hauptversammlung am 14. September 2026 vorgelegt, heißt es von Reploid.

„Wollen die Reploid-Aktie speziell für Retail-Investoren leichter handelbar und attraktiver machen“

„Die Reploid-Aktie notierte zuletzt bei 1.700 Euro. Würden wir heute splitten, läge der Kurs bei etwa 113 Euro. Genau das ist unser Ziel: Wir wollen die Reploid-Aktie speziell für Retail-Investoren leichter handelbar und attraktiver machen“, kommentiert Gründer und CEO Philip Pauer.

Ob die gewünschte Wirkung erzielt wird, bleibt freilich abzuwarten. Die Liquidität im Direct Market Plus der Wiener Börse ist generell niedrig. Wohl aber zeigt ein Blick auf die Daten: Titel mit geringeren Stückkosten kommen tendenziell auf mehr Trades.

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