24.08.2022

Exit: Mogree aus Linz geht an Mitbewerber aus München

Die Digitalagentur Mogree aus Linz hat rund 60 Mitarbeiter:innen. Nun wird sie Teil des Münchner Mitbewerbers Cloudflight.
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mogree CEO Sulejman Ganibegovic
mogree CEO Sulejman Ganibegovic | (c) mogree

Das Linzer Digital-Unternehmen Mogree geht für einen nicht genannten Betrag an den deutlich größeren Münchner Mitbewerber Cloudflight. Die im Bereich Software-Entwicklung unter anderem auf Künstliche Intelligenz spezialisierte Linzer Agentur hat aktuell rund 60 Mitarbeiter:innen. Ein zweiter Standort in Graz wird gerade aufgebaut und soll Ende des Jahres eröffnet werden. Referenzkunden sind etwa voestalpine, KTM, Wacker Neuson, Deutsche Bahn, Vodafone, BMW, ÖAMTC, Salzburg AG oder Heineken. Cloudflight wird nun nach der Übernahme rund 1000 Mitarbeiter:innen an mehr als 20 Standorten in fünf Ländern zählen.

„Zusammenschluss“ nach mehreren Gesprächsrunden

Die beiden Unternehmen hätten sich „in mehreren Gesprächsrunden einander angenähert“, heißt es in einer Aussendung, in der von einem „Zusammenschluss“ die Rede ist. „Durch den Zusammenschluss mit einem ehemaligen Mitbewerber bieten sich für beide Firmen neue Perspektiven, um im gesamten DACH-Markt digitale Lösungen für komplexe Herausforderungen zukunftsorientierter Unternehmen anzubieten. Er erlaubt es uns, unsere Kompetenzen zu bündeln und unsere Expertise in den Bereichen Beratung, Software-Entwicklung, Künstliche Intelligenz sowie User Interface weiter auszubauen“, kommentiert mogree-CEO Sulejman Ganibegovic. „Unser Know-how passt perfekt zum Anspruch von Cloudflight, sich zum führenden Anbieter von KI-Lösungen und Partner für die industrielle digitale Transformation zu entwickeln“. Für mogree-Kund:innen ändere sich aber vorerst nichts.

mogree-Übernahme „auch, um neue Talente zu finden“

Roger Kehl, CEO von Cloudflight, meint: „Wir freuen uns, mit mogree einen erfahrenen Spezialisten für digitale End-to-End-Lösungen gewonnen zu haben, um unsere Kunden noch umfassender bei ihrer digitalen Transformation beraten und unterstützen zu können. Wir stärken damit auch unser Recruiting, da wir mit der Partnerschaft unsere Präsenz und Reichweite in Österreich vergrößern – auch, um neue Talente zu finden“.

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fonio
© fonio/canva - Alexander Brix.

Das Scaleup fonio.ai von Daniel Keinrath und Matthias Gruber ist eines der aufstrebendsten Startups Österreichs. Im Juni sicherte man sich ein 14,6 Millionen Euro Seed-Investment und knackte rund zwei Monate später die 10-Mio.-ARR-Marke. Am AustrianStartups Summit verkündete CCO Alexander Brix gegenüber brutkasten die nächsten Ziele. Und die sind ambitioniert.

fonio: Globaler Rollout

Fonio.ai möchte im kommenden Jahr seine Präsenz global ausbauen. „Wir wollen 20 neue Märkte in Nord Amerika und Europa aufgreifen“, sagt Brix. „Wir streben aber auch Asien an, um auf der globalen Landkarte präsent zu bleiben und eine global führende Marke aus Wien heraus aufzubauen. Auch ein Büro in New York ist geplant. Das größte Risiko für uns ist momentan, langsamer zu werden und unsere schnelle Arbeitskultur zu verlieren.“

Mehr Arbeitskraft geplant

In diesem Sinne möchte das Wiener KI-Startup 2027 auch 300 neue Mitarbeiter:innen einstellen und schielt schon, zumindest peripher, auf einen Decacorn-Status hin. Eine genaue Timeline dafür hat das Team nicht, aber das Mindset dafür wohl bereits inhaliert, wenn Brix sagt: „Es ist kein Status, auf den man hinarbeitet, sondern man möchte einen guten Job machen und das Produkt in möglichst viele Unternehmen bringen. Dass man dann vielleicht Decacorn wird, ist ein Nebeneffekt. Einen Zeitrahmen, bis wir das schaffen, haben wir uns nicht gesetzt, aber es ist unsere Ambition einen Global Player zu bauen und sicherzustellen, dass der ‚AI Communication Layer‘ aus Europa kommt und nicht von amerikanischen oder vielleicht chinesischen Unternehmen besetzt wird. Wer die Kommunikation beherrscht, der hat sehr viel Macht. Und wir wollen diese Macht auf jeden Fall in Europa halten. Das heißt, um das zu schaffen, ist es der natürliche Weg, dass wir ein Decacorn werden.“

Series-A steht an

Auf diesem Weg habe man aktuell ein Angebot entwickelt, das mittlerweile sämtliche textbasierten Kommunikationskanäle sowie Telefonsysteme in Form von PBX umfasse. Damit könne man die gesamte „Communication Suite“ mittelständischer Unternehmen bereits vollständig abdecken, erzählt Brix von einer weiteren Neuerung. Eine andere Neuigkeit betrifft die Finanzierung. Zwar gibt sich Brix dazu etwas bedeckt, lässt aber fallen, dass man kurz vor einer Series-A-Finanzierung stehe. Details sollen im kommenden Jahr folgen.

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