18.07.2019

Ex-Sofort GmbH-GF Georg Schardt wird CCO bei Wiener Startup Bluecode

Mit 1. Juli startete Georg Schardt, ehemals Geschäftsführer der deutschen Sofort GmbH, die 2013 an Klarna verkauft wurde, als neuer Chief Commercial Officer (CCO) des Wiener Startups Bluecode. Er verantwortet nun die Bereiche Händler- und Bankkooperationen.
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Ex-Sofort GmbH (Klarna-Gruppe) Geschäftsführer Georg Schardt wird CCO bei Wiener Startup Bluecode
(c) Blue Code International AG: Der neue CCO Georg Schardt

In Deutschland baute Georg Schardt als Geschäftsführer von 2009 bis 2017 die Sofort GmbH mit auf. Das Service des FinTechs ermöglicht Online-(Pseudo-)Sofortüberweisungen. 2013 wurde das Unternehmen für mehr als 100 Millionen Euro an das schwedische FinTech Klarna verkauft und das Produkt in das Portfolio übernommen. Gleichzeitig arbeitete er bei der Ausgestaltung der zweiten EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2). Nun startete der 51-jährige als Chief Commercial Officer (CCO) beim Wiener Startup Bluecode. Dort werde er die Bereiche Händler- und Bankkooperationen verantworten, heißt es in einer Aussendung.

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„kommerzielle, regulatorische und technische Erfahrung“

„Mit Georg Schardt gewinnen wir einen anerkannten Zahlungsexperten mit beeindruckenden Geschäftserfolgen, langjähriger Erfahrung und weitreichendem Netzwerk quer durch Europa. Seine kommerzielle, regulatorische und technische Erfahrung im Bereich kontobasierter Zahlverfahren, insbesondere bezüglich PSD2 und Instant Payment, wird es unseren Partner-Banken und -Händlern ermöglichen, die Wertschöpfungskette rund um Mobile Payment in Europa zu behalten und damit im Sinne aller Beteiligten von Grund auf neu zu gestalten“, kommentiert Bluecode CEO Christian Pirkner.

Georg Schardt: „Vision von Christian Pirkner hat mich überzeugt“

Schardt begründet den Schritt mit dem Wachstum im Mobile Payment-Bereich und hier inbesondere mit der auf Strichcode basierten Bluecode-Technologie. „Gerade wenn wir nach Asien schauen, haben optische Bezahlverfahren wie Alipay oder WeChat längst eine dominierende Rolle. Die Vision von Christian Pirkner, mit Bluecode ein eigenes Mobile-Payment-System für Europa aufzubauen, hat mich überzeugt und ich bin stolz, an der Umsetzung dieser Vision mitzuwirken“. Die Zusammenführung von Point of Sales und E-Commerce, aber auch die Integration von händlerspezifischen Kundenbindungsprogrammen und die Zusammenarbeit mit der Kreditwirtschaft würden außergewöhnliche Chancen bieten, die es jetzt zu nutzen gelte, so Schardt.

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© brutkasten

Wer Blockchain hört, denkt oft noch immer an Kryptowährungen, Kursentwicklungen und die Spekulationsexzesse der vergangenen Jahre. Dieses Bild greift jedoch zunehmend zu kurz. Nach zwei Tagen beim Proof of Talk in Paris, einem der relevantesten europäischen Treffen für Web3, digitale Assets und Finanzinnovation, ist mein Eindruck vor allem einer: Die Diskussion hat sich fundamental verändert.

Bemerkenswert war dabei weniger die Technologie selbst als die Zusammensetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Neben Gründer:innen und Technologieunternehmen waren Banken, Asset Manager, institutionelle Investoren, Zahlungsdienstleister und Regulatoren präsent. Viele der Gespräche drehten sich nicht mehr um die Frage, ob Blockchain-Technologien künftig eine Rolle spielen werden, sondern darum, wo und wie sie konkret eingesetzt werden können. Die Debatte hat die Nische verlassen und ist in der Mitte des Finanzsystems angekommen.

Genau darin liegt auch die eigentliche Relevanz der Entwicklung. Im Kern geht es längst nicht mehr um Kryptowährungen. Es geht um die Infrastruktur der Finanzwelt von morgen. Diskutiert wurden Themen wie Tokenisierung, Stablecoins, digitale Identitäten, neue Kapitalmarktmodelle und die Frage, wie Finanztransaktionen künftig abgewickelt werden. Viele dieser Entwicklungen stehen noch am Anfang. Dennoch entsteht zunehmend der Eindruck, dass sich hier grundlegende Bausteine einer neuen Finanzarchitektur herausbilden.

Besonders häufig fiel in Paris das Schlagwort Tokenisierung. Die dahinterstehende Idee ist, reale Vermögenswerte digital abzubilden und damit einfacher handelbar, teilbar und zugänglich zu machen. Befürworter sehen darin die Chance auf effizientere Kapitalmärkte und einen leichteren Zugang zu Investitionen. Ob sich diese Vision in vollem Umfang verwirklichen wird, bleibt abzuwarten. Unübersehbar ist jedoch, dass erhebliche Ressourcen und Aufmerksamkeit in diese Richtung fließen.

Für Europa stellt sich dabei eine weit größere Frage als jene nach einzelnen Technologien oder Geschäftsmodellen, nämlich die Wettbewerbsfähigkeit. In den vergangenen Jahren wurde intensiv darüber diskutiert, wie Europa bei künstlicher Intelligenz, Cloud-Infrastruktur oder Halbleitern eine stärkere Rolle einnehmen kann. Weniger Aufmerksamkeit erhält bislang die Frage, wer die Finanzinfrastruktur des digitalen Zeitalters gestaltet.

Dabei sind die Parallelen offensichtlich. Wer die Standards definiert, die Plattformen betreibt und die Infrastruktur kontrolliert, verfügt über einen erheblichen strategischen Vorteil. Wenn Europa digitale Souveränität ernst meint, sollte diese Debatte daher nicht bei KI oder Cloud-Lösungen enden. Sie muss auch den Finanzsektor umfassen.

Die Voraussetzungen dafür wären grundsätzlich vorhanden. Europa verfügt über starke Universitäten, technologisches Know-how, hohe Sparquoten und etablierte Finanzinstitutionen. Gleichzeitig zeigt sich seit Jahren ein wiederkehrendes Muster: Innovationen entstehen häufig in Europa, werden aber anderswo skaliert. Genau deshalb wird es entscheidend sein, Forschung, Unternehmertum, Kapital und Regulierung stärker zusammenzuführen und die Umsetzungsgeschwindigkeit zu erhöhen.

Proof of Talk hat mir vor allem eines vor Augen geführt: Die Diskussion befindet sich an einem anderen Punkt als noch vor wenigen Jahren. Die Frage lautet nicht mehr, ob Blockchain-Technologien jemals relevant werden könnten. Die Frage lautet zunehmend, welche konkreten Anwendungen sich durchsetzen und welche Regionen von dieser Entwicklung profitieren werden.

Ob Blockchain tatsächlich die Finanzwelt grundlegend verändern wird, kann heute niemand mit Sicherheit beantworten. Sicher ist jedoch, dass Banken, Investoren, Unternehmen und Regulatoren diese Möglichkeit mittlerweile ernsthaft diskutieren. Allein das unterscheidet die aktuelle Situation grundlegend von jener vor einigen Jahren.

Gerade deshalb lohnt es sich, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen. Nicht, weil jede technologische Vision Realität wird. Sondern weil in solchen Phasen oft die Grundlagen jener Infrastrukturen entstehen, die Wirtschaft und Gesellschaft über Jahrzehnte prägen. Die nächste Finanzinfrastruktur wird möglicherweise genau jetzt gebaut. Die entscheidende Frage für Europa lautet daher nicht, ob sie kommt, sondern welche Rolle wir dabei spielen werden.

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