22.02.2023

Ex-OMV-Chef Rainer Seele steigt bei ElephantSkin mit mittlerem sechsstelligen Betrag ein

Auch die Familie Halatschek (Habau) beteiligt sich am Handschuh-Startup.
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ElephantSkin
(c) ElephantSkin Website

Alles hat mit einem Zeitungsartikel angefangen. „Besser ohne Gummi“ hieß jener, der Gründer und CEO Raphael Reifeltshammer im April 2020 die Idee zu ElephantSkin gab. Es war ein Impuls, der ihn übermannte darüber nachzudenken, wie eine echte und umsetzbare nachhaltige Alternative zu Plastik-Einweghandschuhen aussehen könnte.

ElephantSkin als globale Alternative

Nach über zwei Jahre Forschung und Entwicklung kam die – heute weltweite – Lösung aus Österreich. Der Multifunktionshandschuh „WETnDRY“ von ElephantSkin ist eine wiederverwendbare und waschbare Mehrweg-Handschuh Alternative zu Einweg-(Plastik)-Handschuhen. Er ist wasserabweisend, atmungsaktiv, Touchscreen-fähig und bietet durch seine Passform ein „Second-Skin-Feeling“, wie das ElephantSkin-Team betont.

CPO Mario Greis erklärt: „Mit unseren innovativen und nachhaltigen Produkten ist es ElephantSkin gelungen, eine weltweit skalierbare Alternative zu herkömmlichen Einweghandschuhen im Non-Medical-Bereich zu bieten, welche die Vorteile eines Einweghandschuhes mit denen eines zukunftsorientierten Produktes basierend auf ‚re-usability‘ und ’sustainability‘ kombiniert.“

Seele folgt Gusenbauer

Diese Idee und spätere Erfolge zogen bereits prominente Investoren, wie Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer, an, der im November 2022 zu einer Bewertung von 25 Millionen beim Handschuh-Startup einstieg. Nun folgt eine weitere bekannte Persönlichkeit aus der heimischen Wirtschaftsszene.

Wie Reifeltshammer gegenüber brutkasten bestätigt, ist aktuell Rainer Seele, ehemaliger OMV-CEO, mit einem mittleren sechsstelligen Betrag eingestiegen. Ihm folgte die Familie Halatschek (Habau), die ebenfalls mit einem sechsstelligen Eurobetrag nun bei ElephantSkin mit an Bord ist.

„Die Handschuhe von ElephantSkin setzten neue Maßstäbe im Punkte Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Ich bin von der Zukunftsperspektive des Unternehmens überzeugt. ElephantSkin ist ein attraktives Investment“, sagt Seele und Gabriele Halatschek ergänzt: „Mit jedem Plastik-Einweghandschuh, den es ElephantSkin gelingt einzusparen, erfüllt sich die Vision von meinem Mann und mir, unseren Planeten bestmöglich für nachfolgende Generationen zu schützen.“

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Montage eines Sensors im Bachbett | (c) GMD
Montage eines Sensors im Bachbett | (c) GMD

„Naturgefahren frühzeitig erkennen und fundierte Entscheidungsgrundlagen für Behörden und Infrastrukturbetreiber bereitstellen“ – so definiert das Innsbrucker Startup GMD sein Produkt. Dazu hat es mit der KI-gestützten Plattform GeoSenseAI ein ganzes Technolgoie-Portfolio aufgebaut. Das umfasst etwa IoT-Sensoren zur Erkennung von Hochwasser, Verklausungen, Hangbewegungen und Steinschlag, seismische Sensorik zur Überwachung instabiler Felsbereiche, Wetterstationen für hochalpine Standorte, Monitoring von Wasserressourcen und Quellen und KI-gestützte Analyse von Besucher- und Personenströmen. Über die Cloud-basierte Plattform erfolgen dann Visualisierung, Modellierung und Alarmierung.

„Naturgefahren kennen keine Staatsgrenzen“

Damit war das 2024 gegründete Unternehmen, das als „Verified Social Enterprise“ eingetragen ist und unter anderem mit Infineon kooperiert, schon bislang über die Landesgrenzen hinaus aktiv – etwa über eine Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein (brutkasten berichtete). Nun erfolgte mit der Eröffnung eines Standorts im Technopark Graubünden im Schweizer Landquart und der Gründung einer Schweizer Tochtergesellschaft der nächste Expansionsschritt. Dabei startete man bereits ein erstes Pilotprojekt mit dem Schweizer Bahnbetreiber Rhätische Bahn.

Ein Pegelsensor von GMD | (c) GMD

„Naturgefahren kennen keine Staatsgrenzen – unsere Technologien dürfen daher ebenfalls nicht an Landesgrenzen enden. Mit der Gründung der GMD Swiss GmbH schaffen wir die Grundlage für eine enge Zusammenarbeit mit Schweizer Partnern und stärken unsere Präsenz im gesamten Alpenraum“, kommentiert Geschäftsführer Steve Weingarth. Der Standort Landquart sei „weit mehr als ein Vertriebsbüro“. „Er wird zu einem zentralen Innovations- und Entwicklungsstandort für intelligente Lösungen zur Prävention alpiner Naturgefahren und bildet einen wichtigen Baustein unserer internationalen Wachstumsstrategie“, so Weingarth.

Finanzierungsrunde für Expansionsstrategie

Die unmittelbare Nähe zu Forschungsinstitutionen, Infrastrukturbetreibern und öffentlichen Einrichtungen am Standort schaffe ideale Voraussetzungen für die gemeinsame Entwicklung neuer Technologien im Bereich der Klimaresilienz und Naturgefahrenprävention, heißt es von GMD. „Graubünden zählt zu den Regionen Europas, die besonders stark von Naturgefahren betroffen sind und gleichzeitig über eine hochentwickelte Infrastruktur verfügen. Damit bietet der Kanton ideale Bedingungen, um innovative Sensorik und digitale Frühwarnsysteme unter realen Einsatzbedingungen zu entwickeln, zu testen und weiterzuentwickeln.“

Langfristig verfolge man den Aufbau eines grenzüberschreitenden „Alpine Data Hub“, der Umwelt-, Sensor- und Geodaten aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und Italien zusammenführt. In den kommenden Jahren sollen weitere Standorte „entlang der Alpenachse“ entstehen. Dazu befinde man sich aktuell auch im Closing einer Seed-Finanzierungsrunde. Schon für Anfang 2027 sei ein weiteres Investment geplant.

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