04.08.2025
THOMAS KICKER

Ex-COO von Grazer Scaleup wird Magenta-CEO

Thomas Kicker arbeitete bereits früh in seiner Karriere jahrelang für T-Mobile (heute Magenta). Dazwischen war er unter anderem für das Peter-Thiel-Unternehmen Palantir und für das Grazer Scaleup blackshark.ai tätig.
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Thomas Kicker | (c) Marlena König / Magenta Telekom
Thomas Kicker | (c) Marlena König / Magenta Telekom

Magenta, die Österreich-Tochter des weltweit vertretenen Telekom-Riesen T-Mobile, hat einen neuen CEO. Thomas Kicker übernimmt von Interims-CEO Dominique Leroy. Sie hatte die Funktion zusätzlich zu ihrer Position als Europa-Vorständin ausgeführt, nachdem Ex-CEO Rodrigo Diehl Anfang des Jahres das Deutschland-Geschäft der Deutschen Telekom übernommen hatte.

Langjährige Karriere bei T-Mobile, dann Tätigkeiten bei Palantir und blackshark.ai

Kicker war bereits von 2003 bis 2019 in unterschiedlichen Funktionen für T-Mobile tätig. Unter anderem war der Grazer von 2012 bis 2015 als Chief Commercial Officer in der Österreich-Geschäftsführung, bevor er bis 2019 eine gruppenweite Senior-Vice-President-Position übernahm. Seitdem war er unter anderem von 2019 bis 2022 für das umstrittene Peter-Thiel-Unternehmen Palantir tätig. Von 2022 bis 2023 schnupperte er in seiner Heimatstadt Graz Scaleup-Luft, als er als COO für blackshark.ai arbeitete. Das Unternehmen fiel durch mehrere achtstellige Investments auf – u.a. durch Microsoft oder eine CIA-Teilorganisation – und gilt als eines der heimischen „Soonicorns“. Zuletzt war Kicker CEO beim Cybersecurity-Anbieter cyan AG.

Thomas Kicker: „Technologie hat Quantensprung hingelegt“

In einem Statement beschreibt Kicker seine Rückkehr in die Telekom-Branche als „emotionalen Moment“. „In den letzten zehn Jahren hat die Technologie einen Quantensprung hingelegt: Allein die mögliche Downloadrate ist um das 70-Fache gestiegen, von 150 Mbit pro Sekunde bei 4G auf 10 Gigabit bei 5G-Advanced“, so der neue Magenta-CEO. Auch Magenta als Unternehmen habe eine beachtliche Entwicklung hingelegt: „Magenta hat sich in den letzten Jahren zum besten Netz entwickelt. Das ist insofern wichtig, weil die Telekommunikationsnetze die Basis und der Enabler der gesamten digitalen Welt sind – von A wie AI bis Z wie Zoom Calls.“

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Für 28 Artikel soll es Nachfüllprodukte geben. (c) Canva

Während bei Seifen schon lange zu Nachfüllprodukten gegriffen wird, werden andere Kosmetika immer wieder neu gekauft. Laut L’Oréal ambivalent, wünschen sich doch 84 % der Verbraucher:innen nach einer internationalen Kantar-Studie nachhaltige Alternativen. Mit #JoinTheRefillMovement startet die L’Oréal-Gruppe nun die bislang umfassendste Nachhaltigkeitskampagne ihrer Geschichte. Gestartet am World Refill Day (16. Juni), umfasst die Kampagne Nachfüllprodukte in den Bereichen Hautpflege, Düfte, Make-up und Haarpflege.

Von Parfum bis Lippenstift messbare Einsparungen

Mit Beginn der Initiative werden nicht nur klassische Duschgels, sondern auch Parfums oder Lippenstifte von L’Oréal als Refill-Produkte angeboten. Ein zentrales Element der Kampagne ist der Nachhaltigkeitsnachweis, gekennzeichnet auf jedem Produkt, der den sofortigen Effekt des Nachfüllens angibt. Ein Beispiel: Bei einer Refill-Creme von Lancôme wird im direkten Vergleich zum Standard-Tiegel der Einsatz von Glas komplett (100 %), Metall um 95 %, Kunststoff um 42 % und Karton um 36 % reduziert. Diese Zahlen sollen die unmittelbare Materialeinsparung belegen und sich bewusst von unkonkreten Prognosen abgrenzen.

„Mit 18 Marken und 28 Produkten zeigen wir, dass nachfüllbare Schönheit für jeden da ist – über alle Kategorien, Preisklassen und Kanäle hinweg. Wir helfen den Verbrauchern, eine einfache Veränderung vorzunehmen: sich für ein Refill zu entscheiden. Nicht als Verzicht, sondern als die bessere Option. Weniger Auswirkungen auf den Planeten, besser für den Geldbeutel“, so Blanca Juti, Chief Corporate Affairs & Engagement Officer bei L’Oréal.

„Say-do Gap“

Zwar sei der Wunsch nach nachhaltigeren Produkten bei den meisten Verbraucher:innen verankert, doch L’Oréal verzeichnet eine spürbare Lücke, wenn es um die tatsächliche Kaufentscheidung geht. Es entsteht ein „Say-do Gap“. Mit der Kampagne will der Konzern nachhaltigere Produkte zunächst zugänglich machen. Gleichzeitig soll aber auch die Sichtbarkeit, beispielsweise durch gezielte Platzierungen in Regalen im Einzelhandel, erhöht werden.

„Nachhaltiger Konsum scheitert im Alltag oft an der Macht der Gewohnheit“, weiß Stefan Geister, Nachhaltigkeitschef von L’Oréal DACH. „Gemeinsam mit unseren Handelspartnern in Drogerien, Parfümerien, Apotheken und Friseursalons wollen wir das ‚Nachfüllen zu Hause‘ als neuen Standard etablieren. Die Erfolgsfaktoren liegen auf der Hand: Ein umfassendes Angebot, ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und kontinuierliche Sichtbarkeit im stationären und digitalen Handel. Wenn wir diesen Weg partnerschaftlich, ausdauernd und konsequent beschreiten, lassen wir aus guten Absichten echtes neues Handeln entstehen.“

100 Mio. Euro für Innovation & Startups

Begleitet werden die Maßnahmen von einem 100-Millionen-Euro-starken Innovationsfonds. Mit dem unternehmenseigenen L’AcceleratOR-Programm werden gezielt Startups und junge Talente unterstützt. Die Ansätze reichen von biologisch abbaubaren Materialien auf Algenbasis über Biokunststoffe aus Zuckerrohr bis hin zu recycelbaren Papierflaschen.

Mit 22 Forschungszentren in sieben regionalen Hubs weltweit, über 4.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie mehr als 8.000 Fachkräften aus den Bereichen Digitales, Tech und Data bündelt der Konzern seine Ressourcen. Ziel dieser Investitionen in die Startup-Förderung und die eigene Forschung ist es, als vernetztes „Beauty-Tech-Powerhouse“ die technologische Zukunft der Kosmetikbranche maßgeblich zu gestalten. Im Jahr 2025 wurde L’Oréal vom Fortune-Magazin zum innovativsten Unternehmen Europas gekürt.

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