15.03.2022

EVN kauft Wiener Software-Firma Cybergrid

Cybergrid hat eine Software-Lösung für Energie-Prosumer entwickelt. EVN will mit der Übernahme das eigene Angebot ausbauen.
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Prosumer spielen eine immer wichtigere Rolle für Energieanbieter
Prosumer spielen eine immer wichtigere Rolle für Energieanbieter | (c) EVN

Sogenannte Prosumer, also Haushalte und Unternehmen, die etwa mit der eigenen Photovoltaik-Anlage auch selbst Strom produzieren, spielen eine immer wichtigere Rolle im Energiebereich. Entsprechend arbeiten die Energieanbieter des Landes auch an Lösungen, um diese nicht als Kund:innen zu verlieren, sondern weiter an sich zu binden. Der niederösterreichische Anbieter EVN hat mit „Joulie“ bereits seit ein paar Jahren ein entsprechendes Produkt für Photovoltaik-Anlagen. Nun soll der Geschäftszweig durch den Zukauf des Wiener IT-Unternehmens Cybergrid weiter gestärkt werden.

EVN: 100-Prozent übernahme von Prosumer-Spezialist Cybergrid

Die 2010 gegründete Firma wurde zu 100 Prozent übernommen. Der Kaufpreis wird dabei nicht genannt. „Cybergrid verfügt über eine besonders innovative Expertise im Bereich der IT-basierten Integration von erneuerbaren Energien und ergänzt damit unser Produktportfolio optimal“, kommentiert Klaus Stricker von EVN in einer Aussendung. Das Unternehmen hat sich mit seiner Software auf die Integration von erneuerbaren Energien und Batteriespeichern spezialisiert. Dabei setzt man auf mehrere Teilbereiche. Die Software „cyberNOC“ soll nun auch mehreren Kundensegmenten der EVN-Gruppe angeboten werden.

Die drei Cybergrid-Gründer
Die drei Cybergrid-Gründer | (c) Cybergrid

„Virtuelle Kraftwerke“ mit Potenzial

Der Schritt vom reinen Verbraucher zum Prosumer gehöre bereits zur Normalität, meint Cybergrid-Geschäftsführer Alexander Kofink zur Übernahme. „Viele Kundinnen und Kunden möchten schon heute ihre produzierte Energie bestmöglich am Markt verkaufen und somit zum Händler werden“. Viel Potenzial sehe man auch in sogenannten virtuellen Kraftwerken. Diese verschieben den Stromverbrauch von Haushalten in Zeiten, zu denen ausreichend Strom zu Verfügung steht – optimalerweise 100 Prozent Ökostrom. „Im Fokus stehen hier die Großverbraucher eines Haushaltes wie zum Beispiel Warmwasserboiler, Wärmepumpe, Batteriespeicher oder E-Auto, bei denen zeitliche Verschiebungen zu keinem Komfortverlust führen. Und auch Gewerbe- und Industriekunden mit Flexibilitätspotentialen wird eine neue Wertschöpfungsmöglichkeit geboten“, heißt es vom Unternehmen.

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NATO,Startup,Fonds
Startups im DefenseTech Bereich könnten einen Aufschwung erleben. (c) pexels

In Österreich unterliegen Rüstungsbetriebe strengen Export- und Herstellungskontrollen, primär geregelt durch das Kriegsmaterialgesetz und das Außenwirtschaftsgesetz. Um der Rüstungsindustrie die Arbeit zu erleichtern, will Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) die gesetzlichen Rahmenbedingungen nun lockern. Unsicherheiten sollten entfernt werden und Exporte schneller und einfacher über die Bühne gehen, so der Minister gestern gegenüber der „Zeit im Bild“ (ZIB) des ORF bei einem Besuch eines Rheinmetall-Werks in Wien. Die Finanzierung von Rüstungssaufträgen sei ein wesentliches Finanzierungsvehikel für heimische Industrie und Betriebe.

„Neutralität ist oberstes Gut“

Gleichzeitig sagte er, dass diese Schritte keinen Einfluss auf die Neutralität haben sollen. „Die Neutralität ist oberstes nationales Gut, das es zu schützen gilt. Wir dürfen aber durch die Neutralität nicht in eine Situation kommen, dass unsere Betriebe gewisse Aufträge nicht abarbeiten können.“

Ob sich die strikte Trennung von wirtschaftlichem Profit und militärischer Neutralität in Österreich in der Realität so aufrechterhalten lässt, wie es die Politik erhofft, bleibt angesichts der verankerten juristischen Hürden abzuwarten. Für die heimischen Startups und Unternehmen im Defense- oder auch Dual-Use-Bereich sind die geplanten Lockerungen jedenfalls eine Chance, sich auf dem europäischen Markt noch stärker zu etablieren.

Diskretion und Dual Use

Dass die Vereinbarkeit von wirtschaftlichem Potenzial und der Neutralität in Österreich nicht gerade einfach ist, wissen auch Founder:innen. Dem Thema DefenseTech wird in Österreich traditionell mit großer Diskretion begegnet. Kein Wunder, hat sich das Land schon vor 71 Jahren der Neutralität verpflichtet. Reine DefenseTech-Startups findet man hierzulande kaum, die meisten agieren im sogenannten „Dual Use“-Bereich. Das bedeutet, ihre Produkte lassen sich nicht ausschließlich im militärischen, sondern auch im zivilen Bereich einsetzen. Neben dem teils kritischen Ansehen der Industrie, gibt es weiters auch Strafen für Unternehmen, wenn deren Produkte für Kriegsparteien bereitgestellt werden.

3,3-Milliarden-Euro-Industrie

Trotz der strengen Auflagen leistet die Rüstungsindustrie in Österreich ihren wirtschaftlichen Beitrag: Laut Industriemagazin erwirtschaftet die Branche jährlich etwa 3,3 Milliarden Euro und damit 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Und es haben sich in den letzten Jahren auch einige Startups im DefenseTech- oder verwandten Bereichen etabliert, die von den Lockerungen profitieren könnten. Viewpointsystem, CycloTech oder Drone Rescue Systems, um ein paar zu nennen – wohl gemerkt alle drei im genannten „Dual Use“-Segment.

Wie groß das Potenzial ist, das durch solche Lockerungen entfesselt werden kann, zeigt ein Blick über die Grenze. Im Nachbarland Deutschland boomt die DefenseTech-Branche. Erst gestern berichtete brutkasten über ein 1,6 Mrd. Euro schweres Investment in das Münchner KI-DefenseTech-Scaleup Helsing – der neue Deutschland-Rekord. Das Unternehmen für Drohnen und unbemannte Kampfflugzeuge wird nun mit 18 Mrd. US-Dollar bewertet. Zuvor holte der Münchner Drohnenhersteller Quantum Systems 1,2 Mrd. US-Dollar.

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