17.10.2023

Eversports-Gründer zum 10-jährigen Firmenjubiläum: „Wir haben 3,9 Millionen Nutzer erreicht“

Das 2013 gegründete Wiener Startup Eversports feiert mit seiner Online-Buchungsplattform für Sportaktivitäten dieser Tage sein zehnjähriges Firmenjubiläum. Seit der Gründung konnte das Startup 3,9 Millionen Nutzer:innen in über zehn Ländern erreichen.
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(c) Eversports

Yoga, Kampfsport oder Padel-Tennis. Wer in Städten wie Wien, Graz oder Linz Sportaktivitäten buchen möchte, kommt um sie in der Regel nicht herum. Die Rede ist von der Online-Buchungsplattform Eversports, die dieser Tage seinen zehnten Geburtstag feiert.

Das Startup wurde ursprünglich 2013 von Hanno Lippitsch, Emanuel Steiniger, Philipp Braunsberger und Stefan Feirer gegründet. Das Gründerteam musste damals laut eigenen Angaben feststellen, wie schwierig es ist, Sportaktivitäten zu buchen. Oftmals waren bei diversen Sportanbietern essentielle Informationen auf deren Webauftritten nicht auffindbar, Reservierungen nur während der Öffnungszeiten per Telefon möglich oder Online-Zahlung keine Option.

Die Vision des Wiener Startups

Mit der Vision „Zugang zu Sport jederzeit und und überall zu ermöglichen“ und der eigens entwickelten Plattform sollten derartige Probleme der Vergangenheit angehören. Für das Wachstum setzte das Startup aus Wien in der Vergangenheit auf externe Geldgeber. 2018 sorgte das Unternehmen mit einem Investment in Höhe von fünf Millionen Euro in der heimischen Startup-Szene für Aufsehen. Damals wurde das Team auf 40 Personen ausgebaut. Dem zuvor waren Finanzierungsrunden im Jahr 2015, 2016 und 2017 gegangen.

Die Bilanz von Eversports

Mehr als zehn Jahre nach Gründung blickt das Startup auf eine wahre Erfolgsbilanz zurück. Anlässlich des zehnten Geburtstags zog Co-Founder Hanno Lippitsch auf seinem privaten LinkedIn-Profil eine Bilanz.

Eversports feierte sein zehnjähriges Firmenjubiläum im Wiener Prater | (c) LinkedIn-Profil von Hanno Lippitsch

„Wir haben über 3,9 Millionen Nutzer erreicht, die mit unseren Produkten mehr als 44 Millionen Sportaktivitäten gebucht haben“, so Lippitsch via LinkedIn. Zudem arbeitete das Startup mit seinen mittlerweile 90 Mitarbeiter:innen seit Gründung in Summe mit mehr als 6000 Studios, Veranstaltungsorten und Unternehmen in über zehn Ländern zusammen.

Neben dem Eversports Marktplatz, der Sportbegeisterte mit Studios und Sportanbietern verbindet, bietet das Startup für Unternehmen auch einen eigenen Eversports Manager an. Die Software ermöglicht diverse Features im Bereich Verwaltung und Kundenbindung.

Ex-Spitzensportler Hanno Lippitsch

Hanno Lippitsch war jahrelang Volleyball-Spitzensportler, bevor er ins Unternehmertum wechselte und nach Ausflügen bei Startups und Als Ventures dann im Jahr 2013 Eversport (damals ohne s) gründet. In seiner Zeit als Sportler hat er unter anderem in der Herren-Nationalmannschaft, für die hotVolleys in der Championsleague oder in der Serie A in Italien gespielt.


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Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten

Dass sich die aktuell noch laufenden Verhandlungen zur EU Inc. auf Ratsebene nicht so entwickeln, wie es sich die Initiator:innen der gleichnamigen Initiative wünschen würden, ist allgemein bekannt. Übte man nach der Veröffentlichung des Kommissionsentwurfs im März noch deutliche Kritik an diesem, würde man ihn inzwischen wohl gerne so annehmen. Denn der aktuell noch in Ausarbeitung befindliche Vorschlag des Rats der EU-Justizminister:innen dürfte letztlich, wenn man mit den Verhandlungen vertrauten Personen Glauben schenken darf, kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Vorschlag der Initiative zu tun haben. Die absoluten Kern-Forderungen seien darin de facto zur Gänze gestrichen, was überbleibe sei „nicht mehr als ein Label und vielleicht etwas schnellere Gründung“, hört man.

Österreich als EU-Inc.-Antagonist

Das offizielle Österreich spielt dabei dem Vernehmen nach eher die Rolle des Antagonisten. Das SPÖ-geführte Justizministerium zähle in den Verhandlungen zu den Verhinderern. Rot-weiß-roter Gegenwind zur EU Inc. komme aber auch von anderer Seite, nicht nur, wie allgemein bekannt, von Notariatskammer und Arbeiterkammer, sondern auch von einflussreichen Personen in der Wirtschaftskammer.

Zehetner: deutliche Positionierung pro EU Inc.

In dieser durchaus komplexen Gemengelage von Interessen aus ganz unterschiedlicher Richtung, mag es fast verwundern, dass sich Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner nun öffentlich durchaus deutlich positionierte. „Ich bin unzufrieden damit, wohin sich die Diskussion zur EU Inc. momentan entwickelt – sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene“, sagte sie heute bei einer Keynote im Rahmen des Verbund Venture Day 2026 an der WU Wien. Auf diese Weise werde die EU Inc. nicht zur Alternative zur amerikanischen Delaware Inc., die auch sie sich wünsche.

Mitarbeiter:innenbeteiligung via FlexCo „noch nicht attraktiv genug“

Auch sonst gab sich Zehetner in ihrer Rede, die sich auf europäische Souveränität im Startup-Bereich fokussierte, kritisch. Die FlexCo etwa bezeichnete sie in Sachen Mitarbeiter:innen-Beteiligung als „ersten Schritt“, aber „noch nicht attraktiv genug“. Es brauche neue Steuerregeln, die Mitarbeiter:innenbeteiligung praktikabel machen. Auch ihre bereits einmal dezidiert geäußerte Forderung nach Steuererleichterungen bei Startup-Beteiligungen – vulgo Beteiligungsfreibetrag – wiederholte sie bei der Gelegenheit. Auf europäischer Ebene sieht sie Handlungsbedarf u.a. in Sachen Kapitalmarktunion. Lob gab es von Zehetner dafür für den European Scaleup Funds – ergänzt mit Eigenlob für den geplanten österreichischen Dachfonds.

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