30.10.2015

Eversport: Nächstes heimisches Startup räumt internationales Investment ab

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In einer neuen Investmentrunde konnte die Sport-Plattform Eversport insgesamt 800.000 Euro einsammeln. Die Runde wird von acht internationalen Investoren getragen.

Wenige Tage nach der hochkarätig besetzten Investitionsrunde für das Immo-Startup Zoomsquare darf sich das nächste heimische Startup über eine kräftige Finanzspritze freuen: Eversport, eine Plattform für Fitness und Hobbysport, die vor zwei Jahren von Ex-Profisportler Hanno Lippitsch gegründet wurde. Zu der Runde kam es im Rahmen eines dreimonatigen Aufenthaltes bei dem amerikanischen Accelerator Techstars. Zu den namhaften Investoren zählen etwa Christian Reber von Wunderlist, das Microsoft um 150 Mio. Dollar übernommen hat und Mariusz Gralewski von DocPlanner. Zu welchen Teilen sich die 800.000-Euro-Runde auf die einzelnen  Investoren aufteilt, wurde nicht kommuniziert.

Nächstes Ziel: Internationalisierung

Mit dem frischen Geld hat Eversport nun insgesamt eine Million Euro eingesammelt. Das nächste Ziel der Sport-Plattform ist nun die Internationalisierung – in einem ersten Schritt soll der Roll-out in den Niederlanden vorbereitet werden. Zudem soll mit dem Geld das Sales Team in Deutschland verstärkt werden. „Wir glauben fest daran, dass Eversport das Potential besitzt innerhalb kürzester Zeit ein internationaler Player im Bereich Sportplatz- und Sportkurs-Booking zu werden“, meint Pawel Chudzinski von Point Nine Capital, das die Runde gemeinsam mit RTAventures angeführt hat.

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Everleaf
© Everleaf - Christophe Vermeersch, Gründer Everleaf.

Vor etwas mehr als einem Jahr konnte Everleaf eine Finanzierungsrunde in sechsstelliger Höhe holen – brutkasten berichtete. Nun vermeldet man ebenfalls ein Investment im gleichen Umfang.

Everleaf: Umsatz fast verzehnfacht

Frisches Gemüse in der eigenen Wohnung ernten, ohne Garten und ohne grünen Daumen: Mit diesem Versprechen ist Everleaf mit der ersten Version seines vertikalen Indoor-Gartens auf den Markt gegangen. Beim Mai-Investment 2025 lautete das Ziel, den Umsatz im laufenden Jahr zu verzehnfachen. Dieses Ziel hat das Startup nach eigenen Angaben beinahe erreicht.

Die neuen Investoren beteiligen sich als Business Angels und bringen, neben dem Kapital, Netzwerk und operative Erfahrung mit, heißt es. Einer von ihnen habe im Silicon Valley selbst ein Unternehmen aufgebaut und erfolgreich verkauft. Namen der neuen Gesellschafter werden jedoch nicht genannt.

„Geld allein löst in unserer Phase wenig. Was uns wirklich weiterbringt, sind Leute, die den Weg vom Startup zum großen Unternehmen schon einmal gegangen sind und wissen, wo es dabei knirscht“, kommentiert Gründer Christophe Vermeersch die Finanzierungsrunde.

Kapital fließt in Ware

Ein Großteil der neuen Mittel soll nicht ins Marketing, sondern in die Ware selbst fließen. Für Everleaf sei genau das die zentrale Herausforderung im Consumer-Hardware-Geschäft: Produktion und Einkauf müssen Monate vorfinanziert werden, lange bevor ein einziger Garten verkauft ist. Je stärker das Unternehmen wächst, desto größer werde der Kapitalbedarf, der in Lager und Vorproduktion gebunden ist.

Klassische Einkaufsfinanzierungen von Banken würden in dieser Größenordnung noch nicht greifen. Genau hier setzt die neue Runde an: Sie soll das Working Capital stärken und damit die Basis für das geplante Wachstum schaffen. Everleaf hält sich außerdem die Option offen, künftig ein weiteres Double Equity zu beantragen, um diesen Bereich dauerhaft abzusichern, wie man mitteilt.

„Bei Hardware entscheidet nicht nur, wie gut du verkaufst, sondern ob du die Ware überhaupt durchgehend vorfinanzieren kannst, ohne dabei ‚Out of Stock‘ zu sein. Diese Hürde wird mit jedem Wachstumsschritt größer“, erklärt Vermeersch.

Everleaf mit In-House-Konzept

Everleaf entwickelt seine Produkte seit einem Jahr vollständig in-house und bringt dabei zunehmend neues Zubehör für den Everleaf-Garden auf den Markt. Mithilfe von 3D-Druck werden Ideen zunächst getestet, bevor bei erfolgreicher Nachfrage in skalierbare Produktion investiert wird. Das Unternehmen setzt dabei weiterhin auf ein kleines Team und KI-gestützte Prozesse. Mit dem neuen Kapital will Everleaf ab dem kommenden Jahr auch erstmals über den deutschsprachigen Raum hinausgehen.

„Uns war immer wichtig, erst zu zeigen, dass unser Produkt und unser Ansatz in DACH funktioniert, bevor wir in neue Märkte gehen“, sagt Vermeersch. „Inzwischen haben wir ein System gefunden, das funktioniert. Genau das wollen wir jetzt auf weitere Länder übertragen.“ Die Entscheidung, um welche Länder es sich dabei handelt, ist noch nicht final getroffen worden, doch stehen die nordischen ganz oben auf der Liste, wie der Gründer brutkasten mitteilt: „Das werden wir aber testen müssen“, sagt er. „Und dann wählen, wo wir das größte Potenzial sehen.“

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