07.04.2022

Evernow: US-Stars Paltrow, Diaz und Barrymore steigen bei Startup ein

Das US-Startup Evernow, das Frauen durch die Menopause begleiten will, holt in seiner Series A-Kapitalrunde einige denkbar prominente Investorinnen an Bord.
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Gwyneth Paltrow, Cameron Diaz und Drew Barrymore steigen in das US-Startup Evernow ein
Gwyneth Paltrow, Cameron Diaz und Drew Barrymore steigen in das US-Startup Evernow ein | (c) Georges Biard / David Shankbone / Eva Rinaldi via Wikimedia Commons

Gwyneth Paltrow, Cameron Diaz und Drew Barrymore zählen zu den bekanntesten Hollywood-Stars der vergangenen Jahrzehnte, sind alle drei etwa gleich alt und haben sein kurzem eine weitere Gemeinsamkeit: Sie sind in das selbe Startup investiert. Wie Reuters berichtet, stellte das auf das Thema Menopause spezialisierte FemTech-Startup Evernow nun seine Series A-Finanzierungsrunde über 28,5 Millionen US-Dollar auf. Neben den drei genannten Stars stiegen dabei auch mehrere VCs (New Enterprise Associates übernahm den Lead, auch 8VC, Refactor Capital und Coelius Capital waren dabei) sowie weitere Prominente, wie die ehemalige US-Fußballspielerin Abby Wambach, Carla Harris von Morgan Stanley und die Bestseller-Autorin Glennon Doyle ein.

Evernow-Gründerin Jackson: „Diese Frauen verfügen über eine unglaubliche Kaufkraft“

Das vor drei Jahren gegründete Startup bietet nicht nur Telehealth-Services an, sondern auch eine Hormon-Therapie mit Östrogen-Pillen und -Pflastern. Die Evernow-Abo-Modelle kosten zwischen 75 und 129 US-Dollar pro Monat. Gründerin Alicia Jackson betont die Möglichkeiten, die sich mit der Zielgruppe im Markt, der auf Weltweit mehr als 13 Milliarden Euro – Tendenz steigend – geschätzt wird, ergeben. „Wir sehen ein riesiges Potenzial, was die Gesundheit von Frauen über 40 angeht“, so Jackson gegenüber Reuters. „Diese Frauen verfügen über eine unglaubliche Kaufkraft, sind auf dem Höhepunkt ihrer Karriere – und dennoch wird ihre Gesundheit so wenig unterstützt“.

Dabei geht auch das übliche medizinische Angebot zur Menopause nicht mehr auf die Bedürfnisse der aktuellen Generation ein, meint die Gründerin. „Unsere Kunden sind die Generation X. Sie sind super online und wollen nicht drei Stunden warten, um zu einem Arzt zu gehen und dort eine Stunde zu verbringen“. Die Pandemie habe sich auch als Treiber für das anfängliche Wachstum des Startups erwiesen.

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contextflow, Corona, Radiologie
(c) contextflow - Das contextflow-Team.

In den vergangenen Jahren war es um das auf KI-basierte Radiologie spezialisierte Wiener Startup Contextflow medial etwas stiller. Davor, im September 2021, hatte man eine bereits kommunizierte Investmentrunde um zwei Millionen Euro auf 6,7 Millionen Euro erweitert – brutkasten berichtete.

Contextflow-Deal: Millionen und Aktien

Nun gibt es wieder Neuigkeiten. 4DMedical, ein australisches Medizintechnikunternehmen für Atemwegsmedizin mit KI-basierter Bildgebung, hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Contextflow unterzeichnet. Der Deal umfasst laut einer am Montag bei der australischen Börse eingereichten Mitteilung eine Cash-Vorauszahlung in Höhe von rund 18,6 Millionen australischen Dollar (aktuell ca. 11,5 Millionen Euro), 56.235 Aktien sowie einen Earn-out von bis zu 2,6 Millionen Optionen über einen Zeitraum von zwei Jahren. Vorbehaltlich der Erreichung bestimmter Leistungsziele.

Die Übernahme soll 4DMedical eine umfassende kommerzielle Plattform direkt vor Ort in Europa ermöglichen und die globale Wachstumsstrategie beschleunigen.

Schnelle Expansion und eine Ersparnis

Während sich die Transaktion strategisch auf die geografische Expansion konzentriert, stärke sie zugleich die Technologieplattform von 4DMedical, heißt es in der Aussendung. Die KI-basierten Erkennungs- und Workflow-Tools von Contextflow, insbesondere im Bereich des Lungenkrebs-Screenings, sollen dabei die funktionellen Bildgebungsfähigkeiten von 4DMedical ergänzen, die eine quantitative Bewertung von Ventilation, Perfusion und Lungenmechanik ermöglichen.

Durch die Übernahme von Contextflow gewinnt 4DMedical ein in Europa ansässiges Team mit kommerzieller und technischer Expertise, einen etablierten Kundenstamm sowie eine klinische Präsenz in ganz Europa. Darüber hinaus erhält das Unternehmen eine CE-gekennzeichnete Produktsuite, die bereits in routinemäßigen klinischen Workflows eingesetzt wird, sowie eine regulatorisch konforme Plattform, die den Anforderungen der europäischen Medical Device Regulation (MDR) entspricht. Diese Grundlage diene 4DMedical dazu, den Zeit- und Komplexitätsaufwand für den Aufbau einer neuen regionalen Präsenz zu umgehen.

Contextflow-CEO wird General Manager

Durch diese Kombination komplementärer Produktsuiten sei das australische Unternehmen nun konkret in der Lage, funktionelle Lungenbildgebungslösungen in etablierte europäische radiologische Workflows einzuführen, Cross-Selling innerhalb der bestehenden installierten Kundenbasis zu betreiben, in Märkte mit etablierten Erstattungspfaden – einschließlich Deutschland – zu expandieren sowie die Markteinführungszeit für neue KI-gestützte Lösungen zu verkürzen. Die Ergänzung um eine kommerziell aktive, MDR-konforme Plattform reduziere dabei zusätzliche regulatorische Reibungsverluste und ermögliche skalierbares Wachstum in mehreren europäischen Märkten.

Markus Holzer, CEO von Contextflow, übernimmt künftig die Rolle des General Managers von 4DMedical Europe, verantwortet das Wachstum des Unternehmens in der Region und berichtet direkt an Gründer und CEO Andreas Fouras.

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