31.03.2017

European Super Angels Club: Neues Investorennetzwerk in Wien vorgestellt

Die von Venionaire Capital und KPMG initiierte Investorenvereinigung versteht sich als pan-europäisches Netzwerk. Durch ein "Roadshow"-Prinzip sollen ausgewählte Startups erfolgreich europaweit fundraisen.
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© Tom Roschanek: Gründungsmitglieder der ESAC

Vor rund hundert Gästen präsentierte sich vergangene Woche in Wien der European Super Angels Club (ESAC). Die von Partnern der KPMG und Venionaire Capital initiierte Vereinigung versteht sich als „pan-europäisches Investorennetzwerk“. Ziel ist ist die Förderung der europäischen Startup- und Investorenlandschaft. Der Club hatte vor Wien bereits in Zürich, Amsterdam, Berlin und New York Veranstaltungen abgehalten. Die nächsten Stops auf der „Roadshow“ sind London und Brüssel, bis sich im Sommer alle Club-Mitglieder in Kitzbühel beim Business Angel Summit treffen. Im September soll dann die zweite Runde von Startups das Netzwerk des Clubs im Rahmen einer erneuten Roadshow kennenlernen können.

+++ Bei der AAIA nachgefragt: Was muss ein Business Angel eigentlich können? +++

Roadshow-Prinzip: Je fünf Startups pitchen in mehreren Hubs

Der Club ist auf  Startups in einem schon weiterentwickelten Stadium fokussiert. Super Angels investieren per Definition bis zu 5 Millionen Euro und treten auch als Co-Investoren von etablierten Venture Capital Fonds auf. Neben einigen Österreichern wurden bereits jetzt Partner aus Schottland, den Niederlanden, Deutschland, der Schweiz und Ungarn für das Netzwerk gewonnen. Am Prinzip der Roadshow wird der ESAC festhalten: Bei jedem Durchgang werden jeweils fünf ausgewählte Startups in mehreren europäischen Hubs vor Netzwerkpartnern, Konzernen und Investoren pitchen. Als besonderes Incentive lädt der Club-Vorstand einen kleinen Kreis von Startups zu „Satellite Events“ ein – wie zuletzt in New York City.

„Mit ‚Startup-Hype‘ ist der Markt unübersichtlicher geworden“

Berthold Baurek-Karlic, Managing Partner von Venionaire Capital und Vorstand des Clubs, sieht in der Realisierung dieser Initiative eine große Aufgabe: „Mit dem ‚Startup-Hype‘ ist der Markt unübersichtlicher geworden und die Herausforderung besteht darin, die besten Startups zu finden und diese international erfolgreich zu machen.“ Im Zuge der Kickoff-Roadshow habe man bereits über 400 Investoren und rund 20 führende Unternehmen unterschiedlicher Größe in den bislang besuchten Städten getroffen. Neben Venionaire Capital und KPMG sind auch PHH Rechtsanwälte, Microsoft Österreich und die Semper Constantia Privatbank federführend an dem Projekt beteiligt.

+++ “Auf ein Wiener Schnitzel” mit Berthold Baurek-Karlic von Venionaire Capital +++

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fixed: Erste Doku von refurbed zeigt die Vielschichtigkeit von E-Waste

Im April 2026 machte sich refurbed Co-Founder Kilian Kaminski mit einem Team auf, um den Umgang mit E-Waste in Ghana in einer Dokumentation festzuhalten. Der bislang erste Film des Wiener Scaleups hinterfragt außerdem Europas Verständnis von globalem Elektroschrott. Gestern präsentierte Kaminski die Dokumentation in den Breitenseer Lichtspielen, wo brutkasten vor Ort war.
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Ein Mann in Accra sitzt in einer Garage und repariert einen alten Computer (c) refurbed
Schrotthändler Fuseini Yakubu arbeitet im informellen Sektor von Accra. (c) refurbed

Ein Blick auf Ghanas Hauptstadt Accra. Im sogenannten „informellen Sektor“ der E-Waste-Verarbeitung liegt Agbogbloshie, eine der größten Elektromüllhalden der Welt. Hier werden Berge an Elektroteilen gesammelt, sortiert, repariert und weiterverarbeitet. Das ist die Einstiegszene der neuen refurbed-Doku „fixed“.

Brennende Müllberge im globalen Süden sind Bilder, die uns in Europa bekannt sind und unser Narrativ über Elektroschrott prägen. Während kaputte Geräte in Europa sehr schnell als Müll betrachtet werden, was die Wegwerfgesellschaft ankurbelt, hat sich in Ghana durch den E-Müll eine formelle wie auch informelle Reparatur- und Recyclingwirtschaft entwickelt.

Um die unterschiedliche Wahrnehmung von E-Waste aufzuzeigen, hat ein Team rund um refurbed-Co-Founder Kilian Kaminski im April die erste eigene Doku „fixed – Accras Antwort auf Europas Elektroschrott“ vor Ort in Ghana gedreht.

Elektroschrott als Krise, aber auch als Ressource

„In den letzten Jahren drehten sich Gespräche rund um Nachhaltigkeit oft um CO2-Emissionen, und das ist auch wichtig. Aber im Hintergrund brodelt eine weitere Krise, die ständig wächst: der Elektroschrott. Dazu gehören Berge von ausrangiertem Elektroschrott, giftige Umgebungen und Gemeinschaften, die für Konsumgewohnheiten bezahlen müssen, die sie selbst gar nicht verursacht haben“, hält Kaminski in seinen Begrüßungsworten bei der Präsentation der Dokumentation fest.

Gleichzeitig hat der E-Schrott eine innovative Reparaturkultur in Ghana entwickelt. Dr. Michael Osei Asibey, Experte für Umweltpolitik an der ghanaischen KNUST-Universität, forscht seit Jahren intensiv zum Recyclingsektor und plädiert im Film für ein radikales Umdenken. Seine prägnante Formel „Waste is a resource in the wrong place“ (Abfall ist eine Ressource am falschen Ort) bringt das Kernanliegen der Dokumentation auf den Punkt: Elektronik darf kein kurzlebiges Wegwerfprodukt sein. Vielmehr müssen wir ausgediente Geräte als wertvolle Materiallager begreifen, die dauerhaft in einem Kreislaufsystem gehalten werden.

Co-Founder von refurbed Kilian Kaminski (r.) bei den Dreharbeiten in Ghana. (c) refurbed

Vielschichtige Blockaden der Kreislaufwirtschaft

Politische, wirtschaftliche, aber auch gesellschaftliche Blockaden verhindern in Europa die Umsetzung von flächendeckenden Kreislaufwirtschaften. Kaminski sieht Blockaden in der Politik vor allem darin, dass der Fokus meist auf kurzfristigen Themen liegt. „Man konnte das gut im März 2020 beobachten, als Covid kam. Plötzlich waren Nachhaltigkeit und die Kreislaufwirtschaft nicht mehr die wichtigen Themen. Das Thema Nachhaltigkeit wird immer als ein Zukunftsproblem behandelt, obwohl es eigentlich ein aktuelles Problem ist, weil wir jetzt dagegen vorgehen müssen“, so der Co-Founder von refurbed.

Unternehmen seien gefragt, auf langlebige Produkte zu setzen. Die Praxis der künstlichen Obsoleszenz – also das bewusste Kaputtgehen von Geräten für schnellere Upgrades – sollte nicht weiter gefördert werden.

„Und als Privatpersonen sollten wir wirklich überdenken: Was und wie konsumieren wir? Behalten wir vielleicht ein Produkt länger? Geben wir alte Produkte weiter? Also einfach ein Verständnis zu entwickeln, dass der Wert des Gerätes viel höher ist, als wir eigentlich denken. Es geht nicht nur um den finanziellen Wert. Die Rohstoffe, die in den Produkten sind, haben einen sehr langen Lebenszyklus und kommen oftmals aus der gesamten Welt zurück zu einem Ort.“

Durch die Dokumentation soll ein differenzierteres Bild von E-Waste geschaffen werden. (c) refurbed

Kreislaufwirtschaft als Thema für Startups

Im Thema Kreislaufwirtschaft stecke für Startups und Jungunternehmen laut Kaminski gerade sehr viel Potenzial. Es sei nur eine Frage der Zeit, wann die Wirtschaft den Fokus auf diese Themen lege. „Wir stehen mit der Kreislaufwirtschaft ganz am Anfang. Und ich glaube, jetzt kann man vor allem die großen Unternehmen speziell mit Geschäftsmodellen, die die Kreislaufwirtschaft im Herzen haben, viel mehr challengen, als mit Geschäftsmodellen, die einfach dasselbe machen, wie es seit 100 Jahren gemacht wurde. Und das beinhaltet ja am Ende des Tages ganz viele Nachhaltigkeitsthemen, egal ob es Energie oder Rohstoffe sind.“

Auf die Frage, welches Problem Kaminski heute als Startup lösen würde, antwortet er: „Ich würde nach wie vor den E-Waste bekämpfen.“

Über refurbed

Ziel des 2017 von Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl in Wien gegründeten Unternehmens refurbed ist es, den Konsum in ganz Europa dauerhaft zu verändern. Mittlerweile ist das Scaleup in 24 europäischen Ländern aktiv und zählt zu den führenden Online-Marktplätzen für generalüberholte Produkte.

Die ganze Dokumentation von refurbed wurde gestern auf YouTube veröffentlicht und vorab präsentiert.

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