24.06.2020

Österreich steigt bei „EU-Innovations-Ranking“ auf Platz 8 auf

Das "European Innovation Scoreboard" ist ein Benchmark-Instrument zur Innovationsentwicklung der EU-Mitgliedstaaten. Österreich steigt nun im EU-Ranking von Platz neun auf Platz acht auf.
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Innovation
(c) AdobeStock

Am Dienstag wurde das aktuelle European Innovation Scoreboard 2020 präsentiert. Dabei handelt es sich um ein Benchmark-Instrument der Europäischen Kommission, das die Innovationskraft der EU-Mitgliedstaaten misst.

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Österreich verbessert sich

Österreich belegte im Ranking von 2019 Platz neun in der Europäischen Union. Wie die FFG gestern bekannt gab, konnte sich Österreich nun jedoch verbessern und steigt im aktuellen Scoreboard auf Platz acht auf. Österreich befindet sich im Ranking zudem über dem EU-Durchschnitt.

Zu den Top fünf Staaten im European Innovation Scoreboard 2020 zählen übrigens Schweden, Finnland, Dänemark, Niederlande und Luxemburg. Diese werden in einer Gruppe als sogenannte „Innovation Leaders“ zusammengefasst.

Österreich befindet sich hingegen in der zweiten Gruppe und wird im Ranking als „Strong Innovator“ gemeinsam mit Ländern wie Deutschland und Frankreich genannt. Das Schlusslicht bilden die beiden EU-Staaten Rumänien und Bulgarien.

(c) European innovation scoreboard 2020

European Innovation Scoreboard 2020

Besonders erfreulich im European Innovation Scoreboard 2020 ist laut der FFG die gute Bewertung für die innovativen KMU in Österreich, die gerade auch durch „entsprechende Zusammenarbeit“ stark sind. „Im europäischen Vergleich schneiden die heimischen Unternehmen hervorragend ab: Das zeigt sich zum Beispiel in ‚Horizon 2020‘, wo sie Europameister sind, als nun auch im European Innovation Scoreboard“, so die beiden FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner.

30 Prozent mehr FFG-Anträge

Die beiden Geschäftsführer verweisen zudem auf die hoche Nachfrage nach FFG-Förderungen: Von Jänner bis Mai 2020 wurden im größten Förderprogramm der FFG, den Basisprogrammen, um rund 30 Prozent mehr Anträge als im Vergleichszeitraum des Vorjahres gestellt. Bei den kleinen Unternehmen (unter 50 Mitarbeiter) stiegen die Anträge um ein Drittel, bei den Mittleren Unternehmen (bis 250 Mitarbeiter/innen) sogar um zwei Drittel.


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Erster Generalanwalt am EuGH: Maciej Szpunar | (c) curia.europa.eu/Screenshot

Die ungarische Like Company betreibt mehrere Webportale und beansprucht Schutz für die dort veröffentlichten Artikel. Das Unternehmen wirft Google vor, seine Artikel zum Training der Gemini-Sprachmodelle verwendet sowie über den KI-Chatbot vervielfältigt und öffentlich zugänglich gemacht zu haben. Ein ungarisches Gericht setzte das Verfahren daraufhin aus und legte dem EuGH vier Fragen zur Vorabentscheidung vor. Es handelt sich um das erste Verfahren zu generativer Künstlicher Intelligenz vor dem EuGH.

Wann KI-Chatbots die Rechte von Verlagen verletzen können

In seinen Schlussanträgen erläutert Generalanwalt Szpunar, unter welchen Umständen die Nutzung von Presseartikeln durch KI-Chatbots eine Rechtsverletzung darstellen kann. Entscheidend sei unter anderem, ob der Chatbot unrechtmäßig auf eine Veröffentlichung zugreift, etwa durch die Umgehung einer Paywall oder anderer technischer Schutzmaßnahmen.

Zudem komme es darauf an, wie die Informationen in den generierten Antworten wiedergegeben werden. Während die bloße Wiedergabe von Tatsachen keine Rechtsverletzung darstelle, könne die erkennbare Übernahme der Ausdrucksform eines Artikels problematisch sein. Das gelte insbesondere dann, wenn die Antwort die Originalveröffentlichung so weit ersetze, dass Nutzer:innen kein Verlangen mehr haben, die Originalveröffentlichung zu öffnen.

Das Recht der Presseverlage auf öffentliche Zugänglichmachung könne laut Szpunar verletzt werden, wenn die Ausdrucksform der Originalartikel systematisch in den Antworten eines Chatbots erkennbar sei. Der Anbieter könne für eine solche Nutzung haften, wenn diese Teil seines Geschäftsmodells sei oder er keine wirksamen Gegenmaßnahmen ergriffen habe.

Fragen zum KI-Training laut Generalanwalt unzulässig

Die Fragen zur Verwendung von Presseartikeln für das Training der Google LLMs empfiehlt Szpunar hingegen, für unzulässig zu erklären. Es gebe keine Beweise dafür, dass die Artikel der ungarischen Like Company tatsächlich zum Training der Gemini-Modelle verwendet worden seien. Die Fragen seien daher hypothetisch. Szpunar hält jedoch fest, dass die Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte zum Training von Sprachmodellen im Rahmen der im EU-Recht vorgesehenen Ausnahme für Text- und Data-Mining in der Regel „frei zulässig“ sei.

Das Gutachten ist für die Richter:innen nicht bindend, ihr Urteil soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden.

Streit um journalistische Inhalte auch in anderen EU-Ländern

Der Rechtsstreit ist kein Einzelfall. Bereits im Februar 2026 reichte die dänische Verwertungsgesellschaft DPCMO, die einen Großteil der Nachrichtenmedien des Landes vertritt, Klage gegen OpenAI ein. Sie wirft dem Unternehmen vor, Presseartikel ohne Genehmigung zum Training seiner KI-Modelle verwendet und Inhalte über ChatGPT wiedergegeben zu haben. Ein Urteil steht bislang aus. Auch in Frankreich wehren sich Presseverlage gegen die Nutzung ihrer Inhalte durch KI-Anbieter. Im August dieses Jahres wandte sich die französische Presseallianz APIG an die Wettbewerbsbehörde, weil sie durch Googles KI-generierte Zusammenfassungen sinkende Besucherzahlen und Einnahmen befürchtet.

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Österreich steigt bei „EU-Innovations-Ranking“ auf Platz 8 auf

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