19.10.2021

Europäisches Forum Alpbach: Startup-Investor Werner Wutscher legt operatives Amt zurück

Werner Wutscher räumt nach einem Jahr den Posten des Generalsekretärs des Europäischen Forums Alpbach.
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brutkasten-Herausgeber Dejan Jovicevic und EFA-Generalsekretär Werner Wutscher im Talk über das Europäische Forum Alpbach 2021 © brutkasten/schauer-burkart
brutkasten-Herausgeber Dejan Jovicevic und EFA-Generalsekretär Werner Wutscher im Juli 2021 im Talk über das Europäische Forum Alpbach 2021 © brutkasten/schauer-burkart

Nach rund einem Jahr als Generalsekretär des Europäischen Forums Alpbach legt Startup-Investor Werner Wutscher die Traditions-Veranstaltung das Amt wieder zurück. Er will sich stärker seinen unternehmerischen Tätigkeiten mit „New Venture Scouting“ und seinen Startup-Beteiligungen widmen, wie das EFA mitteilt. Der Rückzug betrifft allerdings nur den operativen Bereich des Vereins – inhaltlich bleibt Wutscher dem EFA verbunden und wechselt in den Vorstand.

„Das Europäische Forum Alpbach 2021 war sowohl inhaltlich als auch wirtschaftlich ein großer Erfolg, dafür möchte ich mich vor allem bei Werner Wutscher bedanken. Gleiches gilt für Sonja Jöchtl und ihre Arbeit in der Stiftung. Ich wünsche ihnen für ihre berufliche und private Zukunft alles Gute“, sagt EFA-Präsident Andreas Treichl.

Mit Feri Thierry übernimmt ein Politikberater

Auf Wutscher folgt mit Anfang Jänner 2022 als Generalsekretär des EFA der ehemalige Bundesgeschäftsführer von NEOS und Politikberater Feri Thierry. Er wird den Verein und erstmals gleichzeitig die Stiftung leiten – mit Sonja Jöchtl geht die bisherige Stiftungs-Geschäftsführerin mit Ende des Jahres. „Die operative Zusammenlegung von Stiftung und Verein ist ein wichtiger Schritt, um als Organisation schlagkräftiger zu werden – unser Ziel als Präsidium ist es, Alpbach noch internationaler, jünger, diverser und lösungsorientierter zu gestalten und damit einen wesentlichen Beitrag für das Europa von morgen leisten zu können“, so Treichl.

Thierry soll beim EFA seine langjährige Erfahrung an den Schnittstellen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einbringen. „Ich freue mich, dass wir mit Feri Thierry einen Generalsekretär für das Europäische Forum Alpbach gewinnen konnten, der nicht nur Europa als eine wesentliche Kraft sieht, sondern auch viel Erfahrung mitbringt, um eine Organisation wie Alpbach an die neuen Herausforderungen anzupassen“, sagt Treichl.

Feri Thierry ist ab Jänner 2022 neuer Generalsekretär des Europäischen Forums Alpbach © Markus Tordik
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© invest.austria

Am 4. November 2026 lädt der Branchenverband invest.austria in den Apothekertrakt des Schlosses Schönbrunn. Unter dem Motto „Postcard or Powerhouse: The European Imperative“ versammelt das Event mehr als 500 Gäste, darunter Business Angels, Venture-Capital- und Private-Equity-Investor:innen sowie Family Offices aus Österreich, der DACH-Region und CEE.

Vor dem Hintergrund aktueller makroökonomischer Herausforderungen soll ein Weckruf an das Ökosystem formuliert werden: „Europa steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Wir können nicht länger nur die malerische Postkarten-Kulisse der Welt sein, wir müssen zu einem echten wirtschaftlichen Powerhouse werden“, so Niki Futter, Präsident von invest.austria.

Europa soll seine Industriestärke ausspielen

Inhaltlich gliedert sich die Konferenz in drei Schwerpunkte: die Nutzung industrieller Kernkompetenzen, eine klare geopolitische und technologische Positionierung sowie die Beschleunigung von Kapitalflüssen. Im Fokus stehen neben Robotik und industrieller KI auch Investitionen in Souveränitäts- und Verteidigungstechnologien.

Wie sich universitäre Forschung zu einem marktführenden Deep-Tech-Unternehmen entwickeln lässt, skizziert Georg Kopetz, Co-Gründer und CEO von TTTech, in seiner Keynote. Kopetz forderte im brutkasten-Interview bereits eine stärkere Vernetzung europäischer Börsenplätze, um heimischen Tech-Akteuren bessere Wachstumsbedingungen zu bieten.

Auch das Thema Künstliche Intelligenz ist prominent besetzt: Mit Dennis Just spricht ein Vertreter des europäischen KI-Unternehmens Mistral. Just sorgte im Frühjahr für Schlagzeilen: Mistral übernahm das von ihm mitgegründete Linzer Startup Emmi AI (brutkasten berichtete).

„Unser Ziel ist es, Österreich und die CEE-Region noch stärker als attraktiven Investitions- und Innovationsstandort zu positionieren“, beschreibt Daniela Haunstein, Geschäftsführerin von invest.austria, die Mission der Konferenz.

Wo das Wachstumskapital herkommen soll

Neben der technologischen Ausrichtung steht die Mobilisierung von Wachstumskapital im Vordergrund. Dabei wird konkret die Rolle des geplanten österreichischen „Startup & Scale-Up Fund“ diskutiert. Ein eigenes Panel thematisiert, inwiefern Dachfonds als Brückenbauer die Finanzierungslücke zwischen Tech-Unternehmen und institutionellem Kapital schließen können.

Valentin Krenkel, stellvertretender Geschäftsführer von invest.austria, betont: „Ein leistungsfähiger Kapitalmarkt braucht mehr als nur die Finanzierung junger Startups. Von der ersten Wachstumsphase über die internationale Skalierung bis hin zu Unternehmensnachfolgen und erfolgreichen Exits spielt privates Kapital eine entscheidende Rolle. Genau diese Bandbreite wollen wir auf der invest.austria conference sichtbar machen.“

Details zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

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