21.02.2019

EU-Staaten winken neues Urheberrecht durch

Die meisten Staaten stimmten für das neue Urheberrecht. Nun ist ein Votum im EU-Parlament die finale Hürde für die umstrittene Reform.
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(c) artjazz - fotolia.com: Die EU setzt auf neue Regelungen.

Die umstrittene Reform des EU-Urheberrechts hat eine weitere wichtige Hürde genommen. Nachdem sich vergangene Woche die drei EU-Institutionen auf das Paket geeinigt hatten, stimmten am Mittwoch im Ministerrat auch die meisten EU-Mitgliedsstaaten dafür.

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Einzig Niederlande, Luxemburg, Finnland, Italien und Polen stimmten dagegen, wie die Piraten-Europaabgeordnete Julia Reda via Twitter verkündete.

Die fünf Länder erläutern in einer gemeinsamen Erklärung, warum sie gegen die Reform stimmten. Darin heißt es unter anderem, dass die Richtlinie nicht die richtige Balance zwischen dem Schutz der Rechteinhaber und den Interessen der EU-Bürger und Unternehmen herstelle.

Nun hängt es vom EU-Parlament ab, ob das neue Urheberrecht in seiner vorliegenden Form in Kraft tritt. Die Abstimmung wird laut einem Bericht von Spiegel Online voraussichtlich Ende März stattfinden. Wenn das Parlament dagegen stimmt, wird es wohl nach der Europawahl im Mai einen weiteren Anlauf für die Reform geben.

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deltaVision beschäftigt heute 125 Mitarbeitende © deltaVision

Das 2022 gegründete Münchner Unternehmen deltaVision hat in seiner ersten Finanzierungsrunde 10,2 Millionen Euro eingesammelt. Wie das Startup mitteilt, wird die Runde von KT Ventures und Valemount Capital angeführt. Zudem beteiligen sich Futury Capital sowie weitere private Investor:innen über ein Investitionsvehikel.

Skalierung im Münchner Werk

Nach eigenen Angaben wirtschaftet deltaVision seit der Gründung profitabel und beschäftigt mittlerweile 125 Mitarbeitende in einem ehemaligen Siemens-Werk in der Münchner Innenstadt. Das frische Kapital soll vor allem in den Kapazitätsausbau fließen, um die Produktion von Ventilen und Antriebskomponenten auf 5.000 Einheiten pro Jahr zu steigern. Parallel dazu will das Unternehmen Technologien für das orbitale Betanken von Raumfahrzeugen weiterentwickeln.

„Wir setzen auf ein offenes und interoperables Ökosystem für In-Orbit-Services, statt auf ein Modell, bei dem am Ende ein einzelner Anbieter den gesamten Markt beherrscht.“, wird CEO und Mitgründer Alex Plebuch in einer Mitteilung des Unternehmens zitiert. Ein offenes Ökosystem vergrößere den Gesamtmarkt erheblich, wovon alle Akteure profitierten, heißt es weiters.

Expansion nach Frankreich und in die USA

Neben der Kapazitätserweiterung in Deutschland plant das Startup den Aufbau von Forschung und Produktion in Frankreich über eine neu gegründete Tochtergesellschaft. Kurzfristig soll zudem eine eigene Ventilproduktion in den USA entstehen, um den dortigen Markt direkt zu bedienen.

Das Unternehmen beliefert laut eigenen Angaben mehr als 60 Kund:innen weltweit, darunter die Europäische Weltraumorganisation (ESA) für das Mondlander-Projekt „Argonaut“. Johannes Pichler von Lead-Investor KT Ventures begründet den Einstieg wie folgt: „Wir investieren nicht in ein Versprechen, sondern in ein profitables Geschäftsmodell mit enormem Rückenwind und internationalen Wachstumschancen.“

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