02.07.2025
FTI

EU-Kommission präsentiert Quantenstrategie – Zusammenarbeit mit Startups geplant

Als eine der Maßnahmen nennt die EU-Kommission die Errichtung einer europäischen Akademie für Quantenkompetenzen. Zudem sollen auch Startups eingebunden werden.
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Neuer 2 Milliarden Euro EU-Technologie-VC-Fonds - EIC-Fonds
(c) Adobe Stock - Grecaud Paul

Die Europäische Kommission hat heute ihre „Quantum Europe Strategy“ präsentiert. Europa soll bis 2030 „zum globalen Vorreiter im Quantenbereich“ werden, heißt es in einer Aussendung der EU-Kommission. Die neue Agenda solle „ein widerstandsfähiges, souveränes Quantenökosystem fördern, das Startups wachsen lässt und bahnbrechende Wissenschaft in marktreife Anwendungen überführt.“

Die geplanten Maßnahmen

Im Zentrum des Programms stehen zahlreiche Maßnahmen. Dazu zählen beispielsweise sechs Quantenchip-Pilotlinien. Diese sollen mit bis zu 50 Mio. Euro an öffentlichen Mitteln unterstützt werden, um wissenschaftliche Prototypen in herstellbare Produkte umzuwandeln. Weiters vorgesehen ist der Ausbau des Netzwerks von Quantenkompetenzclustern in der gesamten EU und die Einrichtung einer Europäischen Akademie für Quantenkompetenzen bis 2026.

Die Kommission rechnet damit, dass der weltweite Quantenmarkt bis 2040 ein Volumen von rund 155 Milliarden Euro erreicht und in der EU mehrere tausend hochqualifizierte Arbeitsplätze schafft. Die Kommission hat zudem angekündigt, eng mit den Mitgliedstaaten, einschließlich Hochschulen, Startups, Industrieakteuren und Innovationsakteuren und ihren Vertreter:innen, zusammenarbeiten, um die Ziele der Strategie in die Tat umzusetzen.

Erste Reaktionen aus Österreich

Heimische Politik und Wirtschaft begrüßen den Brüsseler Fahrplan. Innovationsminister Peter Hanke spricht von einer „Chance, Österreichs Spitzenposition zu festigen“. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner verweist auf österreichische Pionierarbeit in Quantenkommunikation und -metrologie, während IV-Präsident Georg Knill den Fokus auf Kommerzialisierung unterstützt und betont, dass „bahnbrechende Innovationen in weltweit erfolgreiche Produkte übersetzt werden müssen“.

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Geschätsführer Christian Stranzinger | (c) Secu-Tech

Wenn Benzin, Öl und Diesel in die Umwelt gelangen, dann hat das oftmals katastrophale Auswirkungen für das Ökosystem. Allein in Deutschland sind laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) im Jahr 2025 rund 5,9 Millionen Liter wassergefährdender Stoffe unkontrolliert in die Umwelt ausgetreten, davon verblieben rund 2,4 Millionen Liter der ausgetretenen Stoffe in der Natur. Secu-Tech aus dem Bezirk Baden möchte dem entgegenwirken und entwickelte ein System, genannt Xpulse, durch das Fehlbefüllungen oder unkontrolliertes Austreten von Treibstoff während einer Tankwagenlieferung vermieden werden sollen. Die Firma aus Leobersdorf setzt dabei u. a. auf eine modulare Systemplattform für den ganzen Tankwagen – die weltweit erste ihrer Art.

Einzigartiger Aufbau

Durch den modularen Aufbau der Plattform sei es möglich, die schrittweise Modernisierung einer Flotte zu planen, denn zusätzliche Funktionen ließen sich als steckbare Module in die Plattform einbinden. „Bestehende Technik bleibt bei bestätigter Kompatibilität weiter nutzbar“, wie es per Aussendung heißt.

Die Plattform bringt Messung, Sicherheitsfunktionen und Bedienung direkt am Fahrzeug zusammen. Dabei setzt Secu-Tech auf verständliche Informationen und eine einfache Bedienung, die den Ablauf sicherer machen sollen. Zentrales Bindeglied zwischen Tankwagen und Bediener ist die Xpulse Core-Unit, also eine Art Computer, mit dem das System gesteuert wird. Das Projekt wird von der FFG gefördert.

„Mehr als 20 Jahre Erfahrung“

Secu-Tech entwickelt Systeme für die sichere Handhabung, Überwachung und Dokumentation von Flüssigkeiten und Gasen. Die Technik des Unternehmens ist an mehr als 5.000 Tankstellen und 500 Tankfahrzeugen im Einsatz. „Mehr als zwanzig Jahre Projekterfahrung fließen in Xpulse ein“, heißt es von Secu-Tech.

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