17.01.2019

eSports1: erster deutschsprachiger eSports-TV-Sender startet

24/7 Content über League of Legends, Dota 2, FIFA, Overwatch CS:GO und Co.! Unter anderem startet T-Mobile Austria/UPC am 24. Jänner die Übertragung des ersten deutschsprachigen eSports-TV-Senders mit Namen eSports1. Beim ersten Dota 2-Turnier "Chongqing Major" geht es um 1 Million Dollar Preisgeld.
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eSports1
(c) fotolia/Anton.

eSports sind auf dem weltweiten Vormarsch. PwC schätzt die jährliche Wachstumsrate für diesen Bereich auf 21,7 Prozent innerhalb der nächsten fünf Jahre. Newzoo sagt für 2020 ein weltweites Publikum von knapp 600 Mio. Zuschauern voraus. Kurzum: eSports hat das Potential, in absehbarer Zeit zu einem der wichtigsten Märkte der Welt zu werden. Den Trend erkennen offenbar auch Österreichs Konzerne wie A1 oder Redbull, die ihrerseits Ligen bzw. Events wie die A1 eSports League Austria und pLANet one auf die Beine stellten und so auf den eSports-Zug aufsprangen.

+++ Esports in fünf Jahren: Zweistellige Wachstumsraten bleiben +++

Sendestart am 24. Jänner

Nun verkündete T-Mobile Austria mit der Ausstrahlung des Kanals eSports1 (zu Sport1 gehörend) zu beginnen. Das erfolgt über UPC TV TOP ab dem 24. Jänner 2019. Dort können sich Fans 24/7 Content rund um die eSports-Klassiker League of Legends, Dota 2, FIFA, Overwatch und CS:GO ansehen. Das Programm soll sich aus Live-Berichterstattung von großen Events, Highlight-Sendungen und eigenproduzierten Magazinen zusammensetzen. Eine eigene eSports-Redaktion soll gemeinsam mit Experten und Influencern aus der deutschsprachigen Community Programminhalte erstellen, kuratieren und präsentieren.

eSports1 Start mit Dota 2-Turnier „Chongqing Major“

Erstes großes Highlight auf eSports1 wird das Dota 2-Turnier „The Chongqing Major“. Ab 25. Jänner überträgt der neue Sender das Event, bei dem die besten Dota 2-Teams der Welt um ein Preisgeld von einer Million Dollar matchen. Sogar außerhalb der eigenen vier Wände lässt sich eSports1 empfangen, nämlich mit der UPC TV App. Diese gibt es im iTunes Store, im Google Play Store und im Microsoft Store. Außerdem wird der Kanal auch über die Plattformen von Vodafone Deutschland, Telekom, Unitymedia, 1&1, A1 Telekom und Zattoo verbreitet.

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Das Bitpanda Headquarter in Wien © Bitpanda

Einen Vorgeschmack auf den nun veröffentlichten Jahresabschluss 2025 gab Bitpanda gleichsam vorauseilend bereits im März dieses Jahres – brutkasten berichtete. In den damals präsentierten Zahlen war nicht nur von einer Umsatzsteigerung die Rede, sondern auch von einem Sinken des „bereinigten EBITDA“ um 75 Prozent. Dieses sei von 52 Millionen Euro auf 13 Millionen Euro gefallen, hieß es vom Wiener Unicorn. Begründet wurde das mit „gezielten Investitionen“. Das Ergebnis unterm Strich ließ man im März aber aus.

Der nun vorliegende Jahresabschluss – wohlgemerkt jener der operativen Bitpanda GmbH mit Sitz in Wien und nicht der übergeordneten AG mit Sitz in der Schweiz – bringt nun Licht ins Dunkel. Und die damit veröffentlichte Gewinn- und Verlustrechnung zeichnet ein noch deutlich drastischeres Bild als die im März kommunizierten „bereinigten“ Zahlen. Nach fast 62 Millionen Euro Nettogewinn im Jahr 2024 standen demnach vergangenes Jahr rund 14 Millionen Euro Verlust zu Buche.

„Wir haben bewusst in unsere Expansion und den weiteren Ausbau der Marke Bitpanda investiert“

Auf brutkasten-Anfrage kommentiert Bitpanda kurz und knapp mit der aus dem Frühjahr bekannten Argumentation:

Das Jahr 2025 war für die Bitpanda GmbH ein Jahr strategischer Wachstumsinvestitionen. Gleichzeitig hat sich unser Kerngeschäft stark entwickelt, was sich in einer deutlichen Steigerung unserer Umsatzerlöse zeigt.

Wir haben bewusst in unsere Expansion und den weiteren Ausbau der Marke Bitpanda investiert. Diese Investitionen waren Teil unserer langfristigen Wachstumsstrategie und spiegeln sich erwartungsgemäß im Jahresergebnis wider.

Die Aussagen zum Umsatz lassen sich dabei so auch im nun vorgelegten Bericht ablesen: Tatsächlich stieg der ausgewiesene Umsatz von 2024 auf 2025 von 7,19 Milliarden Euro auf 7,72 Milliarden Euro. Der Anstieg fällt bereinigt sogar noch größer aus: 2024 waren noch rund 613 Millionen Euro aus Krypto-Verkäufen auf externen Börsen in den Umsatzerlösen enthalten, die seit 2025 saldiert im Materialaufwand ausgewiesen werden. Bei diesen Umsatzzahlen handelt es sich wohlgemerkt um den gesamten Verkaufserlös über die Plattform. Bitpanda gab bereits im März den auf Basis der Margen berechneten, deutlich kleineren „bereinigten Umsatz“ aus: Dieser stieg von 321 auf 371 Millionen Euro. Mit Abstand größter Umsatztreiber war laut Jahresabschluss das Kerngeschäft als Broker.

Deutlich höhere Marketingausgaben, Personalkosten sinken trotz Aufstockung

Auch die Aussage, die sich auf den Nettoverlust von immerhin rund 14 Millionen Euro bezieht, deckt sich prinzipiell mit den Zahlen im Jahresabschluss. Tatsächlich stieg der Marketingaufwand um rund 56 Prozent auf fast 107 Millionen Euro. Auch die Beratungskosten legten von knapp 14 Millionen auf rund 22 Millionen Euro zu. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (FTE) wuchs zwar von 486 auf 555. Jedoch interessant dabei: Der Personalaufwand ging trotz der Aufstockung leicht zurück, von 78,6 auf 75,1 Millionen Euro. Gestiegen ist hingegen der Aufwand für Mitarbeiterüberlassung, von 5,4 auf 8,1 Millionen Euro.

Dass man (wohl dennoch nicht ganz beabsichtigt) recht deutlich in die roten Zahlen rutschte, hängt aber auch mit Faktoren zusammen, die im offiziellen Bitpanda-Statement unerwähnt bleiben. Operativ blieb Bitpanda 2025 noch knapp im Plus: Der Betriebserfolg lag bei 4,1 Millionen Euro, nach 80 Millionen Euro im Vorjahr. Ins Minus drehte das Ergebnis erst durch das Finanzergebnis von minus 18,3 Millionen Euro. Dahinter stehen Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 14,4 Millionen Euro sowie ein Zinsaufwand von 4,9 Millionen Euro, nach nur 0,2 Millionen Euro im Jahr 2024. Zu Buche stehen außerdem teilweise gestiegene Handelsverluste und ein deutlich höheres Minus in der Intercompany-Verrechnung, das von 13 auf knapp 36 Millionen Euro anwuchs.

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