23.06.2025
SPACETECH

ESA Phi-Lab Austria: Erste Zwischenbilanz zum ersten Geburtstag

Das ESA Phi-Lab Austria am Flughafen Wien-Schwechat eröffnete vor etwas mehr als einem Jahr. Nun wurden erste Zahlen und weitere Pläne präsentiert.
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ESA Phi-Lab Austria hat ersten Geburtstag: vlnr.: Gate Space-Gründer Moritz Novak, Enpulsion-CEO Alexander Reissner, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher, LH Stv. Stephan Pernkopf und Gate Space-Gründer Carsten Scharlemann | (c) NLK Burchhart
vlnr.: Gate Space-Gründer Moritz Novak, Enpulsion-CEO Alexander Reissner, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher, LH Stv. Stephan Pernkopf und Gate Space-Gründer Carsten Scharlemann | (c) NLK Burchhart

Es war vor etwas mehr als einem Jahr das erste seiner Art von insgesamt zwölf in Europa: Das ESA Phi-Lab Austria am Flughafen Wien-Schwechat – brutkasten berichtete damals. Neben der ESA sind noch einige weitere Akteure beteiligt: Umgesetzt wird das Phi-Lab von Accent, dem Technologie-Inkubator des Landes Niederösterreich, gemeinsam mit den Partnern tecnet, Brimatech und Enspace.

ESA Phi-Lab Austria: Fünf Projekte im ersten Jahr, 2,5 Mio. Euro Fördersumme zugesagt

Seit dem Start hat sich einiges getan. So wurde etwa bereits der erste Fördercall im Rahmen des Labs umgesetzt, wie brutkasten berichtete. Nun wurde anlässlich des ersten Geburtstags eine erste Zwischenbilanz präsentiert, sowie weitere Pläne kommuniziert. Demnach wurden im ersten Jahr fünf SpaceTechs durch das ESA Phi-Lab Austria gefördert, darunter Peak Technology und Gate Space, das kürzlich den geplanten ersten Einsatz seines Triebwerks im All verkündete. Insgesamt wurden 2,5 Millionen Euro Fördermittel zugesagt.

ESA-Generaldirektor: „Geht mehr und mehr um einen strategischen Faktor“

ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher betont in seinem Statement die strategische Bedeutung: „Das ESA Phi-Lab Austria verkörpert unsere Strategie 2040, in der Innovation, wirtschaftliche Relevanz und europäische Zusammenarbeit im Mittelpunkt stehen.“ Das Wachstum der Weltraumwirtschaft betrage zehn Prozent pro Jahr und der Wirtschaftssektor werde von derzeit weltweit 500 Milliarden Euro auf 1,8 Billionen Euro wachsen. „Zudem geht es mehr und mehr um einen strategischen Faktor in einer angespannten geopolitischen Situation“, so Aschbacher.

Aktueller Call mit mehr Fokus auf Skalierbarkeit

Entsprechend gibt es auch im ESA Phi-Lab Austria weitere Ausbaupläne. Der aktuelle Call lege verstärktes Augenmerk auf wirtschaftliche Skalierbarkeit, Industrialisierung und klare Marktpotenziale, heißt es in einer Aussendung. Auch die Internationalisierung schreite voran. So gebe es „gezielte Aktivitäten Richtung Bratislava, Brünn und dem grenznahen Raum“.

Mikl-Leitner: Neuer Fördercall über 1,5 Mio. Euro vom Land Niederösterreich

Man arbeite intensiv daran, dass Niederösterreich ein Hotspot der europäischen Weltraum-Wirtschaft wird, sagt Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie betont auch zusätzlich die Wichtigkeit des Standorts Wiener Neustadt bei den niederösterreichischen SpaceTech-Bestrebungen. „Wir setzen auch weiterhin auf Expansion – mit einem Fördercall über 1,5 Millionen Euro für mindestens fünf Programme, darunter eine Fertigungsstätte für Prototypen am Flughafen in Schwechat und ein Coworking-Space für Unternehmen aus Wiener Neustadt. Pro Projekt unterstützt das Land Niederösterreich mit bis zu 300.000 Euro“, so die Landeshauptfrau.

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Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Innovationsminister Peter Hanke (Archivbild) | (c) BKA/Paul Gruber
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Sie wird regelmäßig als möglicher Hebel genannt, um Startups abseits von klassischen Förderungen staatlich zu unterstützen: die öffentliche Beschaffung. Gleichzeitig wird kritisiert, dass diese oft nicht die kommunizierten Zielsetzungen, etwa in der Stärkung der heimischen Innovationslandschaft, widerspiegelt. Das will die österreichische Bundesregierung nun mit einem „nationalen Aktionsplan Strategische Öffentliche Beschaffung“ ändern, der bis Jahresende unter Federführung von Wirtschafts- und Innovationsministerium ausgearbeitet werden soll.

Öffentliche Auftraggeber stärker als Erst- und Referenzkunden für Startups etablieren

Der Aktionsplan soll „als Handlungsleitfaden für den Bund, seine Beteiligungen sowie weitere öffentliche Auftraggeber dienen“. Ziel sei es, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und europäische Wertschöpfung stärker in Beschaffungsprozessen zu verankern. Ein besonderer Schwerpunkt liege darauf, öffentliche Auftraggeber stärker als Erst- und Referenzkunden für innovative Unternehmen und Startups zu etablieren. Damit sollen „neue Technologien schneller zur Marktreife gelangen und zusätzliche Impulse für Wachstum und privates Kapital entstehen“.

Hanke: „Das Billigstbieterprinzip ist in dieser Form nicht mehr zeitgemäß“

Innovationsminister Peter Hanke führt aus: „Mit rund 70 Milliarden Euro jährlich verfügt der Staat über enorme Gestaltungskraft. Diese wollen wir künftig gezielt einsetzen, um Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen, die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts zu stärken und europäische Souveränität auszubauen.“

Hier gelte es neue Wege zu gehen: „Das Billigstbieterprinzip ist in dieser Form nicht mehr zeitgemäß. Wir brauchen eine Beschaffung, die europäische Souveränität und Innovationskraft in den Vordergrund stellt“, so Hanke. Der Staat soll dabei „als Ankerkunde vorangehen“ und innovativen Unternehmen die Möglichkeit geben, ihre Lösungen erstmals im Markt einzusetzen. „Das stärkt unsere Startups, schafft heimische Wertschöpfung und macht Österreich technologisch unabhängiger“, meint der Minister. Bundesbeteiligungen wie die ÖBB und ASFINAG seien dabei bereits Vorreiter. Ziel sei es, dass die Republik ihre Rolle als Eigentümer konsequenter ausbaue.

Und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer ergänzt: „Der Staat soll nicht nur einkaufen, sondern Innovationen den Weg in den Markt ebnen. Wenn die öffentliche Hand als Erst- und Referenzkunde vorangeht, schaffen wir Marktchancen für heimische Unternehmen, stärken europäische Wertschöpfung und machen aus Innovation schneller wirtschaftlichen Erfolg. Genau diesen Paradigmenwechsel treiben wir jetzt voran.“

Spinoff-Gründungen als konkrete KPI für „Austrian Quantum Cluster“

Zeitgleich geben die beiden Minister per Aussendung auch ein Update zu weiteren Maßnahmen im Bereich der in der Industriestrategie 2035 (brutkasten berichtete) definierten Schlüsseltechnologien. In der AI Factory Austria seien demnach 53 von insgesamt 80 Millionen Euro Projektkosten als Investition in einen Supercomputer vorgesehen, der kommendes Jahr in Wien in Betrieb gehen soll.

Zudem nennen die Ministerien einige KPIs für den „Austrian Quantum Cluster“, in den heuer 30 Millionen Euro aus dem Fonds Zukunft Österreich fließen (brutkasten berichtete). Demnach soll der „erste Megacluster Österreichs“ unter der Ägide von aws (Austria Wirtschaftsservice), FFG (Forschungsförderungsgesellschaft), CDG (Christian Doppler Forschungsgesellschaft) und FWF (Wissenschaftsfonds) etwa mindestens fünf Spinoffs hervorbringen und mindestens acht Millionen Euro Folgeinvestitionen für Startups bzw. Scaleups hebeln. „Wir wollen Quantentechnologie nicht nur erforschen, sondern in Österreich entwickeln, produzieren und vermarkten. Unser Ziel ist klar: Aus Spitzenforschung soll Spitzenindustrie werden“, kommentiert Hattmannsdorfer. Dabei setze man auf „Fokus statt Gießkanne“.

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