21.01.2021

Erstes FinTech in Regulatory Sandbox der FMA aufgenommen

Die Österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat das erste FinTech in die Regulatory Sandbox aufgenommen. Das FinTech arbeitet an einer Lösung zum Handel von Security Tokens, der Name wurde allerdings nicht genannt.
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FMA
Der Sitz der FMA im 9. Bezirk in Wien | (c) FMA/LinkedIn

Seit 1. September 2020 können sich FinTechs für die Regulatory Sandbox der österreichischen Finanzmarktaufischt (FMA) bewerben – der brutkasten berichtete über die Aufnahmekriterien. Nach rund viereinhalb Monaten ist es nun soweit: Wie die FMA am Donnerstag in einer Aussendung bekannt gab, wurde das erste FinTech in die Regulatory Sandbox aufgenommen.

Handel von Security Token

Um welches FinTech es sich konkret handelt, wurde allerdings nicht kommuniziert. Auf Rückfrage des brutkastens heißt es von einem Sprecher der FMA: „Dies erfolgt in einer späteren Phase“.

In der Aussendung wird allerdings der Tätigkeitsbereich genannt: „Das erste FinTech, das in die Sandbox aufgenommen wurde, will eine App für den Handel von Security Token, digitalen Wertpapieren auf Basis der Blockchain-Technologie, anbieten“.

Dabei werden laut FMA Kauf- und Verkaufsaufträge bilateral vermittelt sowie Portfolio Management und Anlageberatung angeboten. Hinzu sollen Dienstleistungen in Bezug auf virtuelle Währungen kommen.

Konzession als Wertpapierfirma

Weiters heißt es: „Die Antragstellerin strebt eine Konzession als Wertpapierfirma sowie eine Registrierung als Dienstleister in Bezug auf virtuelle Währungen an.“

Die FMA erläutert weiters, dass das FinTech bereits während der Testphase gegenüber Kunden alle regulatorischen Anforderungen zu erfüllen hat. Zudem betont die FMA, dass in der Sandbox FinTechs nur mit behördlicher Erlaubnis konzessions- oder registrierungspflichtige Finanzdienstleistungen anbieten dürfen.


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Erst im August dieses Jahres wurde die Early-Stage-Investment-Firma „Traxit“ vom ehemaligen Tractive-Führungsteam gegründet (brutkasten berichtete). Nun investiert das 19-köpfige Team rund um Wolfgang Reisinger und Michael Hurnaus in 7hauben, einem oberösterreichischen Kochkurs-Startup. Die Finanzierungsrunde liege im mittleren sechsstelligen Bereich.

„Hochwertige Inhalte und ein skalierbares Abo-Geschäftsmodell“

„7hauben hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sich hochwertige digitale Inhalte und ein skalierbares Abo-Geschäftsmodell erfolgreich verbinden lassen. Das starke Wachstum, die konsequente Weiterentwicklung des Produkts und die klare internationale Perspektive haben uns überzeugt. Wir freuen uns, das Team bei der nächsten Wachstumsphase zu begleiten“, sagt Michael Hurnaus, Mitgründer von Tractive und Investor bei Traxit.

Übernahme von Vegan Masterclass

Parallel zu der Investition übernimmt 7hauben die deutsche Vegan Masterclass, eine digitale Kochschule für pflanzenbasierte Küche, sowie das Weiterbildungsangebot der vefa Fernschule für pflanzliche Kulinarik. Mit der Akquisition wachse das Kursangebot auf mehr als 150 Online-Kochkurse.

„Mit Vegan Masterclass übernehmen wir eine starke Marke mit herausragenden Inhalten und einer Community, die für hochwertige pflanzliche Küche begeistert ist. Wir sehen enormes Potenzial, die Plattform mit unserer Erfahrung in Marketing, Technologie und Kursproduktion weiterzuentwickeln“, sagt Johannes Sailer, Geschäftsführer von 7hauben.

Die Zusammenarbeit mit Vegan-Masterclass-Gründer Sebastian Copien werde fortgesetzt und das deutsche Unternehmen als eigenständige Marke weitergeführt. 7hauben plant, das Angebot durch zusätzliche Kursproduktionen, gezieltes Marketing und technologische Weiterentwicklungen auszubauen. Dabei sollen insbesondere Synergien bei der Videoproduktion, Vermarktung und Plattformtechnologie genutzt werden.

Wachstum um „knapp 40 Prozent“

Der Umsatz von 7hauben liege „um knapp 40 Prozent“ über jenem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Bis Jahresende peile man mehr als drei Millionen Euro wiederkehrenden Jahresumsatz (ARR) an. Insgesamt sollen bisher mehr als 100.000 zahlende Kund:innen das Angebot von 7hauben genutzt haben. Besonders stark entwickle sich die Neukundengewinnung mit einem Plus von nahezu 70 Prozent. In Zukunft möchte man zunehmend internationaler werden.

„Unser Ziel ist es, hochwertiges Kochwissen weltweit zugänglich zu machen. Wir wollen sowohl durch strategische Übernahmen als auch durch die internationale Expansion die nächsten Wachstumsschritte setzen“, erklärt Sailer.

 

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