20.04.2026
ROBOTICS

Erster Robotics Hub Österreichs: TU-Club trifft auf enorme Nachfrage

Innerhalb von nur zehn Stunden meldeten sich hunderte Interessierte beim TU Wien Robotics Club. Jetzt folgt mit Österreichs erstem Robotics Hub im "Home of Innovation" der nächste große Schritt.
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Das Team des TU Wien Robotics Club (c) brutkasten

„Wir haben gesehen, dass es beim TU-Ökosystem in Bezug auf studentisches Engagement noch Luft nach oben gibt“, sagt Co-Founder Niklas Hammouda. Der TU Wien Robotics Club (TUWRC) treibt aktuell den Aufbau des ersten österreichischen Robotics Hubs voran: Im Wiener „Home of Innovation“ entsteht ein 200 Quadratmeter großer Makerspace für Studierende, Startups und Unternehmen. Wie groß der Bedarf ist, zeigte sich bereits kurz nach der Gründung Anfang des Jahres. Innerhalb von zehn Stunden meldeten sich rund 250 Interessierte bei den Co-Foundern Niklas Hammouda und Arthur Handler.

Vom Hackerspace zum 200 m² Robotics Hub

Aktuell arbeitet der Club in einem 50 Quadratmeter großen Hackerspace, der in Kooperation mit dem „Home of Innovation“ eingerichtet wurde. Doch die Kapazitätsgrenzen sind längst erreicht. Etwa 60 Studierende sind derzeit aktiv in Projekte eingebunden, während über 60 weitere Anfragen auf der Warteliste stehen. Um allen Interessierten praktische Projektarbeit zu ermöglichen, verfolgt der Club nun eine ambitionierte Expansionsstrategie.

Ab Juli übernimmt der Club eine 200 Quadratmeter große Lagerhalle im „Home of Innovation“. Geplant ist ein Makerspace, der mit professionellem Equipment wie CNC-Maschinen, Drehbänken und 3D-Druckern ausgestattet ist. Dieser Hub soll nicht nur dem studentischen Nachwuchs dienen, sondern auch als Anlaufstelle für DeepTech-Startups fungieren, die dort Coworking-Plätze und technische Infrastruktur finden.

Internationaler Hype & Unterstützung von Klinger, Hansmann und Co.

Parallel zum lokalen Wachstum profitiert der Club auch von einem internationalen Trend. Vor wenigen Wochen beteiligte sich der Club am Launch der „European Student Robotics Association“ (ESRA), ein Verbund, dem auch renommierte Organisationen wie der ETH Robotics Club und die Robotum der TU München angehören.

Andreas Klinger zu Besuch im Home of Innovation

Und die Strahlkraft dieses Netzwerks ist enorm: Laut Angaben des Clubs meldeten sich bereits kurz nach dem Launch internationale Branchengrößen mit Kooperationsanfragen. Auch namhafte österreichische Investoren und Business Angels wie Andreas Klinger, Noctua Science Ventures, die Hans(wo)men Group sowie Hubert Rhomberg unterstützen bereits das Vorhaben.

Ein Geschäftsmodell für Talente und Forschung

Trotz des großen Interesses bleibt die zukünftige Finanzierung der fortlaufenden Projekte eine zentrale Herausforderung. Hardware-Projekte in der Robotik sind kostspielig. Pro Projekt fallen aktuell mindestens 2.000 bis 2.500 Euro an. Um den Hub nachhaltig zu betreiben, setzt das Team auf den Aufbau eines Corporate-Konsortiums.

Der Mehrwert für Kooperationspartner liegt laut Club-Führung klar auf der Hand: Zugang zu einem Pool von hochqualifizierten Talenten und die Möglichkeit für Research-Kooperationen. Studierende können Machbarkeitsstudien durchführen, die für Unternehmen aufgrund hoher Personalkosten oft unrentabel wären. „Wir wollen eine Anlaufstelle für Leute sein, die wirklich etwas bauen wollen“, betont Hammouda.

Projekte mit Realitätsbezug

Bereits die aktuelle Projektliste des Clubs unterstreicht den hohen technischen Anspruch. Unter dem Motto „Applied AI Robotics“ arbeiten die Mitglieder unter anderem an einem Full-Scale Humanoiden-Roboter, einem autonomen Erntesystem für Basilikum sowie an Pick-and-Place-Drohnen. 

Mit dem geplanten Robotics Hub entsteht derzeit also ein neuer Baustein im Wiener DeepTech-Ökosystem. Während viele institutionelle Initiativen langfristig angelegt sind, wächst der TU Robotics Club organisch, getrieben von studentischer Nachfrage und internationalem Interesse. Ob sich daraus ein nachhaltiger Standortvorteil für Österreich entwickelt, wird sich zeigen. Das Momentum ist jedenfalls da.

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Marie-Therese Barth und Florian Moosbeckhofer | (c) We Are Unicorns
Marie-Therese Barth und Florian Moosbeckhofer | (c) We Are Unicorns

„Wir wollen Lust auf Zukunft machen, zeigen, dass KMU bereit sind für die Transformation und sie dabei an der Hand nehmen“, sagt Florian Moosbeckhofer im brutkasten-Talk. Gemeinsam mit Marie-Therese Barth hat er nun in Wien das Unternehmen We Are Unicorns gegründet. Die beiden arbeiteten zuvor knapp sieben Jahre lang in der Wirtschaftskammer zusammen – unter anderem an der „Innovation Map“. Aus dieser gemeinsamen Zeit kenne man die Bedürfnisse der kleinen und mittleren Unternehmen genau, sagt Barth.

„Ziellosigkeit“ als Ausgangslage

Und heimische Betriebe würden aktuell massiv unter Druck stehen. Die Energiewende, der Fachkräftemangel und die rasche Digitalisierung würden den Geschäftsalltag tiefgreifend verändern. Den Unternehmen fehlt dabei für weitreichende Strategieprozesse nach Erfahrung von Barth oft schlichtweg die Zeit. „Viele KMU suchen nach Wegen zur Zukunftsgestaltung und stehen dabei häufig vor einer gewissen Ziellosigkeit“, erklärt die Co-Gründerin. „Sie wissen, sie müssen etwas tun, wissen aber nicht, wie sie anfangen sollen“.

„Innovationsabteilung as a Service“

Genau diese Lücke möchte We Are Unicorns mit dem sogenannten Future Radar schließen, dessen Oberfläche optisch an die genannte „Innovation Map“ erinnert. Das kostenfreie digitale Werkzeug soll den Betrieben 55 handfeste Chancen für den eigenen unternehmerischen Erfolg aufzeigen. „Es ist ein Zukunftsradar, das sehr klar und greifbar konkrete Chancen zeigt, die KMU direkt ergreifen können“, betont Moosbeckhofer. Ein eigens entwickelter KI-Assistent ergänzt das Programm. Dieser Helfer ordnet relevante Themen ein und leitet daraus konkrete nächste Schritte für das jeweilige Unternehmen ab. Das Gründerteam versteht sich dabei als unmittelbare, zusätzliche Ressource für die Betriebe. „Wir fungieren ein bisschen als Innovationsabteilung as a Service“, beschreibt Barth den Ansatz. „Wir kommen in den Betrieb und arbeiten gemeinsam mit dem Team, denn jedes Unternehmen ist selbst Experte in der eigenen Branche“.

Verbindung mit Startups als wichtiger Baustein

Besondere Gelegenheiten für derartige Innovationen entstehen nach Beobachtung des Gründer:innen-Duos bei Betriebsübergaben. Tausende Familienunternehmen stehen in den kommenden Jahren vor einer solchen Nachfolgesituation. „Das sind oft Fenster, die sich im betrieblichen Ablauf öffnen, um Dinge neu zu denken“, schildert Moosbeckhofer seine Erfahrungen aus der Beratungspraxis. Das Team sieht hier hohes Potenzial in einer gezielten Zusammenarbeit mit Startups. Junge Technologieunternehmen bringen nach Überzeugung von Moosbeckhofer häufig völlig neue Lösungen mit. Die etablierten Betriebe bieten den Startups im Gegenzug Verbindlichkeit und Marktzugang. „Für Startups sind KMU extrem gut, weil sie Traktion am Markt und eine hohe Verbindlichkeit haben“, führt Moosbeckhofer aus.

„Wieder positive Narrative nach vorne holen“

Dieser Weg in die Zukunft gelingt für alle Akteur:innen nach Ansicht der Gründer:innen am besten mit einer positiven Grundeinstellung. „Destruktives Jammern“ löse eine negative Spirale aus und bremse die Gestaltungskraft, meint Barth. Sie verweist dabei auf Erkenntnisse aus der Hirnforschung, wonach Jammern einen ähnlichen Effekt im Gehirn auslöse wie eine Sucht. „Wir müssen schauen, dass wir wieder positive Narrative nach vorne holen“, fordert sie daher. Es brauche einen bewussten Perspektivenwechsel. „Unsere Zukunft ist positiv und wir können stolz darauf sein“.

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