09.07.2018

Erster Esport Summit in Österreich angekündigt

Drei Esports-Spezialisten der heimischen Szene veranstalten am 7. September 2018 das erste ganztägign Informations- und Networking-Event in Sachen Esports - den Esport Summit. Veranstaltungsort ist das Wiener Headquarter von A1.
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Esport Summit im A1 Headquarter
(C) Cihan Kadir

„Es gibt zahlreiche Anfragen heimischer Firmen, die etwas im Esports machen wollen, aber die wenigsten wissen, welche Möglichkeiten es gibt und was für die einzelnen Akteure überhaupt sinnvoll ist,“ erklärt Mag. Alexander Amon, langjähriger Beobachter der Szene und schon seit 2015 als Berater in Sachen Esports tätig. „Das Esport Summit soll diese Fragen beantworten.“

+++ Blockchain Meetup: HERO über den Beta-Launch und Esports-Potenzial +++

Das Organisations-Team komplettieren Philipp Stockinger und Gabriel Schwarzinger. Stockinger ist Vize-Obmann von Austrian Force Esports, Österreichs größtem Esports-Verein und Veranstalter mehrere Esports-Events der jüngeren Vergangenheit. Schwarzinger ist langjährig im Social Media Bereich tätig und u.a. für die technische Leitung des Projekts verantwortlich.

Österreich fit für Esports machen

Das Millionenbusiness Esports ist seit Jahrzehnten weltweit ein wachsender Markt. In Österreich haben Firmen wie willhaben, A1 oder das Wiener Startup HERO die Zeichen der Zeit erkannt. Die breite Akzeptanz fehlt aber noch. Hier soll auf dem Summit Aufklärungsarbeit betrieben werden und Know-how aus dem In- und Ausland für Interessierte zur Verfügung gestellt werden. Wie investiere ich in den Markt? Welche Ansätze funktionieren und welche nicht?

In Form von Panels und Vorträgen, wird man sich ein gutes Bild von der heimischen, aber auch internationalen Szene machen können. Am Nachmittag werden Workshops sowie Vorträge die Zusammenarbeit zwischen Community und Firmen als Schwerpunkt haben.

Esport Summit Anfang September

Mit der Zusage von A1 die Location zur Verfügung zu stellen, ist aktuell die Partner- und Sponsorensuche das im Fokus stehende Ziel. Stockinger: „Wir haben jetzt schon so viel positives Feedback bekommen, dass ich sehr zuversichtlich bin, dass wir mit einem starken Partner-Lineup mit dieser Event-Reihe starten können.“ Bei Erfolg soll das Summit zu einer regelmäßigen Instanz der heimischen Szene werden und als wichtigstes Networking-Event für alle Beteiligten eine Bereicherung darstellen.

Der Ticket-Verkauf ist dieser Tage gestartet. Weitere Informationen zu den Vortragenden folgen in den nächsten Wochen.

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Das Bitpanda Headquarter in Wien © Bitpanda

Sie machte Wien zum beliebten Standort für die EU-Niederlassungen internationaler Krypto-Unternehmen: die EU-Kryptoregulierung MiCAR. Denn die heimische Finanzmarktaufsicht FMA genießt den Ruf, bei der Erteilung der für das Krypto-Geschäft in der EU notwendigen MiCAR-Lizenz hart, aber fair zu sein.

FMA: „MiCAR auch im Enforcement angekommen“

Nach einigen Meldungen rund um die Erteilung solcher Lizenzen – und in einem Fall einer vorübergehenden Sanktionierung – in den vergangenen Monaten, erfolgte nun erstmals die Verhängung einer Strafe wegen eines MiCAR-Verstoßes durch die FMA. „Damit wird sichtbar, dass die MiCAR nicht mehr nur ein Konzessions- und Aufsichtsthema ist, sondern auch im Enforcement angekommen ist“, heißt es von der Behörde in einer Aussendung dazu.

Termin-Fehler und fehlende Telefonnummer und Mail-Adresse

Getroffen hat es ausgerechnet Österreichs Krypto-Regulatorik-Musterschüler Bitpanda. Konkret machte das Wiener Unicorn bei der Veröffentlichung eines Whitepapers im Zuge eines Token-Launchs im vergangenen Jahr einige Termin- bzw. Formfehler, wie aus der Bekanntmachung der FMA hervorgeht: Das Whitepaper hätte laut Regelwerk bis spätestens 20 Werktage vor Veröffentlichung an die FMA übermittelt werden müssen, was nicht passierte; eine Marketingmitteilung zum Whitepaper wurde unerlaubterweise bereits vor dessen Veröffentlichung verbreitet; und in einer weiteren Marketingmitteilung fehlten ein Disclaimer, eine Telefonnummer und eine Mail-Adresse.

„Unmittelbar nach dem behördlichen Hinweis in Abstimmung mit der FMA behoben“

70.000 Euro Strafe wurden letztlich verhängt. Seitens Bitpanda stellt man auf brutkasten-Anfrage klar: „Alle von der FMA aufgezeigten Punkte wurden jeweils unmittelbar nach dem behördlichen Hinweis in Abstimmung mit der FMA behoben. Wir haben uns für eine rasche, einvernehmliche Beendigung des Verfahrens entschieden. Die Veröffentlichung erfolgte nach dem österreichischen MiCA-Vollzugsgesetz. Das Verfahren ist damit abgeschlossen.“

Zudem betont man beim Scaleup: „Kundengelder, die Sicherheit unserer Plattform oder die Integrität des Bitpanda-Ökosystems waren zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Aus den beanstandeten Punkten ist unseren Kundinnen und Kunden kein finanzieller Schaden entstanden.“

Analyse: Musterschüler als erster Bestrafter als falsches Signal

Das genau Bitpanda die erste Strafe auf MiCAR-Basis ausfasst, ist nachvollziehbar und könnte dennoch ein falsches Signal aussenden. Als größter heimischer Player, der in seinen Prozessen eng mit der FMA zusammenarbeitet, überrascht es nicht, dass gelegentlich Formfehler nicht nur passieren sondern auch unmittelbar bemerkt werden. Indessen sind einige große internationale Player weiterhin ohne MiCAR-Lizenz am heimischen Markt aktiv und entziehen sich erfolgreich der Strafverfolgung. Dass der Formfehler durch die FMA verfolgt wird ist korrekt und konsequent; dass ausgerechnet Bitpanda damit zum Exempel wird, wird den großen regulatorischen Themen am Krypto-Markt aber nicht gerecht.

In der Aussendung der FMA äußert man sich zu dieser Thematik indirekt und gewohnt sachlich: „Der Umstand, dass es sich um den ersten veröffentlichten MiCAR-Fall handelt, begründet für sich genommen keine Sonderstellung des betroffenen Unternehmens oder der festgestellten Verstöße.“

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