14.12.2022

Google Pay: Erste Bank launcht mobile Bezahlfunktion

Als erste österreichische Großbank führt die Erste Bank “Google Pay” ein. Die mobile Bezahlfunktion kann sowohl mit Smartphones als auch mit Smartwatches verwendet werden. Voraussetzung für die Nutzung ist eine Sparkassen Kredit- oder Debitkarte sowie ein Mobilgerät mit Android Betriebssystem.
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(c) Adobe Stock - nikkimeel

Bis vor kurzem wurde Google Pay von keiner einzigen Großbank in Österreich unterstützt. Und das, obwohl die drahtlose Bezahlfunktion von Google schon vor einem Jahr in Österreich gelauncht wurde. Für Kund:innen der Erste Bank und Sparkasse hat das Warten nun ein Ende, denn ab sofort können Android-User:innen digital über ihr Google-Wallet – egal ob mit dem Smartphone oder mit einer Smartwatch – mobil bezahlen.

Erste Bank erkennt Potential von Google Pay

“Viele haben schon darauf gewartet. Nun starten wir mit Google Pay und geben somit Millionen Kund:innen die Möglichkeit, mobil zu bezahlen”, sagt Gerda Holzinger-Burgstaller, CEO und Privatkundenvorständin der Erste Bank. Als erste Großbank in Österreich erkennt die Erste Bank das Potential und den großen Bedarf dieser innovativen Banking-Lösung am Markt. Vor allem bei jungen Menschen sei mobiles Bezahlen aktuell im Trend.

Verdoppelung von mobilen Zahlungen erwartet

Laut Holzinger-Burgstaller nutzen rund 70 Prozent der Österreicher:innen Android-Lösungen. Zudem geben 72 Prozent an, kontaktlose Bezahlfunktionen über NFC zu nutzen. Der Anteil der mobilen Zahlungen von Erste Bank und Sparkasse Kund:innen liege aktuell bei 15 Prozent. “In den nächsten 18 bis 24 Monaten erwarten wir eine Verdoppelung dieses Anteils auf bis zu 30 Prozent”, sagt die Geschäftsführerin.

Aktivierung von Google Pay

Wer die mobile Bezahlfunktion aktivieren möchte, kann sie einfach über die firmeneigene Banking App George einrichten. Dafür müssen Nutzer:innen eine einmalige Registrierung bei Google Pay durchführen sowie eine digitale Karte über George erstellen. “Für ungeübte Nutzer:innen dauert der Einrichtungsprozess drei Minuten, für Geübte weniger als zwei”, erklärt Holzinger-Burgstaller.

Unterstützt werden alle Kredit- und Debitkarten der Erste Bank und Sparkasse. Jedoch müssen Sparkassen-Kund:innen über ein Android-Handy sowie die aktuelle Version der George-App verfügen, um Google Pay zu nutzen. Ausgenommen sind Android-Geräte von Huawei, die von den USA sanktioniert wurden und somit vom Google Play Store ausgeschlossen sind.

Sicherheit und Datenschutz bei Google Pay

“Sicherheit und Datenschutz sind ein integraler Bestandteil von Google Wallet”, sagt Christine Antlanger-Winter, Country Director von Google Austria. Sie erklärt, dass das Google Wallet bei Transaktionen nicht die tatsächliche Kontonummer, sondern die tokenisierte dem Verkäufer übermittelt. Google verwende auch keine Transaktionsdaten für etwaige Werbezwecke. “Wir mussten vor der Einführung von Google Pay einige technische Probleme lösen, das hat diese Zeit gebraucht. Im Vergleich zu anderen österreichischen Großbanken sind wir dennoch sehr weit vorne”, sagt Holzinger-Burgstaller abschließend.

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Manuel Prohaska ist Gründer von MPC² | (c) LA-Cinematics / MPC²

Es ist eines dieser Themen, mit denen sich Normalverbraucher:innen im Alltag zwar nicht beschäftigen, die aber letztlich indirekt alle betreffen: Korrosionsprüfung. Oder sehr vereinfacht gesagt: Rohre müssen leckagefrei sein und bleiben, vor allem dort, wo nicht nur sinnbildlich mit Hochdruck gearbeitet wird.

Doch die Überprüfung der Korrosionsbeständigkeit kritischer Komponenten bei bestehenden Anlagen ist mit dem derzeitigen Standard-Prozedere schwierig bis schlicht unmöglich. „Die regelmäßige Korrosionsprüfung ist in manchen Märkten und Anwendungen verpflichtend, kann jedoch verlässlich nur im Labor durchgeführt werden. Dazu müssen Bauteile ausgebaut werden, was teilweise einfach nicht möglich ist. Daher behilft man sich oft mit separaten ‚Qualifizierungsstücken‘, vor allem während der Fertigung der Komponenten. Und dann dauert die Überprüfung im Labor mindestens eine, oftmals bis zu sechs Wochen“, sagt Manuel Prohaska, Gründer des steirischen Startups MPC².

Korrosionsprüfung direkt vor Ort in Stunden statt Wochen

Mit dem patentierten System „Corrosion Ray“ arbeiten er und sein Team an einer Lösung. „Wir versuchen, die Korrosionsprüfung zu revolutionieren, indem wir sie zum Kunden bringen, anstatt der Kunde die Proben zu uns ins Labor“, sagt Prohaska. Mit dem mobilen Gerät lassen sich Rohre und insbesondere deren Schweißnähte ohne Beschädigung direkt vor Ort prüfen. „Wir nutzen dazu elektrochemische Methoden und liefern Ergebnisse, die qualitativ und vor allem quantitativ Laborergebnissen entsprechen“, so der Gründer.

Nicht nur die Überprüfungszeit lasse sich damit von Wochen auf Stunden reduzieren. „Auch der Umweltaspekt ist nicht zu vernachlässigen. Wir sparen mit der Methode im Vergleich zur konventionellen Auslagerungsprüfung 99 Prozent der Energie, brauchen kaum Chemikalien und deutlich weniger Wasser“, sagt Prohaska. Für Kunden sei aber der finanzielle Aspekt am entscheidendsten. „Bei großen Anlagen bedeutet ein Tag Ausfall sechs- bis siebenstellige Einbußen“.

„Wir sind mit unserer Prüfmethodik einfach näher an der Wahrheit“

Prohaska weiß sehr genau, wovon er spricht. In seinen früheren beruflichen Stationen baute der studierte Werkstoff- und Korrosionswissenschaftler nicht nur genau die fachliche Expertise auf, die er jetzt mit MPC² umsetzt. Als Geschäftsführer von Betrieben mit mehreren Hundert Mitarbeiter:innen lernte er auch die betriebswirtschaftliche Seite genau kennen.

(c) LA-Cinematics / MPC²

Aktuell befindet sich „Corrosion Ray“ aber noch im fortgeschrittenen Prototypen-Stadium. Die Technologie dahinter nicht: Schon jetzt setzen mehrere Stahlkonzerne, Komponenten-Hersteller und Chemie-Riesen, die auch die Zielgruppe für das neue System sind, auf die bestehenden Korrosionsprüfungs-Angebote von MPC² – teilweise mit sechsstelligen Auftragseingängen. „Wir haben einen speziellen Prüfstand, mit dem wir unsere Methode auch mit konventionellen Korrosionsprüfungen vergleichen. Wir sind mit unserer Prüfmethodik einfach näher an der Wahrheit, als mit den alten Methoden, die lange dauern und gleichzeitig relativ ungenau sind“, so Prohaska.

Mit Predictive Maintenance auf den Weltmarkt

Momentan ist das Angebot mit diesem Prüfstand noch der lukrativste Geschäftsbereich des Unternehmens. In den kommenden Jahren soll sich das ändern. Bis 2035 will MPC² auf 60 Millionen Euro Jahresumsatz anwachsen. Davon soll „Corrosion Ray“ laut Plan 65 bis 70 Prozent bringen. Technologisch soll dann der Bereich Predictive Maintenance im Zentrum stehen. „Wir können Kunden schon jetzt sehr genau sagen, wo es in ein paar Jahren Probleme beim Material geben wird. Mit den Daten, die wir jetzt dazu sammeln, wollen wir diese Lebensdauer-Vorhersage mit Hilfe von KI künftig noch deutlich präziser machen“, erklärt Prohaska.

Um diese Ziele umzusetzen, will das vierköpfige Team in einem ersten Schritt 600.000 Euro Investment-Kapital aufnehmen, mit dem die Kleinserienfertigung von „Corrosion Ray“ aufgebaut werden soll. „Wir halten schon jetzt Ausschau nach strategischen Investoren. Noch wichtiger werden die, wenn es in einigen Jahren an die große Produktion geht“, sagt der Gründer. Dann sei auch eine größere Kapitalrunde geplant.

aws als größter Fördergeber – „sonst wären wir nicht so weit gekommen“

Bislang finanziert sich das Unternehmen aus den eigenen Umsätzen und aus Förderungen. Dank der hohen Auftragseingänge werden kommendes Jahr die Unternehmenseinnahmen erstmals den Förderbetrag übersteigen. Dennoch sei man noch auf die Fördergelder angewiesen. „Den mit Abstand größten Anteil beim Fördervolumen hatten die Programme aws Preseed und aws Seedfinancing – Deep Tech“, erzählt Prohaska. „Das war extrem wichtig, sonst wären wir nicht so weit gekommen.“ Dabei betont der Gründer auch das Service: „Wenn man etwas gebraucht hat, waren sie immer da.“


Disclaimer: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Medienbeauftragung mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) entstanden.

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