08.06.2022

Erneuerbare Energie bringt Österreich 21,6 Mrd. Euro Wertschöpfung bis 2032

Die Energiewende wird in Österreich hohe Investitionen auslösen – steigert aber auch den Bedarf an qualifizierten Fachkräften.
/artikel/erneuerbare-energie-bringt-oesterreich-216-mrd-euro-wertschoepfung-bis-2032
Klima- und Energiefonds
(c) AdobeStock

Die Abhängigkeit von russischem Gas könnte die Energiewende in Österreich stark beschleunigen. Dass der Ausbau erneuerbarer Energie notwendig ist, wird niemand mehr bestreiten – genauso wenig wie die damit verbundenen hohen Kosten und Hürden wie langsame Verfahren und Fachkräftemangel. In einer neuen Studie hat sich das Institut für Höhere Studien (IHS) im Auftrag des Klimaschutzministeriums nicht nur die Kosten, sondern auch die wirtschaftlichen Effekte angesehen. Das Ergebnis: Im Zeitraum zwischen 2021 und 2032 könnten Ausbau und Betrieb erneuerbarer Energie in Österreich eine Wertschöpfung von 21,6 Milliarden Euro auslösen, wie das IHS berechnete.

Basis dieser Ergebnisse war die von der Regierung versprochene „Ökostrom-Milliarde“. Fließt diese bis 2032 jedes Jahr könnte das laut den IHS-Forscher:innen rund um Sarah Lappöhn Investitionen von insgesamt 28,4 Milliarden Euro auslösen. Davon fließt der größte Teil in Photovoltaik (11,5 Milliarden Euro), gefolgt von Wasserkraft (6,7 Milliarden Euro), Windkraft (6,1 Milliarden Euro) und Biomasse/Biogas/Biomethan (4,1 Milliarden Euro).

Importanteil bei PV und Wind sehr hoch

Auch für den Fiskus lohnt sich das – das IHS kommt auf Steuern und Abgaben in Höhe von insgesamt 8,1 Milliarden Euro. Je nachdem, wieviel Produktion von Solarpaneelen und PV-Technik im Land selbst erfolgen kann, könnten Investitionen und Wertschöpfung sogar noch höher ausfallen. Wird der Importanteil auf 42,5 Prozent bei PV-Modulen und 30 Prozent bei Wechselrichtern halbiert, wäre eine zusätzliche Wertschöpfung von rund 1,4 Milliarden Euro möglich. Die Wertschöpfung variiert hinsichtlich des Anteils, der in Österreich wirksam wird, je nach Technologie stark. Bei Wasserkraft liege er bei über 60 Prozent, da vieles in Österreich produziert werde. Bei Windkraft hingegen fließen drei Viertel der Investitionskosten ins Ausland.

Beschäftigungseffekte

Die Studienautor:innen gehen von damit verbundenen 254.000 Vollzeitäqivalenten, also vollzeitäquivalenter Arbeitsplätze für ein Jahr, aus. Daraus ergeben sich laut IHS 25.400 Vollzeitstellen für zehn Jahre. Wenn ab 2032 alle Anlagen im laufenden Betrieb sind geht das IHS von einem Brutto-Beschäftigungseffekt von rund 16.000 Vollzeitstellen pro Jahr aus. Viele davon sind aus jetziger Sicht schwer zu besetzen – es fehlen schlicht entsprechend ausgebildete Fachkräfte. Für diese Herausforderung versprach Klimaschutzministerin Leonore Gewessler bei der Studienpräsentation am Dienstag, demnächst gemeinsam mit Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Kocher konkrete Maßnahmen zu präsentieren.

Deine ungelesenen Artikel:
02.10.2026

voestalpine und Verbund stecken weitere 16,4 Mio. Euro in Wasserstoff-Projekt in Linz

Das gemeinsame Projekt zur Erzeugung von grünem Wasserstoff läuft bereits seit 2019. Nun geht es in die nächste Ausbaustufe - mit dem Ziel, den Weg für weitere CO2-Reduktionspläne von voestalpine zu ebnen.
/artikel/voestalpine-und-verbund-stecken-weitere-164-mio-euro-in-wasserstoff-projekt-in-linz
02.10.2026

voestalpine und Verbund stecken weitere 16,4 Mio. Euro in Wasserstoff-Projekt in Linz

Das gemeinsame Projekt zur Erzeugung von grünem Wasserstoff läuft bereits seit 2019. Nun geht es in die nächste Ausbaustufe - mit dem Ziel, den Weg für weitere CO2-Reduktionspläne von voestalpine zu ebnen.
/artikel/voestalpine-und-verbund-stecken-weitere-164-mio-euro-in-wasserstoff-projekt-in-linz
Herbert Eibensteiner, CEO voestalpine AG, und Michael Strugl, CEO Verbund AG | (c) voestalpine/Michael Jurtin
Herbert Eibensteiner, CEO voestalpine AG, und Michael Strugl, CEO Verbund AG | (c) voestalpine/Michael Jurtin

Beim Start 2019 war „H2FUTURE“ von voestalpine und Verbund das weltweit größte Wasserstoffpilotprojekt. Sieben Jahre später ist von derartigen Superlativen zwar nicht mehr die Rede, doch im Rahmen der Weiterführung unter dem Titel „H2FUTURE-Follow-Up“ sollen die Grundlagen für einen grundlegenden Wandel in der Stahlproduktion bei der voestalpine geschaffen werden. Dafür investieren die Projektpartner weitere 16,4 Millionen Euro.

Schon bislang wurde am Standort mittels „Protonen-Austausch-Membran-(PEM)-Elektrolyseanlage“ grüner Wasserstoff erzeugt – konkret knapp unter 2.000 Tonnen im gesamten Zeitraum. Die Anlage wird aktuell insbesondere dafür genutzt, um Frequenzschwankungen im Stromnetz auszugleichen, die durch die unregelmäßige Verfügbarkeit erneuerbarer Energien oder unterschiedliche Strombedarfe entstehen.

Erweiterung bringt neue Funktionen und Möglichkeiten

Mit der Erweiterung der Anlage kommen zur Erzeugung des Wasserstoffs nun auch die Verdichtung, Reinigung, Speicherung sowie die Verladung und Weiterverwendung hinzu. Vier von insgesamt fünf neuen Wasserstoffspeichertanks sollen Schwankungen zwischen der fluktuierenden Wasserstofferzeugung und dem Verbrauch ausgleichen und so zur Versorgungssicherheit beitragen. Über den fünften (Versand-)Tank soll ab Ende 2027 die Demonstrationsanlage „HY4SMELT“ direkt über eine rund einen Kilometer lange Rohrleitung mit Wasserstoff versorgt werden. Dabei handelt es sich laut voestalpine um Österreichs größtes Klimaschutz-Forschungsprojekt. Außerdem kann der Wasserstoff nun mittels Hochdruckverdichtern auf bis zu 500 bar komprimiert und in Trailer für den Straßentransport abgefüllt werden, um auch an externe Abnehmer:innen geliefert werden zu können.

Die Wasserstoffpilotanlage H2FUTURE | (c) Verbund

„Wir haben mit greentec steel eine klare Strategie zur Transformation unserer Stahlproduktion. Wir werden bereits im 1. Halbjahr 2027 je einen grünstrombetriebenen Elektrolichtbogenofen in Linz und Donawitz in Betrieb nehmen und können damit in einem ersten Schritt bis 2029 bis zu 30 Prozent unserer CO2-Emissionen einsparen. Langfristig streben wir bis 2050 eine Stahlproduktion mit Net-Zero-CO2-Emissionen an. Wasserstoff wird dabei eine wichtige Rolle einnehmen“, sagt dazu voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner.

Erste neue Forschungsergebnisse Ende des Jahres

Die ersten Funktionstests des erweiterten Projekts wurden bereits gestartet, erste Forschungsergebnisse werden Ende 2026 erwartet. Das Projekt endet im Dezember 2030 und wird auch aus Mitteln der Umweltförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus gefördert. „Das Projekt zeigt im industriellen Maßstab, wie erneuerbarer Strom in grünen Wasserstoff umgewandelt und für konkrete industrielle Anwendungen nutzbar gemacht werden kann“, kommentiert Verbund-CEO Michael Strugl.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Erneuerbare Energie bringt Österreich 21,6 Mrd. Euro Wertschöpfung bis 2032

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Erneuerbare Energie bringt Österreich 21,6 Mrd. Euro Wertschöpfung bis 2032

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Erneuerbare Energie bringt Österreich 21,6 Mrd. Euro Wertschöpfung bis 2032

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Erneuerbare Energie bringt Österreich 21,6 Mrd. Euro Wertschöpfung bis 2032

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Erneuerbare Energie bringt Österreich 21,6 Mrd. Euro Wertschöpfung bis 2032

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Erneuerbare Energie bringt Österreich 21,6 Mrd. Euro Wertschöpfung bis 2032

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Erneuerbare Energie bringt Österreich 21,6 Mrd. Euro Wertschöpfung bis 2032

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Erneuerbare Energie bringt Österreich 21,6 Mrd. Euro Wertschöpfung bis 2032

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Erneuerbare Energie bringt Österreich 21,6 Mrd. Euro Wertschöpfung bis 2032