15.03.2024

Erfolgsstartups gesucht: Begleite uns zum RiseUp Saudi’24 Summit in Riad mit brutkasten & CoRocks

Österreich, Europa, Saudi-Arabien: Bewirb dich jetzt für eine exklusive Startup Delegation nach Riad, Saudi-Arabien. Triff zukünftige Partner:innen und Investor:innen auf dem RiseUp Saudi’24 Summit.
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(c) RiseUp Summit
kooperation

Der Nahe Osten ist aufstrebend, Saudi-Arabien der nächste Startup- und Innovations-Hotspot. Die MENA-Region ist das Pflaster für die Innovation der Zukunft. Gerade für Startups und aufstrebende Jungunternehmen bietet das Land ein attraktives Umfeld für Innovation, Investoren und internationale Partnerschaften.

Um internationale Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen und globale Partnerschaften zu ermöglichen, sucht brutkasten in Kooperation mit Co-Rocks, dem Accelerator Programm von CoworkingSalzburg zwei österreichische Startups für eine Reise zu einem der inspirierendsten Startup-Events im Nahen Osten – dem RiseUp Saudi’24 Summit in Saudi-Arabien.

Gesponsert wird die Reise von Abdelhameed Sharara, der Gründer des RiseUp Summits und Investor im CoRocks Accelerator ist. Sharara pflegt seit vielen Jahren intensive Beziehungen durch die 2014 gestarteten Coworking Camps mit Österreich und CoworkingSalzburg. Für Startups bietet der Summit unter dem Motto “Limitless” nicht nur eine internationale Plattform zur Präsentation ihres Unternehmens, sondern auch eine länderübergreifende Networking-Möglichkeit zur Vernetzung mit Investoren und potenziellen Partnern aus der MENA-Region (Middle East & Northern Africa) und darüber hinaus.

(c) RiseUp Summit

Neben den Startups Sports Remember, Huf-Therapiesocke Pegasox und Lalamu Entertainment, die aus dem DWYL Programm (brutkasten berichtete), das mit 10. April 2024 in eine neue Runde geht, in den Co-Rocks Accelerator aufgenommen wurden, haben Investor:innen wie Eveline Steinberger und andere Business Angels ihr Interesse angemeldet. Auch Daniel Pühra, Founder von ComCom, wird an der Reise teilnehmen.

Das erwartet dich auf deiner Reise zum RiseUp Saudi’24 Summit

  • Pitch vor internationalem Publikum: Nutze die Chance: Pitche dein Unternehmen auf einem internationalen Podium und knüpfe Kontakte in der MENA-Region.
  • Baue Brücken zwischen EU und MENA: Werde Teil der Bewegung und stärke Beziehungen zwischen europäischen und MENA-Startups und ihren Investoren.
  • Vollständige Übernahme der Reisekosten: Der Gastgeber übernimmt Flug, Hotel und die Teilnahme am Summit für die beiden ausgewählten Startups.

Facts zum Event: Wann und wo findet der RiseUp Saudi’24 Summit statt?

  • 27. bis 29. April 2024
  • Riad, Saudi Arabien

Bewerbungskriterien

Dein Startup sollte in Österreich angesiedelt sein, sich in der Wachstumsphase befinden und aktiv nach Expansionsmöglichkeiten in Saudi-Arabien suchen oder ein starkes Interesse an Investoren oder Partnerschaften in der Region zeigen. Wir suchen nach innovativen Startups mit Skalierungsabsichten, die bereit sind, ihre Vision auf der internationalen Bühne zu teilen und Brücken zu neuen Märkten und Kulturen zu bauen.

So bewirbst du dich

Bitte sende uns über unser Bewerbungstool eine kurze Beschreibung deines Startups, deines Teams und warum du in Saudi-Arabien interessante Investoren oder Partner für dich siehst. Füge Links zu deiner Webseite und zu Präsentationen oder Produkt-Demos hinzu. brutkasten und CoworkingSalzburg sichten und prüfen die Bewerbungen. Aus allen Einreichungen laden wir die beiden Startups ein, die aus unserer Sicht am meisten von der Reise profitieren und Österreich mit ihrer Erfolgsgeschichte am besten repräsentieren.

Bewerbungsfrist

  • Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 31. März 2024 um 23:59 Uhr.
  • Die ausgewählten Startups werden bis zum 2. April 2024 benachrichtigt.

Nutze die Chance, um dein Startup international zu präsentieren und wertvolle Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

Du hast kein Startup, möchtest aber trotzdem Teil der Startup Delegation werden? Melde dich bei der Delegationsleiterin Romy Sigl unter 0664 4130361 für weitere Infos.

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Das Zyglox-Team in Graz, in der Mitte die Gründer Jakob Moder (links) und Erik Gerstl (rechts). © Zyglox

Rund die Hälfte der Lifecycle-Kosten eines Zuges entfällt auf die Wartung, und davon wiederum mehr als die Hälfte auf Räder, Achsen und Fahrwerk, sagt Jakob Moder. Wie stark diese Bauteile im Betrieb tatsächlich belastet werden, wird bisher aber kaum gemessen. Der Grund ist simpel: Es fehlt an präziser Messtechnik, die im Dauerbetrieb einsetzbar ist. Das Grazer Startup Zyglox will das ändern.

„Die Eisenbahn ist nicht ins 21. Jahrhundert gekommen“

Der Name ist ein Wortspiel: Zyglox, gesprochen „Zügloks“, steht für Messtechnik für Züge und Loks. Dahinter stehen Jakob Moder und Erik Gerstl, die zuvor gemeinsam in der Messtechnik gearbeitet haben. Moder wechselte später in den Eisenbahnbereich und erlebte die Lücke dort aus der Praxis. Was es brauche, sei eine Lösung, „die das einerseits zuverlässig erkennt und gleichzeitig gut applizierbar ist“. Sein Urteil: „Bei der Usability ist die Eisenbahn nicht ins 21. Jahrhundert gekommen.“ Ende 2023 gründeten die beiden Techniker Zyglox in Graz.

Die bisherige Methode mit Dehnmessstreifen sei „einfach zu teuer“, erklärt Moder. Der Zug müsse dafür ein bis zwei Wochen zerlegt und instrumentiert werden, deshalb passiere das nur bei der Zulassung. „Das dauert ein Jahr, diese Technik reinzubringen, die Zulassung durchzuführen, und dann wird es wieder rausgenommen.“ Im laufenden Betrieb bleiben nur Beschleunigungssensoren, wie sie auch in jedem Smartphone stecken. „Das ist von der Datenqualität her ganz was anderes. Unser Sensor ist wie 4K, der Beschleunigungssensor liefert ein verpixeltes Foto von den Zuständen.“

Ein Sensor für Zulassung und Dauerbetrieb

Die Lösung von Zyglox lässt sich ohne größere Änderungen am Bauteil anbringen. „Wir haben eine Plug-and-Play-Lösung, die kann man einfach aufstecken“, sagt Moder. Ein Techniker braucht dafür laut Zyglox 30 Minuten. Der Sensor messe Dehnungen an Achsen, Wellen oder Schienen und liefere „gleiche oder bessere Daten als die Lösungen bisher“. Das Ziel ist ein Universalwerkzeug: genau genug für die Zulassung, aber so ausgelegt, dass es danach auf dem Fahrzeug bleibt und die Kräfte im Rad-Schiene-Kontakt dauerhaft erfasst. „Da gibt es ein großes Anwendungsfeld, denn damit wird auch die Infrastruktur überwacht“, so Moder.

Jeden Tag werden auf der Schiene hunderttausende Kilometer zurückgelegt. Zyglox will jeden davon nutzbar machen, um zu lernen, zu verbessern und vorherzusagen. Mit herkömmlichen Methoden war das Erfassen dieser Daten bisher zu teuer, zu langsam und zu aufwendig. © Zyglox

Physik aus dem Trafo, Sensoren aus dem Weltraum

Technisch nutzt Zyglox hochsensitive Magnetfeldsensoren aus der Raumfahrt, das Startup ist Teil eines Downstream-Programms der ESA. Das Prinzip erklärt Moder am Transformator: Der brummt, weil das Magnetfeld des Wechselstroms den Stahl minimal dehnt. „Und wir machen das Umgekehrte: Wenn sich der Stahl dehnt, ändert sich sein Magnetfeld in der Umgebung.“ Ein aktives Messverfahren berücksichtigt dabei den linearen Zusammenhang zwischen Belastung und Sensorsignal. Die Technologie ist patentiert, entwickelt und montiert wird in Graz.

Betreiber als Kunden, Wartung als Hebel

Als primäre Kunden sieht Zyglox die Bahnbetreiber, bei denen die Wartungskosten anfallen. Dazu kommt die Sicherheit: „Es gibt viele Vorfälle, die vielleicht nicht zu einem Unfall führen, wo man aber trotzdem sicherer und zuverlässiger unterwegs wäre, wenn man gutes Condition Monitoring hat.“

Ein kleines Pilotprojekt ist bereits abgeschlossen. Für 2027 ist der Einbau des Systems in Fahrzeuge im regulären Streckenbetrieb geplant, zunächst als Prototyp für einige Wochen Messung. Danach folgt die Zulassung. Ende 2027 soll daraus ein fertiges Produkt werden, erst dann könne die Skalierung beginnen, sagt Moder. An Interesse mangelt es nicht: „Wir können gar nicht alle Pilotprojekte machen“, weil Sensorentwicklung samt Software personalintensiv sei. Ende September zeigt das Team den Prototyp auf der InnoTrans in Berlin, der größten Messe für Schienenfahrzeuge.

Mit aws Preseed und aws Seed vom Effekt zum Produkt

Finanziert hat sich Zyglox bisher aus eigenen Mitteln und über die Austria Wirtschaftsservice (aws). Mit aws Preseed, konkret im Programm „aws Preseed | Seedfinacing – Deep Tech“, hat das Startup die ersten eineinhalb Jahre an der Sensortechnologie getüftelt. „Es hat uns die Möglichkeit gegeben, eine Idee, die bereits validiert war, einfach zu erproben. Einfach Zeit zu haben, weil Hardware dauert ein bisschen, etwa Prototypen zu iterieren“, sagt Moder. Es sei vor allem darum gegangen, „sicherzustellen, dass das dann ein Produkt werden kann“. Seit Mitte 2025 ist Zyglox im Seed-Programm der aws, das voraussichtlich bis Anfang 2028 läuft. Das Team ist inzwischen auf rund sieben Personen gewachsen. Für die Skalierungsphase im kommenden Jahr will sich das Startup nach Investoren umsehen: „Wenn eine Bestellung eintritt oder größer wird, werden wir das mit den aktuellen Mitteln wahrscheinlich nicht mehr stemmen können.“

Standortvorteil Graz

Den Standort Graz sieht Moder als klaren Vorteil: Siemens fertigt hier Fahrwerke, dazu kommen Messdienstleister, Prüfstandbauer und Nextsense. Zyglox sitzt direkt am Campus der TU Graz, mit Zugang zu Prüfständen der Universität und Maschinen der voestalpine. „Die gesamte Infrastruktur ist einzigartig“, sagt Moder. „Im Silicon Valley könnten wir das Produkt wahrscheinlich nicht entwickeln, in Österreich geht es besser. Das ist eigentlich ein bisschen verrückt, aber wir haben hier die optimalen Bedingungen.“


Disclaimer: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Medienkooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) entstanden.

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