06.05.2015

Erfolgreicher Exit: AWS beendet Beteiligung bei Grazer „Immovate“

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Die Erfolgsfaktoren des Unternehmens sind die Konzentration auf stabile Immobilienmärkte in Österreich, dem EU-Ausland und den USA.

Dank der Unterstützung des aws Mittelstandsfonds kann die Immovate Immobilien GmBH auf eine erfolgreiche Wachstumsphase zurück blicken. Das Unternehmen mit Fokus auf die Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden, konnte in den letzten vier Jahren ihre Geschäftsfelder beträchtlich erweitern. Außerdem wurde die Expansion ins EU-Ausland und in die USA intensiv verfolgt. „Mit dem erfolgreichen Abschluss der Beteiligung können die frei werdenden Mittel wieder in neue Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen investiert werden“, betonen Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Staatssekretär Harald Mahrer.

Der aws Mittelstandsfonds schließt damit einen weiteren erfolgreichen Exit ab, der der österreichischen Wirtschaft zugutekommt. „Die Immovate Gruppe hat sich beeindruckend entwickelt und die Betriebsleistung konnte massiv gesteigert werden. Heute ist das Unternehmen mit seiner Größe und internationalen Ausrichtung sehr gut positioniert“, so aws Mittelstandsfonds-Geschäftsführer Karl Lankmayr. Diese positive Entwicklung erlaubte den erfolgreichen Abschluss der Zusammenarbeit.

 

„Der aws Mittelstandsfonds hat uns mit seiner Finanzierung in einer wesentlichen Wachstumsphase unterstützt. Dadurch konnten wir eine weitere Expansionsphase abschließen, dabei neue Geschäftsfelder erschließen und das Unternehmen international ausrichten“, so Martin Kurschel, Geschäftsführer der Immovate Immobilien GmbH. Wesentlich für den Erfolg war die Konzentration auf stabile Immobilienmärkte in Österreich, dem EU-Ausland und den USA, sowie das interdisziplinäre Team aus Bauingenieuren, Betriebswirten, Juristen und Vertriebsprofis und dessen Spezial-Know-how in komplexen Denkmalschutzaufgaben und Widmungsthemen.

 

 

 

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Hansi Hansmann auf der Main Stage des Female Future Festivals 2026. © brutkasten

Unter dem Motto „The Power of Connection“ versammelten sich am 22. Oktober rund 2.000 Teilnehmende in der Wiener Ottakringer Eventlocation. Das von den Schwestern Verena Eugster und Patricia Zupan-Eugster gegründete Female Future Festival widmete sich Themen wie Leadership, künstlicher Intelligenz und Finanzkompetenz. Neben Fachpanels zu Verhandlungsstrategien oder finanzieller Gesundheit war auch Business Angel Hansi Hansmann als Keynotespeaker auf der Bühne zu sehen.

„…, weil ich glaube, dass es unsere Welt besser macht“

Im Gespräch mit brutkasten nannte Hansmann seine Motivation für den Besuch: „Ich habe zwei kleine Töchter und ich möchte gerne, dass meine Töchter später im Leben irgendwann alles das machen können, was sie machen wollen, ohne dass ihr Geschlecht sie daran hindert.“ „Ich bin ein ganz, ganz großer Fan davon, dass es mehr Unternehmerinnen und mehr Investorinnen gibt. Überhaupt mehr Frauen an der Macht, weil ich glaube, dass es unsere Welt besser macht“, ergänzt er zu seinen Beweggründen.

Was seine Beteiligungen angeht, sieht der Investor und ehemalige Manager in Sachen Geschlechterverteilung ein klares Muster: „Ich habe in alles investiert: in rein männliche Teams natürlich viel mehr, aber auch rein weibliche und gemischte Teams. Am besten performen gemischte Teams aus meiner Erfahrung.“

Der Hebel gemischter Teams

Den Vorteil gemischter Teams sieht Hansmann im Zusammenspiel unterschiedlicher Stärken: Es gebe „unterschiedliche Eigenschaften und Skills zwischen Frauen und Männern, und die Mischung macht’s aus“.

Als Beispiel nennt er den Markteintritt: „Ein reines Männerteam geht mit dem Produkt raus, wenn es fertig ist. Nach dem Motto ’das können wir mal rausschieben in den Markt, probieren wir mal, schauen wir mal, ob es ankommt.’ Beim reinen Frauenteam, da muss das Produkt perfekt sein. Und das dauert natürlich fünf Monate länger, bis die auf den Markt gehen, und damit vergeht Zeit.“ Für ihn gilt: „Das gemischte Team, wo sozusagen alle Stimmen zu Wort kommen, ist das Ideale.“

Deutlicher Finanzierungs-Gap in H1/2026

Doch obwohl die Teamkonstellation am besten zu performen scheint, bestehen nach wie vor große Ungleichheiten in Sachen Startup-Finanzierung. Erst kürzlich zeigte der Female Start-up Funding Index H1/2026 von EY Österreich, Female Founders und Fund F das Ausmaß. Im ersten Halbjahr flossen 472 Mio. Euro Risikokapital in österreichische Startups, ein Plus von 329 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Rein männliche Teams erhielten davon 94,9 Prozent, gemischte Teams 4,8 Prozent und rein weibliche Teams 0,3 Prozent. Der Frauenanteil unter den analysierten Gründer:innen lag bei rund 13 Prozent. „Frauen dürfen gründen. Finanziert werden Männer“, brachte es Lisa-Marie Fassl, Managing Partner von Fund F, in der damaligen Aussendung auf den Punkt.

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