05.09.2025
FORSCHUNGSFÖRDERUNG

ERC Starting Grants: 31,3 Mio. Euro für 20 heimische Forscher:innen

Eine im Europa-Vergleich große Zahl junger Wissenschaftler:innen aus Österreich konnte sich dieses Jahr "Starting Grants" des Europäischen Forschungsrats (ERC) sichern.
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Aus rund 4.000 Berwerber:innen wählte der Europäische Forschungsrat (ERC) dieses Jahr europaweit 478 für die „ERC Starting Grants“ aus. Insgesamt 761 Millionen Euro fließen damit an Projekte von Wissenschaftler:innen, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen. Junge Forschende aus Österreich stechen dabei statistisch positiv hervor.

„Qualität und internationale Strahlkraft österreichischer Forschung“

So werden 20 heimische Forscher:innen im Rahmen des Programms mit insgesamt 31,3 Millionen Euro gefördert – im relativen Europa-Vergleich hohe Werte. In absoluten Zahlen steht Deutschland mit 99 geförderten Projekten europaweit an der Spitze, gefolgt von Großbritannien (60), den Niederlanden (44) und Frankreich (41).

„Dieser Erfolg zeigt, welche Qualität und internationale Strahlkraft österreichische Forschung hat und sendet ein starkes Signal: Fast die Hälfte der Grants ging an Frauen – ein klarer Beweis für die Stärke weiblicher Exzellenz in der Forschung und ein wichtiger Impuls für die nächste Generation“, kommentiert Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, in einer Aussendung.

Drei Forschungseinrichtungen mit jeweils drei ERC Starting Grants

Die Bandbreite der wissenschaftlichen Disziplinen und der Forschungseinrichtungen der geförderten österreichischen Wissenschaftler:innen ist dabei relativ hoch. Mit acht Starting Grants kommen heuer besonders viele geförderte Projekte aus dem Bereich der Physik- und Ingenieurswissenschaften. Je sechs weitere Grants gehen an Projekte in den Life Sciences sowie an Forschende im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften. Die Forschungsthemen reichen dabei vom Altern menschlichen Gewebes bis zum sozialen Aufstieg in Osteuropa zwischen 1945 und 1989.

Je drei Grants gehen an die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), die Technische Universität Wien sowie die Universität Wien; zwei an das Institute of Science and Technology Austria (ISTA), die Medizinische Universität Wien und die Technische Universität Graz; und je ein Grant an Forschende des CeMM (Forschungsinstitut für Molekulare Medizin der ÖAW), der Central European University, des Materials Center Leoben, der Medizinischen Universität Innsbruck und der Universität Salzburg.

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Complex Pharmaceuticals holt mit Thomas Pototschnig neuen Head of Finance

Mit Thomas Pototschnig verstärkt Complex Pharmaceuticals sein Führungsteam um einen erfahrenen Finanzmanager. Der 60-Jährige übernimmt als Head of Finance die Finanzagenden des Wiener Pharmaunternehmens.
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Complex Pharmaceuticals
© Katharina Schiffl - Thomas Pototschnig, Head of Finance Complex Pharmaceuticals.

Das Wiener Pharmaunternehmen Complex Pharmaceuticals startete Anfang des Jahres den Bau eines neuen Produktions- und Verpackungswerks in Traiskirchen bei Wien. Ab Ende 2026 sollen dort Arzneimittel hergestellt und verpackt werden. Die Investitionskosten belaufen sich auf 21 Millionen Euro – brutkasten berichtete. Nun vermeldete man eine Personalie.

Complex Pharmaceuticals: ERP-Implementierung

Seit Kurzem unterstützt Thomas Pototschnig Complex Pharmaceuticals als Head of Finance. Der 60-jährige Finanzexperte verantwortet künftig sämtliche Finanzagenden und begleitet insbesondere die ERP-Implementierung (Enterprise Resource Planning) des jungen Unternehmens. Für Pototschnig ist die neue Aufgabe zugleich eine Rückkehr zu seinen Wurzeln: Nach vielen internationalen Stationen lebt er wieder in Neusiedl am See, wo er maturierte und sich lange ehrenamtlich engagierte. Mit seiner Erfahrung möchte er Complex Pharmaceuticals effektiv voranbringen.

36 Jahre im Finanzbereich tätig, berufliche Stationen in 16 Ländern auf drei Kontinenten und zahlreiche internationale Führungs- und Transformationsprojekte: Bei Complex Pharmaceuticals begeistert Pototschnig die Chance, ein junges Unternehmen aktiv mit aufzubauen. Seine Karriere führte ihn unter anderem zu Austrian Airlines, Smith & Nephew und Phoenix Arzneiwarengroßhandlung.

„Ein Geschenk“

Bei Smith & Nephew war er in leitenden Finanzfunktionen für Österreich, Polen sowie Zentral- und Osteuropa tätig und begleitete mehrere SAP-Einführungen und internationale Transformationsprojekte. Bei Phoenix leitete er Finanzbuchhaltung und Controlling und verantwortete als Prokurist die Finanzagenden mehrerer Gesellschaften.

„Ein Produktionsunternehmen auf der grünen Wiese mit aufzubauen, ist für mich eine wundervolle Aufgabe. In meiner jetzigen Karrierephase empfinde ich dieses Projekt fast als Geschenk. Die Zusammenarbeit mit den weit jüngeren Kolleg:innen ist inspirierend. Sie halten mich jung, und ich kann im Gegenzug meine Erfahrung weitergeben“, sagt er.

Und Christoph Reinwald, General Manager von Complex Pharmaceuticals, ergänzt: „Unser Anspruch ist es, Complex Pharmaceuticals von Beginn an auf höchstem professionellem Niveau aufzubauen. Thomas Pototschnig bringt genau die Erfahrung mit, die wir dafür brauchen. Er schafft resiliente Finanzstrukturen und sorgt dafür, dass unsere Systeme mit dem Unternehmen mitwachsen können.“

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