10.11.2021

ERAgrip: Bodybuilding-Weltmeister denkt Workout neu

Das Hörschinger Startup ERAgrip möchte schmerzfreies und effizienteres Trainieren ermöglichen.
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ERAgrip
(c) ERAgrip - Eine Idee der Gebrüder Rieger, um besser zu trainieren.

Es gibt ein Problem in der Muskelaufbauszene: Durch das Festhalten von Zughilfen oder Kurzhanteln sind diverse Muskelgruppen in Unter- und Oberarmen immer maßgeblich an der Ausführung einer Übung beteiligt. Das habe zur Folge, dass nur ein Teil der Belastung einer Übung die Muskelgruppe stimuliert, die auch wirklich trainiert werden soll. Oder es zu Schmerzen kommt. Matthias und Stefan Riegler von ERAgrip aus Oberösterreich wollen dieses Problem lösen.

ERAgrip ein Multifunktionstool

Die beiden Cousins haben mit ERAgrip ein Multifunktionstool entwickelt, das mit jeglichen Hantelscheiben, Widerstandsbändern oder Seilzügen kompatibel sein soll. Das Gerät kann in einer Tasche oder einem Rucksack transportiert werden. Zudem soll die gezielte Entlastung der eigenen Griffkraft sowie die Verlagerung des Gewichts zentrisch an die Handflächen ein neuartiges Trainings-Erlebnis ermöglichen, wie die Gründer sagen.

(c) ERAgrip – ERAgrip soll mittels Multigriff für neue Muskelreize sorgen.

Konkret ist es der Aufbau des Multigriffs, der für besseres Training sorgen soll. Die Gewichtsverlagerung wird direkt unter die Handfläche gesetzt und dieser ungewohnte Griff setze die neuen Muskelreize. Auf der Unterseite des ERAgrip Multi-Griffs befindet sich das patentierte Adaptersystem, durch das alle am Markt erhältlichen Hantelscheiben zu befestigen sind. „Der in der Handschlaufe eingearbeiteter Ring und unser Seilzug Adapter ermöglicht das Training mit Seilzügen oder Widerstandsbänder“ erklären die Founder.

Die Idee Workout neu zu denken hatte Matthias Riegler 2018. Sein Handgelenk hatte begonnen beim Workout zu schmerzen und die Muskulatur war nicht voll ausgelastet. So gebar der INBA-Weltmeister (Natural Bodybuilding) von 2019 mit Klettverschlüssen um die Handgelenke den ersten Versuch, der später zu ERAgrip führen sollte.

Breite Zielgruppe

„ERAgrip soll kein Tool sein, das nur einer kleinen Personenzahl hilft“, sagte Matthias Riegler. „Ich will damit Leistungssportlern, Hobbysportlern und auch Menschen mit Handicap gleichermaßen helfen, ihr Training zu verändern, zu verbessern. Ich weiß aus eigener Erfahrung, was es heißt, wenn man einerseits nicht die Ergebnisse erzielt, die man gerne hätte und andererseits auch noch unter Schmerzen im Handgelenk trainieren muss.“

Wer mehr über ERAgrip erfahren möchte, hat am Dienstag Abend bei „2 Minuten 2 Millionen“ die Gelegenheit dazu. Weiters noch dabei: Die Teigtasche, FSK Ski & Berg, Oll Inn und tecet.

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Links Mitgründer von NXAI Sepp Hochreiter und Mitte rechts CEO von Neura Robotics David Reger | (c) Neura Robotics / NXAI

„Ein Roboter, der im Alltag und in der Industrie wirklich hilft, muss sich erinnern“, sagt David Reger, Gründer und CEO von Neura Robotics. Daher arbeitet sein Unternehmen mit dem Linzer Startup NXAI an der Merkfähigkeit von Robotern. „Gedächtnis und Erfahrungen sind die Voraussetzungen für Roboter, Aufgaben über viele Schritte zuverlässig zu lösen“, ergänzt Sepp Hochreiter, Gründer von NXAI.

Die Grundlage bietet Neura Robotics mit einem multimodalen Foundation-Modell, das Funktionen wie 3D-Sehen, Tastsinn und Audio mit einer Gedächtnisfunktion verbindet. Der Physical-AI-Stack von Neura Robotics wird mit einem xLSTM von NXAI, also einem künstlichen neuronalen Netz, verbunden. „xLSTM ist dafür gebaut, ist schnell, speichereffizient und kann den Zustand über lange Sequenzen halten“, sagt Hochreiter.

NXAI plant, ein eigenes Modell auf Basis der xLSTM-Architektur auf Neura Robotics‘ hauseigener Neuraverse-Plattform bereitzustellen. „Mit dem Neuraverse schaffen wir die Plattform, auf der auch andere starke KI-Ansätze ihren Weg in Roboter finden“, erklärt Reger.

Gesteigerte Effizienz

Ein Roboter arbeitet in Schleifen und verarbeitet permanent Wahrnehmungen, Entscheidungen und Handlungen. Laut Neura Robotics braucht er dafür Gedächtnis auf zwei Ebenen: das Arbeitsgedächtnis und das episodische Gedächtnis. Ein Roboter, der einen Prozess wiederholt ausgeführt hat, soll bei derselben Situation auf frühere Erfahrungen zurückgreifen können und so aus der Erfahrung handeln.

Die Roboter der Zukunft

Langfristig möchten die beiden Firmen, dass Roboter nicht nur einzelne Fähigkeiten ausführen, sondern über die Zeit Erfahrung aufbauen. Fähigkeiten, die Roboter aus der Interaktion mit der realen Welt lernen, sollen verbessert und auf andere Maschinen und Umgebungen übertragen werden.

From Science to Business

NXAI, gegründet vor drei Jahren, ist ein Deep-Tech-Unternehmen mit Sitz in Linz, das Lösungen für industrielle Anwendungen entwickelt. Die Firma versteht sich als Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie. So möchte sie die eigene KI-Forschung in marktreife Produkte überführen. Im Mittelpunkt der Forschung stehen xLSTM-Modelle in den Bereichen Time Series und Robotics.

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