30.10.2019

Automatische Software-Tests: eQventure investiert 500.000 Euro in Linzer Startup Symflower

Das Startup Symflower aus Linz ermöglicht automatische Software-Analysen. Mit dem Investment von eQventure soll das Team weiter ausgebaut werden.
/artikel/eqventure-symflower
(c) Christian Redtenbacher - Frames in Time

Das Linzer Startup Symflower hat den österreichischen Startup-Investor eQventure für sich gewinnen können. Neben einer ersten Investment-Tranche in Höhe von genau 500.000 Euro bringen sich die drei Lead-Invesoren auch als Coaches ein: Mit dabei sind Franz Fuchsberger, Mitgründer des Software-Testing-Unicorns Tricentis, sowie die Serial-Entrepreneurs Herbert Gartner und Thomas Schranz.

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Das Investment hilft dem Startup beim Aufbau des Teams. Die Gründer suchen derzeit engagierte Softwareentwickler für Model-based Testing, Symbolic Execution sowie statische und dynamische Source Code Analysen.

Symflower: Hilfe bei der Software-Analyse

Laut dem IT Beratungsunternehmen Gartner werden jährlich über 250 Milliarden Dollar in das Testen von Software investiert. Dennoch entstehen jährlich Schäden von über einer Billionen Dollar aufgrund nicht detektierter Softwarefehler. Das Problem dabei ist meist der Faktor Mensch.

Symflower widmet sich genau diesem Thema entwickelt Produkte zur vollautomatischen Erkennung von Softwarefehlern. „Mit Symflower wird die Fehlerquelle ‚Mensch‘ aus dem Software-Testprozess gänzlich eliminiert und man kann sich zukünftig auf kreative, leitende und vor allem kontrollierende Aufgaben in der Software-Entwicklung fokussieren“, so Gründerin und COO Evelyn Haslinger.

Video: So funktioniert Symflower

Von der Forschung in die Praxis

Das Symflower-Team rund um die Gründer Evelyn Haslinger und Markus Zimmermann hat in den vergangenen Jahren in enger Zusammenarbeit mit der Johannes Kepler Universität Linz den universitären Forschungsbereich Symbolic Execution in ein kommerzielles Produkt übergeführt. Mit Unterstützung des Inkubators tech2b, der OÖ. UBG und der FFG wurde die Produktentwicklung finanziert.

Neben diversen statischen und dynamischen Source Code Analysen setzt Symflower die Analysetechnik Symbolic Execution ein, um alle Unit-Testfälle zu generieren, die eine optimale Testabdeckung sicherstellen. Fehler wie Programmabstürze und Sicherheitslücken werden somit automatisch identifiziert, heißt es seitens des Startups: Die Fortschritte der letzten Jahre im Bereich Software Verification und Symbolic Reasoning in Kombination mit der stark gestiegenen Rechenleistung sowie der Einsatz von speziellen Symflower-Technologien haben dem Team zufolge diesen Technologiesprung ermöglicht.

Das Gesamtkonzept aus technischer Umsetzung und Marktpotenzial hat auch die Investoren überzeugt, wie Franz Fuchsberger betont: „Die Produktivität der Softwareentwickler schlagartig um 30 Prozent zu steigern und gleichzeitig die Softwarequalität massiv zu erhöhen bedeutet die nächste Disruption in der agilen Softwareentwicklung. Ein Meilenstein, um die Time-to-Market für Software dramatisch zu verkürzen. Symflower hat Unicorn Potential.“

==> zur Website des Startups

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Novus-Gründer und CEO René Renger mit dem Novus One
(c) Novus

Als brutkasten erstmals über Novus berichtete, war das Fahrzeug aus Braunschweig noch ein Projekt mit guter Anekdote: 75 Kilogramm leicht, Vollcarbonrahmen, Motor im Hinterrad, und ein Team, das eine Kaufanfrage von Elon Musk ausgeschlagen hatte. Inzwischen ist aus dem Prototyp ein Serienfahrzeug geworden. Jetzt gibt das 2019 gegründete Unternehmen von Gründer und CEO René Renger, einem ehemaligen Lead Designer bei Volkswagen, eine Finanzierungsrunde in Höhe eines zweistelligen Millionen-Dollar-Betrags bekannt. Angeführt wird sie von 468 Capital mit Sitz in Berlin und San Francisco. Die genaue Summe nennt Novus nicht.

Serienauslieferungen seit dem Frühjahr

Das Novus One im Stadtverkehr
Das Novus One im Stadtverkehr (c) Novus

Die Serienauslieferungen des Novus One in Europa starteten laut Aussendung im Frühjahr 2026, das Fahrzeug ist in mehreren europäischen Ländern in Kundenhand. Die Founders Edition startet bei 21.300 Euro netto. Das Fahrzeug wiegt 121 Kilogramm, beschleunigt in unter zwei Sekunden von 0 auf 50 km/h und erreicht bis zu 130 km/h. Die 6,2-kWh-Batterie bietet laut Hersteller 150 Kilometer Reichweite und lädt in 90 Minuten von 0 auf 80 Prozent.

Novus bezeichnet das Fahrzeug als „Lightbike“ und reklamiert damit eine eigene Kategorie, die die Vorteile von E-Bike, Roller und Motorrad kombinieren soll. Der eigentliche Kniff liegt in der Zulassung: Das Fahrzeug fährt in zwei per Software einstellbaren Leistungsstufen, als Rollerklasse L1e bis 45 km/h und als Motorradklasse L3e bis 130 km/h. In der Einstiegskonfiguration reicht in den USA und in Europa laut Novus ein Autoführerschein, wobei die Voraussetzungen je nach Land und in den USA je nach Bundesstaat variieren. Damit zielt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf über 400 Millionen Autofahrer in Europa und Nordamerika statt auf die Nische des Zweiradmarkts.

„Unser Ziel ist nicht, den Motorradmarkt zu elektrifizieren oder nur ein weiteres Zweirad zu bauen. Unser Ziel ist, urbane Mobilität neu zu verteilen. Investoren dieses Kalibers an Bord zu haben, zeigt mir, dass der Markt das genauso sieht“, sagt Renger.

Vom Musk-Nein zum Tesla-Ingenieur an Bord

Das Shareholder-Ökosystem umfasst laut Novus über 30 Investoren. Mit an Bord ist Eric Bach, ehemaliger Chief Engineer bei Lucid Motors und Director of Engineering bei Tesla, der als Investor und Board Advisor an der Fahrzeugentwicklung mitwirkt. Zudem steigt Martin Hoffmann ein, der On vom Schweizer Startup zur globalen Premium-Performance-Marke skaliert und als CFO und Co-CEO an die Börse gebracht hat. Dazu kommen Gründer und Führungskräfte von Kembara VC, Adidas, Audi, BMW, Chrono24, FINN, Grover, Mercedes-AMG, New Balance, Vay und Xiaomi, Venture-Investoren aus dem Silicon Valley und Europa sowie Rennfahrerin Sophia Flörsch. Ein Zweiradhersteller findet sich unter den Gesellschaftern nicht.

„Wir haben uns nicht nach klassischen Mobilitätsinvestoren umgeschaut. Was wir aufgebaut haben, funktioniert eher wie ein eigener Y Combinator“, sagt Hannes A. H. Krieger, CSO und Gründungsmitglied von Novus.

USA 2027, Novus Two Ende 2027

Das frische Kapital soll in den Marktstart in den USA 2027, die Expansion in europäische Lifestyle-Metropolen und die Entwicklung des Novus Two fließen. Das zweite Modell soll die Lightbike-Kategorie zu einem niedrigeren Einstiegspreis in die Breite bringen, der Produktionsstart ist für Ende 2027 geplant.

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