29.04.2016

Entrepreneurship Avenue: Was Gründer von Studenten lernen können

Eventorganisation ist kein Zuckerschlecken, so viel steht fest. Doch worauf kommt es wirklich an? Die Organisatoren der Entrepreneurship Avenue Bastian und Florian erklären worauf es ankommt. Darüberhinaus haben sie Inputs wie man mit dem richtigen Teamwork sogar Türen zu Top-Managern öffnet.
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Florian Ott und Bastian Rüther - die Organisatoren der Entrepreneuship Avenue (v.li Florian, Bastian) (c) Entrepreneurship Avenue
kooperation

Jeder, der schon einmal ein Launch-Event, einen Founders Talk oder einfach nur eine Party organisiert hat, weiß dass das mit viel Arbeit verbunden ist. Doch wie sieht das eigentlich aus, wenn es um Europas größte studentische Startup-Eventreihe geht und das Team jährlich wechselt? Bastian und Florian, die Organisatoren der Entrepreneurship Avenue erzählen dem Brutkasten, wie es ist ein frisch zusammengewürfeltes Team zu leiten, wie man mit einem Rap-Video zu einem Bier mit dem Hyperloop-COO kommt und was bei Eventorganisation wirklich zählt.

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„Einfach rausgehen und es tun“

Einfach zum nebenbei mitnehmen, ist die Organisation der Entrepreneurship Avenue nicht. Das Team ist jedes Jahr ein neues, denn die Avenue wird immer von einem Jahrgang des „SIMC-Masterlehrganges“ an der WU Wien veranstaltet. Die „Mitarbeiter“ machen die Arbeit freiwillig, nebenberuflich und unbezahlt. „Es gibt zu Beginn natürlich einige Hürden, aber im Endeffekt kommt es nur darauf an, aus dem Haus zu gehen und es zu machen“, beschreibt Florian Ott den Anfang der Organisationsarbeit. Kooperiert wird mit dem Entrepreneurship Center Network, das vor allem für die Labs zuständig ist.

+++Mehr zum Thema: Was die Studenten bei der Entrepreneurship Avenue erwartet+++

Learnings für Gründer

Die beiden „Heads of Organisation“ unterteilen ihre Learnings in vier wesentliche Punkte:

  1. Kommunikation
  2. Arbeitsumfeld
  3. Supporter
  4. Team(building)

Kommunikation „Das Um und Auf ist es, so schnell wie möglich persönlichen Kontakt aufzubauen. Egal ob mit einem Sponsor, einem potentiellen Geschäftspartner oder einem Pizzalieferant“, sagt Organisator Bastian Rüther. Weiters sei es essentiell mit gut vernetzten Menschen zu arbeiten. Das sei mit vielen teils sehr mühsamen Schritten verbunden, aber es gehe letztendlich fast immer um die Kontatke, so Rüthers weiter.

Arbeitsumfeld „Wir haben uns ein Büro besorgt und versucht dem Team ein Arbeitsumfeld zu schaffen, wo sie konzentriert arbeiten können. Das gemeinsame Arbeiten war äußerst wirkungsvoll. Außerdem hat es die nicht immer problemlose Kommunikation im Team verienfacht“, meint Florian Ott.

„Startups wollen sich oft hinter verschlossenen Türen perfektionieren. Wichtiger ist es rauszugehen und einfach zu machen“

Supporter Rüther ist überzeugt, dass jedes Startup in seiner Branche jemanden finden kann, der schon etwas erfahrener ist und auch bereit zu helfen. Es gilt von Anfang an strategisch vorzugehen und zu überlegen „Wer ist meine Zielgruppe? Was ist mein Produkt? Wem will ich Nutzen stiften“. Mit diesem Wissen und den richtigen Supportern öffnen sich viele Türen.

Team(building)  Es funktioniert nicht, wenn das Team nicht funktioniert. „Wir haben versucht als Role Models viel Commitment zu zeigen. Auch der Teambuilding-Ausflug nach St. Gallen zur „Start Summit Konferenz“ hat die Mannschaft zusammengeschweißt“, weiß Ott. Den richtigen Drive in ein (unbezahltes) Team zu bringen sei nicht immer ganz einfach. Das Ergebnis bestätigt aber den Aufwand.

+++Mehr zum Thema: Entrepreneurship Avenue: Vom Student zum Startup+++

Rap-Video und Hyperloop-Chef

Bei der Start Summit Konferenz in St. Gallen stellte Keynote-Speaker Bibop Gresta, COO von Hyperloop eine Challenge in den Raum. Wer das beste Gedicht oder den besten Rap auf seine Facebook-Page postet, gewinnt einen Kaffee mit ihm. Das Avenue-Team hat innerhalb von einer Stunde ein richtiges Rap-Video gedreht. Mit Autos, Bling Bling und dem passenden Beat. Den Kaffee, der sich dann aufgrund der Uhrzeit in ein Bier verwandelt hat, haben sie gewonnen. „Wir konnten Bibop für die Idee der Entrepreneurship Avenue begeistern. Es gibt aber noch finale Gespräche, ob er wirklich kommt“, zeigt sich Rüther über das gute Teamwork begeistert.

Avenue setzt auf Niederschwelligkeit

Die Selektion funktioniert bei der Entrepreneurship Avenue anders, als bei den meisten anderen Startup-Events. Erst wenn alle Services genutzt worden sind – Pitchen, Feedback, Mentorengespräche, Zugriff auf Netzwerke und Infrastruktur – wird selektiert. Die besten Teilnehmer dürfen dann am Abschlussevent, der Conference am 13. Mai teilnehmen. Bei der Conference haben die Unternehmer in Spe die Möglichkeit vor einem großen Publikum zu pitchen und können Kontakte mit Investoren knüpfen. Auch Vertreter von Inkubator- und Accelerator Programmen wie „Axel Springer Plug & Play“ sind vertreten.

Redaktionstipps

Neuigkeiten bei der Conference

Das 20-köpfige Team rund um Bastian und Florian hat sich einige Neuigkeiten für das große Finale am 13. Mai überlegt. Die Neuigkeiten im Detail:

  • Startup-Job-Fair
  • Job Chat
  • Investor’s Coffee
  • Pre-Event

Startup-Job-Fair Die erste Startup-Job-Fair Österreichs gibt 22 Startups die Möglichkeit motivierte Mitarbeiter einzustellen, bzw bekommen Interessierte vize versa die Möglichkeit mit Startups in Kontakt zu treten.

Job Chat Fünf Unternehmen nehmen am Job-Chat teil. „Number 26„, „Speedinvest„, „Movinga“, „Shpock“ und „Kiweno„. Studenten können ein Startup auswählen, ihren CV hochladen und werden anschließend zu einem Bewerbungsgespräch auf der Conference eingeladen. Bewerbungsschluss ist der 8. Mai.


An der Entrepreneurship Avenue Conference nehmen 10 Teams teil. Sieben davon aus den Labs der Avenue. Zwei können sich mittels Video-Pitch qualifizieren und an ein Startup aus Neuseeland wurde eine Wildcard vergeben.


Investor’s Coffee Der Investor’s Coffee soll einen intensiveren Kontakt zwischen Startup und Investor herstellen. Nach dem Pitch können sich beide Parteien informell über das Businessmodell und etwaige Investments unterhalten.

Pre-Event Das Pre-Event soll den Gründern der Zukunft einen Einblick in die Wiener-Startup-Szene geben. Unter anderem besuchen die Teilnehmer zwei Co-Working-Spaces, „Sektor 5“ und den „A1 Startup Campus„.

Wer steckt dahinter

Florian und Bastian in Berlin.
Florian und Bastian in Berlin.

Bastian Rüther kommt aus der Startup-Szene. Im Alter von 20 Jahren hat er mit Freunden das Restaurant Viereck gegründet. Das erste Restaurant in Wien wo mittels Tablet bestellt werden konnte. Aktuell macht Bastian den SIMC-Masterlehrgang an der WU

Florian Ott hat Founder-Talks organisiert und geholfen das WU-Gründerzentrum aufzubauen. Neben der Avenue arbeitet ist er mit einer eigenen Business-Idee in einem AWS-First-Förderungsprogramm und absolviert ebenfalls den SIMC-Masterlehrgang.

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Das microagi-Team | (c) microagi
Das microagi-Team | (c) microagi

Sie gilt aktuell als einer der – mit dem KI-Boom verknüpften – globalen Mega-Trends: die Robotik. Und einmal mehr droht Europa im globalen Wettlauf ins Hintertreffen zu geraten, warnt man beim Münchner Startup microagi. Denn trotz einer großen industriellen Basis und starken Leistungen in Forschung und Entwicklung, laufe China dem Kontinent aktuell davon. Eine besondere Herausforderung für Europa sei dabei die Alterung der Bevölkerung.

„Wir können es uns nicht leisten, Europas Zögern bei der KI zu wiederholen“

„Das industrielle Europa hat 12 bis 18 Monate Zeit, um seinen Vorsprung in der Robotik auszubauen. Wir können es uns nicht leisten, Europas Zögern bei der KI zu wiederholen“, meint Bercan Kilic, Gründer und CEO von microagi.
„Wer Fabriken in Europa betreibt, hat die Zahlen schon auf dem Schreibtisch: Die erfahrensten Mitarbeiter gehen in diesem Jahrzehnt in den Ruhestand, und deren Nachfolger wurden nie geboren.“

Datenaufbereitung im Fokus

Kilic war zuvor Ingenieur bei Red Bull Racing und gründete microagi vor zehn Monaten unter anderem mit einem weiteren ehemaligen Formel-1-Ingenieur von Mercedes-AMG Petronas. Mit dem Startup, das seinen Forschungshauptsitz im Umfeld der ETH Zürich betreibt, setzt das Team auf das Thema Datenaufbereitung. Denn, so heißt es vom Unternehmen: „Roboter erreichen etwa 95 Prozent einer Aufgabe und stagnieren dann. Die letzten paar Prozentpunkte – diejenigen, die darüber entscheiden, ob eine Maschine die Wirtschaftlichkeit der Fabrik tatsächlich verbessert –, stammen ausschließlich aus den eigenen Betriebsdaten und Edge Cases dieser Fabrik.“

Das System Atlas erfasst Daten im laufenden Betrieb und diese in einer Simulation, um sie für werkspezifische Aufgaben zu optimieren. Zusammen mit Hardware-Partnern wie NVIDIA und Unitree setzen dann Ingenieur:innen des Startups vor Ort in den Fabriken ein System auf.

„Unsere Partner bauen wirklich gute Roboter und Modelle“, erklärt CTO Nico Nussbaum. „Unsere Arbeit beginnt danach, in der Fabrikhalle. Wir stellen unsere Ingenieure bei jedem Kunden vor Ort bereit, und das System lernt aus ihren realen Abläufen und speist das in den nächsten Durchlauf ein. So sind sie mit jedem Monat, den wir dort sind, ihrer Konkurrenz ein Stück weiter voraus.“

Rekord-Seedinvestment primär aus Europa

Mit dem System überzeugte microagi nun eine ganze Reihe vorwiegend europäischer Investmentgesellschaften. Mit 55 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 48 Mio. Euro) schließt das Startup nach eigenen Angaben die größte Seed-Finanzierungsrunde in der deutschen Geschichte ab. Den Lead übernimmt dabei Hummingbird mit Sitz in Belgien, mit Beteiligung von Northzone (UK), LocalGlobe (UK), Village Global (USA) und redalpine (Schweiz).

„Europa bildet einige der besten Robotiker der Welt aus – und sieht ihnen dann dabei zu, wie sie Unternehmen in Kalifornien aufbauen. Was gefehlt hat, ist die richtige Ambition“, kommentiert Firat Ileri, Managing Partner bei Hummingbird. „Microagi hat einige der ehrgeizigsten Menschen versammelt, die wir je getroffen haben, sie in Europa gehalten und sie auf eines der schwierigsten Probleme ausgerichtet, die es gibt.“

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