13.04.2021

Entrepreneurship Avenue: Europas größte Startup-Eventreihe für Studierende startet am 20. April

Die Entrepreneurship Avenue ist Europas größte Startup-Veranstaltungsreihe für Studierende, die sich für den Einstieg in die Startup-Szene interessieren oder eine Geschäftsidee haben. Am 20. April startet der Kick-off zur "Lab Series 2021".
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Entrepreneurship Avenue
(c) Entrepreneurship Avenue
kooperation

Die Entrepreneurship Avenue wurde 2014 mit dem Ziel ins Leben gerufen, um Studierende zur Gründung ihres ersten eigenen Unternehmens zu ermutigen – der brutkasten berichtete. Im Zentrum des Programm steht dieses Jahr die sogenannten Lab Series 2021, in der die TeilnehmerInnen interaktiv gemeinsam mit Mentoren erste Ideen entwickeln und in weiterer Folge so die Grundlage für die erste Unternehmensgründung schaffen.

Kick-off am 20. April

Der Kick-off für die Lab Series 2021 findet dieses Jahr am 20. April statt. Hier wird es laut den Initiatoren die Möglichkeit geben, Networking zu betreiben und sich mit anderen TeilnehmerInnen aus der Community auszutauschen sowie erfolgreichen GründerInnen zuzuhören.

Mehr als 20 SpeakerInnen werden im Rahmen der digitalen Veranstaltung Inputs geben. Mit dabei sind unter anderem die Gewinner des Entrepreneurship Avenue Pitch Awards 2020, Melanie Kálmán (COO & Co-Founder bei Epiclay), Christoph Hornik (CEO bei Epiclay) und Alexander Brix (COO von Kaleido AI).

Zudem können sich die TeilnehmerInnen in Breakout-Sessions von mehr als 20 Startup-Projekten inspirieren lassen, die an Universitäten mit unterschiedlichem akademischen Hintergrund aus ganz Österreich gegründet wurden – die gesamte Liste an Projekten findet ihr hier. Dafür hat das Entrepreneurship Center Network (ECN), das die Avenue gemeinsam mit SIMConnect organisiert, insgesamt 24 Partnerhochschulen gewinnen können.

Lab Series 2021

Nach dem Kick-Off-Event, das heuer als groß angelegtes Event für die gesamte Entrepreneurship Avenue Community konzipiert ist, geht es am 27. April mit den Lab Series weiter. Insgesamt sind drei Labs mit unterschiedlichen Themenbereichen geplant – mehr über die Labseries 2021 könnt ihr hier nachlesen.

  • LAB 1 am 27 April | Das erste Lab bietet die Gelegenheit erste Gründungsideen zu präsentieren und interdisziplinäre Teams zu bilden. Zudem erhalten die Teams Einblicke in wichtige Business-Tools.
  • Lab 2 am 11. Mai | Im zweiten Lab steht Mentoring mit Experten aus der österreichischen Startup-Szene am Programm. Sie werden den TeilnehmerInnen wertvolle Einblicke geben und ihre eigenen Gründungserfahrungen teilen.
  • Lab 3 am 25. Mai | Im dritten Lab wird es ein Pitch Training geben. Ziel ist es, dass die TeilnehmerInnen ihren Pitch verbessern und lernen, wie sie ihre Ideen am besten vor potenziellen Investoren präsentieren.

Pitch Day am 1. Juni

Den Abschluss der Entrepreneurship Avenue bildet der sogenannte Pitch Day am 1. Juni 2021, der dieses Jahr als hybrides Event auf dem Campus der Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien) stattfinden wird.

Dieses Jahr ist der Pitch Day laut den Initiatoren vor allem den Studierenden Teams der Lab-Series gewidmet. Am Vormittag finden die Semifinals statt und am Nachmittag der altbekannte Pitch Award. Zudem wird es auch Talks und Raum für Interaktion geben.

Die einzelnen Teams der Lab Series 2021 werden im Rahmen des Events vor einer Expertenjury ihre Projekte und Geschäftsideen pitchen. Zudem erhalten die Gewinner des Pitch Days auch Preise. Die Teilnahme am Programm ist kostenlos. Alle Teilnahmebedingungen findet ihr hier.


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kalkül
© kalkül - Michael Leister (links) und Lukas Weilguny (rechts) von kalkül.

Entstanden ist kalkül aus einem eigenen Problem. Lukas Weilguny und Michael Leister entwickeln als Selbstständige seit 2017 Software für Unternehmen. Als ihr damals genutztes Rechnungsprogramm nach einer Übernahme spürbar schlechter wurde, sahen sie sich nach Alternativen um und testeten mehr als zehn Buchhaltungsprogramme.

„Wir haben kein einziges gefunden, das wirklich einfach und gleichzeitig auf Österreich zugeschnitten war. Buchhaltung ist der langweiligste Teil im Alltag von Selbstständigen. Niemand will stundenlang eine Software lernen, nur um die erste Rechnung zu schreiben. Genau das ändern wir“, erinnert sich Leister.

kalkül: von 1.000 auf 10.000 Nutzer:innen

Also schufen sie 2023 eine eigene Lösung: Ihre Software, die von der we-dev e.U. betrieben wird, dient der Erstellung von Angeboten und Rechnungen, führt die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung mit und deckt Mahnwesen und Zahlungsabgleich ab. Laut Unternehmen ist sie auf die österreichischen Steuervorgaben abgestimmt.

Im November 2024 zählte kalkül 1.000 Nutzer:innen, im Februar 2026 waren es 5.000. Seither hat sich die Zahl innerhalb von sieben Monaten noch einmal verdoppelt. Treibende Kraft hinter dem organischen Wachstum waren den Gründern zufolge persönliche Empfehlungen und die Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Bezahlte Werbeanzeigen testen die Gründer erst seit Kurzem. Das Unternehmen ist eigenfinanziert und hat bis heute keine externe Finanzierung aufgenommen.

Allgemein wird der Markt für Rechnungssoftware im deutschsprachigen Raum von deutschen Anbietern dominiert. Österreich werde dort meist nur als kleines Nischenland mitgedacht. Besonderheiten wie Kleinunternehmerregelung, Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, BAO-Aufbewahrungspflichten oder Verzugszinsen nach österreichischem Recht werden oft nur oberflächlich abgedeckt, sagen die Founder. Kalkül sei hingegen exakt für diesen Markt gebaut, inklusive Rechnern für Einkommensteuer, SVS-Beiträge, Gewinnfreibetrag und Abschreibungen.

Freemium-Modell

Um Selbstständige gerade zu Beginn zu entlasten, setzt kalkül auf ein Freemium-Modell: Kernfunktionen wie Angebote, Rechnungen, Mahnwesen und die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sind ohne Limits dauerhaft kostenlos. Ein Abo indes schaltet Zusatzfunktionen wie den automatischen Bankabgleich mit über 2.600 Banken frei. Der überwiegende Teil der 10.000 Nutzer:innen verwendet die Gratisversion, wie man mitteilt.

„Als wir das Abo eingeführt haben, gab es dafür wochenlang praktisch keine exklusiven Funktionen. Trotzdem haben Leute bezahlt, einfach um die Entwicklung zu unterstützen. Das war für uns das ehrlichste Feedback, das wir bekommen konnten“, sagt Weilguny.

Integrierte Registrierkassenlösung als nächster Schritt

Als nächsten großen Schritt kündigen die Gründer eine integrierte Registrierkassenlösung an. Parallel baut kalkül die Zusammenarbeit mit Steuerberatern aus: Enger Partner ist die Linzer Kanzlei Raml & Partner, die zwölffach als „Steuerberater des Jahres“ (in der Kategorie „Allrounder Oberösterreich“) ausgezeichnet wurde. Weitere Kooperationen sind geplant. Mittelfristig soll außerdem eine KI-gestützte Belegerkennung Ausgaben automatisch auslesen und kategorisieren.

Welche Funktionen zuerst kommen, entscheidet – laut Foundern – weitgehend die Community: Je häufiger ein Feature angefragt wird, desto weiter rückt es nach vorn. „Wir wollen das einfachste Rechnungsprogramm für Selbstständige in Österreich sein“, sagt Leister. „Mit 10.000 Nutzern sind wir ein gutes Stück weiter, aber bei 376.112 Ein-Personen-Unternehmen im Land haben wir noch viel vor uns.“

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