23.11.2022

Enery: Österreichischer Grünstromerzeuger expandiert nach Rumänien

Das Wiener Unternehmen Enery hat sich nach einem neunstelligem Investment im Jahr 2021 zum Ziel gesetzt, der größte Photovoltaik-Betreiber Zentraleuropas zu werden. Mit dem Kauf eines Portfolios für erneuerbare Energie baut Enery nun seine Position in Rumänien weiter aus.
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Die Enery-Gründer Richard König und Lukas Nemec
Die Enery-Gründer Richard König und Lukas Nemec | (c) Enery/Thomas Peintinger

Erst im Frühjahr 2021 investierte der Infrastrukturfonds 3SIIF einen nicht näher genannten dreistelligen Millionenbetrag in den Wiener Grünstromerzeuger Enery, der 2019 von Richard König, Lukas Nemec und RP Global gegründet wurde. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf Investitionen in bestehende und neue Solaranlagen und andere Anlagen für erneuerbare Energien in CEE und Österreich.

Im Zuge des Investments kündigte Enery damals an, einer der größten Photovoltaik-Betreiber Zentraleuropas werden zu wollen. Unter anderem kaufte das Unternehmen in der Vergangenheit bereits Solar-Kraftwerke in mehreren zentraleuropäischen Ländern auf, darunter etwa auch den größten Solarpark Bulgariens. 

Enery baut die Präsenz in Rumänien aus

Mit dem Erwerb des Transeastern-Portfolios von der an der kanadischen Börse notierten Jade Power Trust baut der österreichische Grünstromerzeuger Enery nun seine Expansion im CEE-Raum weiter aus, wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab. Das erworbene Porfolio umfasst zwei Onshore-Windparks, zwei Photovoltaikanlagen und zwei Wasserkraftwerke. Die sechs Energieanlagen verfügen über eine installierte Gesamtleistung von 81 Megawatt und wurden bereits zwischen 2011 und 2014 in Betrieb genommen.

Weitere Anlagen sollen folgen

Bereits im September hat Enery in Rumänien fünf Photovoltaikparks übernommen. Der Großteil der grünzertifizierten Energie des Portfolios wird über langfristige Abnahmeverträge mit den größten Industrieunternehmen Rumäniens verkauft. Zudem sollen weitere Anlagen in Rumänien folgen. „Rumänien ist ein Kernwachstumsmarkt für Enery, wir planen nächstes Jahr zwei weitere Solarparks zu errichten“, so Richard König, CEO, und Lukas Nemec, COO von Enery, über die weiteren Wachstumspläne.

Mit der Akquisition wächst das Betriebsportfolio von Enery auf insgesamt 273 Megawatt an, die Gesamtproduktion steigt auf 375 Gigawattstunden. Erst im August expandierte das Unternehmen aus Wien auch nach Estland und erhielt damals den Zuschlag für ein großes Solarprojekt.

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© fonio/canva - Alexander Brix.

Das Scaleup fonio.ai von Daniel Keinrath und Matthias Gruber ist eines der aufstrebendsten Startups Österreichs. Im Juni sicherte man sich ein 14,6 Millionen Euro Seed-Investment und knackte rund zwei Monate später die 10-Mio.-ARR-Marke. Am AustrianStartups Summit verkündete CCO Alexander Brix gegenüber brutkasten die nächsten Ziele. Und die sind ambitioniert.

fonio: Globaler Rollout

Fonio.ai möchte im kommenden Jahr seine Präsenz global ausbauen. „Wir wollen 20 neue Märkte in Nord Amerika und Europa aufgreifen“, sagt Brix. „Wir streben aber auch Asien an, um auf der globalen Landkarte präsent zu bleiben und eine global führende Marke aus Wien heraus aufzubauen. Auch ein Büro in New York ist geplant. Das größte Risiko für uns ist momentan, langsamer zu werden und unsere schnelle Arbeitskultur zu verlieren.“

Mehr Arbeitskraft geplant

In diesem Sinne möchte das Wiener KI-Startup 2027 auch 300 neue Mitarbeiter:innen einstellen und schielt schon, zumindest peripher, auf einen Decacorn-Status hin. Eine genaue Timeline dafür hat das Team nicht, aber das Mindset dafür wohl bereits inhaliert, wenn Brix sagt: „Es ist kein Status, auf den man hinarbeitet, sondern man möchte einen guten Job machen und das Produkt in möglichst viele Unternehmen bringen. Dass man dann vielleicht Decacorn wird, ist ein Nebeneffekt. Einen Zeitrahmen, bis wir das schaffen, haben wir uns nicht gesetzt, aber es ist unsere Ambition einen Global Player zu bauen und sicherzustellen, dass der ‚AI Communication Layer‘ aus Europa kommt und nicht von amerikanischen oder vielleicht chinesischen Unternehmen besetzt wird. Wer die Kommunikation beherrscht, der hat sehr viel Macht. Und wir wollen diese Macht auf jeden Fall in Europa halten. Das heißt, um das zu schaffen, ist es der natürliche Weg, dass wir ein Decacorn werden.“

Series-A steht an

Auf diesem Weg habe man aktuell ein Angebot entwickelt, das mittlerweile sämtliche textbasierten Kommunikationskanäle sowie Telefonsysteme in Form von PBX umfasse. Damit könne man die gesamte „Communication Suite“ mittelständischer Unternehmen bereits vollständig abdecken, erzählt Brix von einer weiteren Neuerung. Eine andere Neuigkeit betrifft die Finanzierung. Zwar gibt sich Brix dazu etwas bedeckt, lässt aber fallen, dass man kurz vor einer Series-A-Finanzierung stehe. Details sollen im kommenden Jahr folgen.

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