13.09.2016

Endiio: Wachstumskapital für Tiroler Startup

Das Funktechnologie-Startup endiio aus Innsbruck kann den erfolgreichen Abschluss einer Finanzierungsrunde unter der Führung des aws Gründerfonds und mit Beteiligung der Situlus Holding feiern. Es erhält ein Investment im sechsstelligen Bereich.
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(c) endiio: Das IoT-Startup erhält erstes Wachstumskapital.

Gute Nachrichten gibt es dieser Tage aus Tirol. Das Innsbrucker Tech-Startup endiio erhält erstes Wachstumskapital vom aws Gründerfonds und der Situlus Holding. Mit dem sechsstelligen Betrag soll die Weiterentwicklung der Technologie und der bevorstehenden Markteinstieg finanziert werden.

Ein Markt mit Potenzial

Mit einer neuartigen Funktechnologie macht es das Startup möglich, dass zehntausende Sensoren individuell, robust und stromsparend mit einem einzigen Zentralgerät kommunizieren. Große Sensornetzwerke in verschiedenen Anwendungsbereichen des industriellen Internet der Dinge können dadurch effizient und wartungsfrei betrieben werden.

Redaktionstipps

Freude in Tirol

Endiio ist ein Spin-Off der Universität Freiburg. Nach der Gründung im Februar 2015 entschieden sich die Founder, ihren Firmenstandort in Tirol zu errichten. Dort freut man sich über das Investment: „Mit Startups wie endiio gewinnt der Standort schnell wachsende Unternehmen mit einem hochwertigen Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen“, sagt die Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.

Ralf Kunzmannn, der Geschäftsführer des aws Gründerfonds betont die Wichtigkeit des schnell wachsenden IOT-Marktes, auf dem endiio einen wichtigen Beitrag leisten könne: „endiio hat ein innovatives Produkt entwickelt, das sich im stark wachsenden industriellen IoT-Markt positioniert. Zukünftig werden Milliarden von Sensoren miteinander vernetzt sein und drahtlos kommunizieren – in unterschiedlichsten Segmenten von Logistik bis hin zur Landwirtschaft.“

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© invest.austria

Am 4. November 2026 lädt der Branchenverband invest.austria in den Apothekertrakt des Schlosses Schönbrunn. Unter dem Motto „Postcard or Powerhouse: The European Imperative“ versammelt das Event mehr als 500 Gäste, darunter Business Angels, Venture-Capital- und Private-Equity-Investor:innen sowie Family Offices aus Österreich, der DACH-Region und CEE.

Vor dem Hintergrund aktueller makroökonomischer Herausforderungen soll ein Weckruf an das Ökosystem formuliert werden: „Europa steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Wir können nicht länger nur die malerische Postkarten-Kulisse der Welt sein, wir müssen zu einem echten wirtschaftlichen Powerhouse werden“, so Niki Futter, Präsident von invest.austria.

Europa soll seine Industriestärke ausspielen

Inhaltlich gliedert sich die Konferenz in drei Schwerpunkte: die Nutzung industrieller Kernkompetenzen, eine klare geopolitische und technologische Positionierung sowie die Beschleunigung von Kapitalflüssen. Im Fokus stehen neben Robotik und industrieller KI auch Investitionen in Souveränitäts- und Verteidigungstechnologien.

Wie sich universitäre Forschung zu einem marktführenden Deep-Tech-Unternehmen entwickeln lässt, skizziert Georg Kopetz, Co-Gründer und CEO von TTTech, in seiner Keynote. Kopetz forderte im brutkasten-Interview bereits eine stärkere Vernetzung europäischer Börsenplätze, um heimischen Tech-Akteuren bessere Wachstumsbedingungen zu bieten.

Auch das Thema Künstliche Intelligenz ist prominent besetzt: Mit Dennis Just spricht ein Vertreter des europäischen KI-Unternehmens Mistral. Just sorgte im Frühjahr für Schlagzeilen: Mistral übernahm das von ihm mitgegründete Linzer Startup Emmi AI (brutkasten berichtete).

„Unser Ziel ist es, Österreich und die CEE-Region noch stärker als attraktiven Investitions- und Innovationsstandort zu positionieren“, beschreibt Daniela Haunstein, Geschäftsführerin von invest.austria, die Mission der Konferenz.

Wo das Wachstumskapital herkommen soll

Neben der technologischen Ausrichtung steht die Mobilisierung von Wachstumskapital im Vordergrund. Dabei wird konkret die Rolle des geplanten österreichischen „Startup & Scale-Up Fund“ diskutiert. Ein eigenes Panel thematisiert, inwiefern Dachfonds als Brückenbauer die Finanzierungslücke zwischen Tech-Unternehmen und institutionellem Kapital schließen können.

Valentin Krenkel, stellvertretender Geschäftsführer von invest.austria, betont: „Ein leistungsfähiger Kapitalmarkt braucht mehr als nur die Finanzierung junger Startups. Von der ersten Wachstumsphase über die internationale Skalierung bis hin zu Unternehmensnachfolgen und erfolgreichen Exits spielt privates Kapital eine entscheidende Rolle. Genau diese Bandbreite wollen wir auf der invest.austria conference sichtbar machen.“

Details zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

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