29.09.2025
KONKURS

endiio: Grazer Tech-Startup in Konkurs

Über einen Eigenantrag musste das in Graz sitzende IoT-Startup endiio ein Konkursverfahren anmelden.
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easyvegan Pixelrunner FireStart P4 Therapeutics - Insolvenzen
(c) Adobe Stock

Das in Graz sitzende Startup endiio ist insolvent. Gegründet wurde es im Jahr 2014 als Spin-off der Universität Freiburg. Nach der Gründung entschieden sich die Founder, ihren Firmenstandort zunächst nach Tirol und später nach Graz zu verlegen.

endiio holte sich Kapital vom aws Gründerfonds

Im September 2016 erhielt man erstes Wachstumskapital vom aws Gründerfonds und der Situlus Holding – brutkasten berichtete. Mit dem als sechsstelligen Beitrag titulierten Wachstumskapital wollte man die Weiterentwicklung der Technologie und den damals bevorstehenden Markteinstieg finanzieren.

Dieser bewegte sich im Bereich des „Internet der Dinge“. Mit seiner damals neuartigen Funktechnologie wollte das Startup „zehntausende Sensoren individuell, robust und stromsparend mit einem Zentralgerät“ untereinander kommunizieren lassen. Dabei konnten große Sensor-Netzwerke in verschiedenen industriellen Anwendungsbereichen „effizient und wartungsfrei“ in Betrieb genommen werden.

„10.000-mal weniger Strom“

Mit seiner Lösung wollte endiio „10.000-mal weniger Strom“ benötigen als herkömmliche Systeme vergleichbarer Art. Die Lösung des Startups soll Soft- und Hardware kombiniert haben, die sie besonders anwendungsfreundlich für Industriekunden machen sollte.

endiio löst dieses Problem mit einer neuen Kommunikationstechnologie, die im Echtzeitmodus 10.000-mal weniger Strom benötigt als herkömmliche Systeme. Durch eine softwarebasierte Aufweckstrategie sind Sensoren im Schlafmodus jederzeit ansprechbar. endiio hat eine Lösung – bestehend aus Software und Hardware – entwickelt, die es den Kunden ermöglicht, diese Technologie schnell und einfach in ihre Systeme zu integrieren.

Zehn Jahre später in Konkurs

Nun, über ein Jahrzehnt nach Gründung, muss das nun in Graz sitzende Startup Konkurs anmelden. Der Antragsteller ging vom Schuldner, also vom Startup selbst, beim Landesgericht Graz ein, wie es der KSV1870 heute vermeldet.

Aktuell sind Andreas Brenner und Tolgay Ungan als Geschäftsführer der endiio GmbH vermerkt. Zu den Gründen, warum es zum Konkursverfahren kam, gab es bislang keine Informationen. Eine Anfrage von brutkasten an das Startup blieb bislang unbeantwortet.

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Vl.: Albert Schmidbauer, Philip Pauer und Laurenz Hoffmann | (c) Biogena / Reploid / Alimentastic
v.l.: Albert Schmidbauer, Philip Pauer und Laurenz Hoffmann | © Biogena / Reploid / Alimentastic

Das Welser Insektenzucht-Scaleup Reploid bleibt weiterhin voll auf Wachstumskurs. Erst vor wenigen Tagen berichtete brutkasten über aktuelle Geschäftszahlen und Nordamerika-Expansionspläne. Nun verkündete das Unternehmen eine Beteiligung über 25,5 Prozent am Salzburger Food-Vertriebsspezialisten Alimentastic. Dabei bestehe die Option auf eine Aufstockung auf 51 Prozent in den kommenden drei Jahren. Spannend: Bereits seit März ist laut Firmenbuch die Addendum Holding von Reploid-Gründer Philip Pauer mit 25,5 Prozent an Alimentastic beteiligt. Somit befinden sich bereits jetzt 51 Prozent der Anteile in seiner Einflusssphäre.

Alimentastic als „Brückenbauer“ für Food-Unternehmen

Die Anteile übernahm Reploid von der Akira Management Holding von Biogena-Gründer Albert Schmidbauer, die nun noch 26 Prozent hält. Der Salzburger Nahrungsergänzungsmittel-Spezialist ist bekanntlich bei mehreren heimischen Food-Startups beteiligt und baute die Marke Alimentastic in den vergangenen Jahren unter anderem auch für diese Portfolio-Unternehmen auf. Das Unternehmen versteht sich als „Brückenbauer zwischen den Herstellern von Produkten auf der einen Seite und dem Lebensmittelhandel, dem Fachhandel und dem Großhandel auf der anderen Seite“. Dabei übernehme man die komplette Wertschöpfungskette von der Produktentwicklung zur Markteinführung über Distribution und Logistik bis hin zu Marketing- und Vertriebsstrategien, heißt es in einer Aussendung.

Reploid setzt auch auf Consumer Brands

Reploid wiederum betreibt neben seinem B2B-Geschäft mit dem Aufbau von Insektenzuchtanlagen ebenfalls zwei Consumer Brands – die Hundefutter-Marke „Schnauze & Co“ und die Edelpilz-Marke „Vitus Vitality“. Für diese und weitere geplante Marken soll Alimentastic nun den Vertrieb übernehmen. Mastermind soll dabei Geschäftsführer und Eigentümer der verbleibenden 23 Prozent, Laurenz Hoffmann, bleiben. Er steht nach Führungspositionen bei Hofer, Aldi Süd und Kaufland und dem CEO-Posten der Restaurant-Kette dean&david seit 2023 an der Spitze von Alimentastic.

Er wolle nun den Wachstumskurs von Reploid marketingseitig unterstützen und die Produkte „vertriebsgerecht positionieren“, kommentiert Hoffmann. Und Reploid-CEO Pauer erklärt: „Mit unserer Beteiligung an Alimentastic erhalten wir sowohl einen stärkeren Zugang zum Einzelhandel als auch wertvolles Markt-Knowhow. Mit Laurenz Hoffmann verantwortet ein erfahrener Manager im Bereich Fast Moving Consumer Goods das gruppenweite Marketing und die Vertriebsaktivitäten von Konsumprodukten.“

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