Employee Experience Champions: brutkasten startet mit Partnern Award für Top-Arbeitgeber
Die Initiatoren des Employee Experience Summit launchen gemeinsam eine neue Auszeichnung für Unternehmen, die beste Mitarbeitererfahrungen bieten, und zeichnen Arbeitgeber:innen einmal jährlich als Employee Experience Champions aus. Die Awards werden Anfang Oktober 2022 an die Sieger in neun Kategorien verliehen.
Drei Vorreiter und Pioniere zum Thema Employee Experience in Österreich – Dejan Jovicevic (Gründer und CEO der brutkasten, Innovationsmedium), Gudrun Keindl (LSZ, Event- und Konferenzveranstalter) und Maximilian Lammer – bieten ab sofort ein neues Siegel für Arbeitgeber:innen an. Dabei steht einzig das strategische Zukunftsthema “Employee Experience” im Fokus. “Wir möchten mehr Bewusstsein schaffen für dieses so entscheidende Thema und gleichzeitig den Champions eine verdiente Bühne bieten”, erklärt Dejan Jovicevic. Ausgehend vom Format des Employee Experience Summits ist der Gedanke gereift, für “Employee Experience” eine eigene Auszeichnung zu entwickeln und beste Arbeitgeber sichtbar zu machen.
Mitarbeiter:innen entscheiden
Der Award folgt klar dem Motto “Mensch im Mittelpunkt”. Das bedeutet, dass das Votum der Mitarbeitenden die Grundlage für die Bewertung eines Unternehmens ist. Mittels online unterstützter Befragungstechnik wird die Employee Experience in den drei Dimensionen – physisch, digital, kulturell – abgefragt. “Jedes Unternehmen erhält auf Basis des Ergebnisses einen konkreten Status zu Employee Experience, einen Vergleichswert im österreichischen Zusammenhang sowie in der Branche, und passende Empfehlungen für eine Optimierung”, beschreibt Maximilian Lammer die Auswertungen und praktischen Anknüpfungspunkte für Firmen. “Wir bieten nicht nur Ranking und Auszeichnung, sondern auch Optionen für Maßnahmen und Aktivitäten zur aktiven Verbesserung.”
Auszeichnung in neun Kategorien
Im Herbst 2022 werden die ersten Employee Experience Champions offiziell geehrt und im Rahmen einer Gala ausgezeichnet. Die Awards werden dazu in insgesamt neun Branchen-Kategorien vergeben: Dienstleistung, Handel, Tourismus, Financial Services, Gesundheit & Soziales, Transport & Logistik, Industrie, Public Sector und IT, Medien & Telekom. Natürlich wird auch ein Gesamtsieger über alle Branchen gekürt. “Employee Experience ist ein wichtiges Thema für Unternehmen jeder Größe und aus allen Branchen. Viele Unternehmen sind bereits attraktive Arbeitgeber, wir wollen mit diesem Award die unwiderstehlichen Arbeitgeber belohnen”, sagt Gudrun Keindl, “Unternehmen brauchen ein neues Unterscheidungsmerkmal und Employee Experience ist der beste Gradmesser dazu”.
So kannst du an „Employee Experience Champions“ teilnehmen
Grundsätzlich kann jedes Unternehmen mit Sitz in Österreich am Award teilnehmen. Die Grundlage für die Bewertung ist die Befragung der Mitarbeitenden der Firma. Die Befragung wird online durchgeführt. Jedes teilnehmende Unternehmen erhält einen eigenen Report, sowie entsprechende Empfehlungen, Branchenrankings und österreichweite Vergleichswerte. Außerdem sind die Teilnahme an der Gala und dem Employee Experience Summit 2022 inkludiert, sowie umfassende Berichterstattung durch unsere Medienpartner. Die Auszeichnung ist ein Jahr gültig und soll für Arbeitgeber Marketing verwendet werden.
Die Projektmanagerin, die nie schläft: accilium zeigt bei der aIQon KI-Agenten im Echtbetrieb
Mit ihrer ersten „aIQon“ hat die Wiener Strategieberatung accilium ein neues Format gestartet: keine Folien, nur Live-Demos von KI-Agenten, die bereits im Einsatz sind. Im Mittelpunkt stand Aurelia, eine Agentin, die als Mitglied eines Projektteams in Microsoft Teams mitarbeitet.
Die Projektmanagerin, die nie schläft: accilium zeigt bei der aIQon KI-Agenten im Echtbetrieb
Mit ihrer ersten „aIQon“ hat die Wiener Strategieberatung accilium ein neues Format gestartet: keine Folien, nur Live-Demos von KI-Agenten, die bereits im Einsatz sind. Im Mittelpunkt stand Aurelia, eine Agentin, die als Mitglied eines Projektteams in Microsoft Teams mitarbeitet.
Opening Fireside Chat bei der aIQon: Peter Allan (accilium) diskutierte mit Alexia Feick (Microsoft) und Paul Strunz (Wien Energie) über KI im Unternehmensalltag. (c) Zsolt Marton
Keine Charts, keine Keynotes, nur Dinge, die funktionieren. Mit dieser Regel eröffnete Peter Allan, AI Lead und Managing Partner bei accilium, am 22. Oktober die erste aIQon im 15. Stock des Juwel Wien. Das Format lehnt sich an Tech-Konferenzen an: Ein Team stellt ein Problem vor, zeigt live, was es dagegen gebaut hat, und erklärt, was es dabei gelernt hat. Allan nannte den Nachmittag ein Experiment. Wer Organisationen das Potenzial von KI vermitteln wolle, komme mit Folien nicht mehr weit, man müsse es zeigen.
Von der Beratung zum Bauen
accilium ist eine österreichische Strategie- und Managementberatung mit Sitz am Wiener Schubertring, die unter anderem für den öffentlichen Sektor arbeitet. Erst im September erhielt das Unternehmen den Zuschlag für einen Rahmenvertrag der Bundesbeschaffung GmbH (BBG) zur Digitalisierung der Verwaltung mit einem Volumen von bis zu 39 Millionen Euro.
Mit der aIQon zeigt accilium eine weitere Seite: Das Unternehmen hat heuer ein eigenes Team aus Forward Deployed Engineers aufgebaut, also Entwickler:innen, die direkt mit den Kunden arbeiten und Lösungen nicht nur konzipieren, sondern auch bauen. Die Rolle kommt aus der Software-Industrie und wird derzeit von führenden KI-Anbietern etabliert. Für eine Beratung heißt das: Strategie und Umsetzung aus einer Hand. Die gezeigten Agenten stammen alle aus diesem Team und laufen bei accilium selbst im Echtbetrieb.
(c) Zsolt Marton
Eine Kollegin, die alles mitliest
Aurelia ist ein eigenes Mitglied in einem Teams-Kanal. Sie hat ein eigenes Konto, liest Kanal, Postfach, Planner und Kalender eines Projekts mit und tut, was das Team ihr sagt. Im Szenario der Demo kehrt Projektleiterin Pia aus zwei Wochen Urlaub zurück und fragt Aurelia, was passiert ist. Statt Dutzende Nachrichten nachzulesen, bekommt sie in einer Antwort, was entschieden wurde und was für sie offen ist. Eine Kollegin ist krank: Aurelia findet deren fällige Aufgaben, schlägt Vertretungen vor und hängt die Aufgaben nach Pias Zustimmung im Planner um. Als die Kundin per Mail den Lenkungskreis vorziehen will, meldet sich Aurelia von selbst, weist darauf hin, dass eine Kollegin an dem Tag im Urlaub ist, und fragt nach, bevor sie den Termin verschiebt. Zum Jour fixe steht die Agenda in der Einladung, und eine Kollegin wird an ihren Kurzbericht erinnert.
(c) Zsolt Marton
Die Regeln dahinter sind klar: Aurelia liest alles mit, meldet sich von selbst aber nur dort, wo das Team es ihr aufgetragen hat. Planner und Kalender ändert sie erst nach einem Ja, Mails nach außen schickt sie nicht. Was sie darf, steht laut accilium im Code und nicht im Prompt. Die Regeln selbst gibt ihr das Team im Kanal, in ganz normalen Sätzen, so wie einer neuen Kollegin. Technisch läuft alles in einem Microsoft-Tenant auf Azure in der EU, das Sprachmodell in der EU-Datenzone.
Das wichtigste Learning kam aus dem eigenen Betrieb: Das richtige Maß ist für jedes Team ein anderes. Manche wollen täglich einen Status, andere jemanden, der im Hintergrund die Fäden zusammenhält und sich nur auf Nachfrage meldet. Deshalb lässt sich heute einstellen, wie proaktiv Aurelia ist. Und weil Teams einen Agenten als Kollegin wahrnehmen, gelte dasselbe wie bei jeder neuen Mitarbeiterin: Beide Seiten müssen sich aneinander gewöhnen.
Dasselbe Prinzip auf drei Ebenen
(c) Zsolt Marton
Zwei weitere Demos zeigten, dass der Ansatz auch jenseits des Projektteams funktioniert. „Linda Legal“ bündelt das Erfahrungswissen einer Rechtsabteilung und prüft direkt in Outlook Verträge gegen Richtlinie und Verhandlungsprotokoll. In der Demo entdeckte sie, dass in einem Paragrafen „jeweils“ statt des vereinbarten „zusammen“ stand, womit pro Wochenabruf 8.000 statt 4.000 Euro fällig geworden wären. Ihr Wissen liegt in lesbaren Dateien, die die Fachabteilung ohne IT selbst pflegt. „Erich Aigner“ wiederum ist ein persönlicher Assistent: Ein Berater erzählt ihm nach einem Kundentermin eine Minute lang, was zu tun ist, danach stehen Nachricht, Folgetermin und Mailentwürfe bereit. Gesendet wird nichts, das entscheidet der Mensch.
(c) Zsolt Marton
Drei Agenten, drei Ebenen: Team, Fachwissen, einzelne Person. Allen gemeinsam ist dasselbe Prinzip. Lesen, sortieren und vorbereiten tun die Agenten selbstständig, ändern und nach außen kommunizieren nur nach menschlicher Freigabe. Und diese Grenze ist technisch verankert, nicht bloß im Prompt versprochen.
Die Technik ist nicht der Engpass
Dass genau das die eigentliche Arbeit ist, zeigte auch der Opening Fireside Chat, in dem Peter Allan mit Alexia Feick und Paul Strunz über KI im Alltag, Top-down und Bottom-up in der Transformation und die Messbarkeit von KI-Projekten sprach. Strunz leitet das Digital Competence Center der Wien Energie, Feick war früher bei accilium und arbeitet heute im Customer Success bei Microsoft. Ihr gemeinsamer Befund: Die heutigen Modelle sind gut genug, der Hebel liegt in Prozessen, Governance und Befähigung. Feick riet, bei konkreten Pain Points anzusetzen statt bei dem Wunsch, „KI zu haben“. Der Output nach sechs Monaten solle eine veränderte Arbeitsweise mit messbarem Ergebnis sein, und lieber ein Use Case im crossfunktionalen Team als 30 kleine Proof-of-Concepts. Strunz ergänzte, dass Effizienzgewinne verpuffen, wenn die Prozesse dahinter nicht angepasst werden; bei der Wien Energie misst man unter anderem die Zahl aktiver Citizen Developer, eingesparte Stunden und eingespartes Geld.
(c) Zsolt Marton
Allan sieht in Agenten vor allem eine Wachstumschance: Es gebe unendlich viel Nachfrage nach Services, und wer es clever mache, nutze Agenten, um jeden einzelnen Job besser und kreativer zu machen. Bei accilium selbst sei keine Stelle durch KI ersetzt worden, wohl aber viel administrative Arbeit weggefallen. Intern begleitet das Unternehmen den Wandel mit einem eigenen Rhythmus: Jede Woche gibt es einen neuen „Build“ mit Skills, Tools und Trainings, wie bei einem Software-Unternehmen.
Alle Demos, Baupläne, Prompts und Skills stellt accilium offen zum Download bereit. Wer nicht dabei war, kann die Agenten also nachbauen. Auch das ist für eine Beratung ungewöhnlich und passt zum Anspruch des Formats: zeigen statt erklären.
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