17.09.2015

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Empfehlungssysteme ersetzten online den Verkäufer, funktionieren aber nicht immer perfekt

Wenn man von Amazon nach dem Kauf einer Waschmaschine noch wochenlang unter der Rubrik “das könnte Ihnen auch gefallen” weitere Waschmaschinen vorgeschlagen bekommt, gibt es zwei mögliche Erklärungen: vielleicht wird man aufgrund seines Surf-Verhaltens für einen Waschsalon gehalten, oder man ist soeben auf eine Schwachstelle sogenannter “Recommender Systems” gestoßen. Der Wurm steckt in diesem Fall in jenem Grundsystem, das die Eigenschaften eines Objektes charakterisiert und dann nach ähnlichen Objekten sucht. Was bei Schmuck und Mode sinnvoll ist, stößt bei Haushaltsgeräten naturgemäß an seine Grenzen.

Nutzer mit ähnlichen Vorlieben

Die “Recommendation Engine” von Amazon ist der Kern des Erfolgs des Online-Konzerns und hat deshalb natürlich auch noch andere Standbeine. Eine weitere Methode, die der Online-Händler zur Perfektion treibt, ist die Charakterisierung des Nutzers und die Suche nach ähnlichen Nutzern. Was nach der perfekten Partnersuche klingt, dient natürlich einem anderen Zweck: vorgeschlagen werden dann Objekte, die Nutzern mit ähnlichen Vorlieben gefallen. Amazon analysiert dazu nicht nur das Kaufverhalten, sondern auch angesehene Produkte, den Inhalt von Warenkorb und Wunschliste. Dieses System wiederum funktioniert erst dann, wenn man eine große Datenmenge zur Verfügung hat.

Königsdiziplin Filme und Musik

Auf dem Feld der Empfehlungssysteme gibt es noch viel zu erforschen und zu verbessern. Derzeit findet an der TU Wien noch bis Sonntag eine internationale Konferenz zu dem Thema statt. Schon die Liste der Unterstützer zeigt, dass “Recommender Systems” nicht nur für klassische Online-Händler interessant sind: Xing verwendet solche Systeme genauso wie Booikng.com, Pandora oder Netflix. Das “Matching” von Filmen oder Musik gilt als eine der Königsdisziplinen – es ist nicht einfach, sie mit berechenbaren Eigenschaften zu versehen und dann Filme oder Musik mit ähnlichen Eigenschaften zu finden, die demselben Nutzer auch gefallen. An der TU Wien arbeitet Hannes Werthner vom Institut für Softwaretechnik und interaktive Systeme daran, solche Systeme zu verbessern. Aktuell ist etwa die Empfehlung von Reisezielen auf Basis von Bildern, die einem Nutzer gefallen. „Letzten Endes ist ein Recommender-System genau dann gut, wenn der User damit zufrieden ist“, meint Hannes Werthner. „Unser Ziel ist nicht, den größtmöglichen Business Return zu generieren, sondern intelligente Lösungen zu entwickeln, die uns allen einen echten Vorteil bringen.“

Berechnen, ob es zu einem Kauf kommt

Die Algorithmen von “Recommender Systems” taugen aber nicht nur für Produktempfehlungen. Auf der Basis von Klicks, die ein Nutzer auf einer Website tätigt, kann auch berechnet werden, ob es zu einem Kauf kommt. Genau das ist die Aufgabe einer Challenge im Rahmen der internationalen TU-Konferenz. Firmen stellen anonymisierte Daten zur Verfügung und Teams aus aller Welt versuchen im Rahmen der “RecSys-Challenge” möglichst rasch daraus die richtigen Schlussfolgerungen zu berechnen.

ACM Conference on Recommender Systems
TU Wien, 16.-20. September 2015
http://recsys.acm.org/recsys15/

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Das energiedigital Team mit Investor Ali Siddiqui (7. v.l.) © energiedigital

Bislang war das 2022 gegründete Grazer Startup energiedigital rein aus Eigenmitteln, Förderungen und Cashflow gewachsen. Nun hat das Team rund um die Gründer Martin Moser, Andreas Zobl und Stefano Coss erstmals externes Kapital aufgenommen. Wie der ORF Steiermark zunächst berichtete, steigt Ali Siddiqui, Vorsitzender der JS Bank in Pakistan bei dem steirischen Unternehmen ein. Aus dem Firmenbuch geht hervor, dass der neue Gesellschafter 50 Prozent der Anteile übernimmt. Über die genaue Summe der Seed-Runde wurde Stillschweigen vereinbart.

Fokus auf Spanien, Frankreich und UK

Der Kontakt in die Vereinigten Arabischen Emirate kam vor ca. einem Jahr über NEOS-Mitgründer Veit Dengler zustande, der sowohl mit dem Investor als auch mit Co-Founder Coss vernetzt ist. „Dieser Investor hat schon sehr viele Green-Tech-Investments getätigt und ein sehr großes Netzwerk“, erklärt Mitgründer Martin Moser im Gespräch mit brutkasten. Man hätte sich über mehrere Monate hinweg angenähert und schussendlich beschlossen zusammenzuarbeiten.

Das frische Kapital fließt nun in die Weiterentwicklung der Produkte und vorrangig in den Vertriebsausbau. Im Visier hat das aktuell zehnköpfige Team, das bis Jahresende auf 20 Mitarbeitende anwachsen soll, Märkte wie Spanien, Frankreich und Großbritannien.

„Low-hanging fruits“ ernten

Entscheidend für den Markteintritt sind rechtliche Rahmenbedingungen, der lokale Smart-Meter-Ausbau sowie die Verfügbarkeit dynamischer Stromtarife. „Deswegen ist zum Beispiel Deutschland nicht ganz vorne auf unserer Liste, weil die leider mit dem Smart-Meter-Ausbau noch weiter hinten sind“, so Moser.

Die beauftragte Marktstudie identifiziert Spanien, Frankreich oder auch England als attraktive Zielmärkte. Dort will man nun im nächsten Schritt „die Low-hanging fruits ernten“, erklärt Moser im Interview. Eigene Büros im Ausland sind vorerst nicht geplant, das Startup operiert weiterhin vom Grazer Standort aus.

Zwei Säulen im Geschäftsmodell

Hinter energiedigital steht ein eingeschweißtes Gründerteam: Martin Moser und Andreas Zobl arbeiten bereits seit 2005 zusammen, als sie die heutige quadratic GmbH (ursprünglich snowreporter Telekommunikationssysteme GmbH) gründeten. Das anfängliche Kerngeschäft mit Wetterstationen unter anderem auf Skipisten verlagerte sich im Laufe der Jahre zunehmend in den Energiebereich. Aus diesem strategischen Wandel heraus entstand schließlich die Tochtergesellschaft energiedigital.

Energiedigital finanziert sich über zwei Standbeine: Einerseits bietet das Startup eine Software-Lösung für die Verwaltung und Verrechnung von Energiegemeinschaften an. Dabei werden ein bis zwei Cent pro ausgetauschter Kilowattstunde verrechnet. Andererseits optimiert das Unternehmen Stromlasten bei Endkonsument:innen. Über Kooperationen mit Herstellern, etwa von Warmwasser-Boilern, und ein B2C-Abonnement sorgt das Startup laut eigenen Angaben dafür, dass Hardware dann Energie bezieht, wenn der Strom günstig ist.

Mit dem frischen Kapital im Rücken bereitet sich energiedigital bereits auf das nächste Wachstumskapitel vor: Laut Moser soll spätestens in zwei Jahren eine Series-A-Runde folgen.

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