28.12.2021

Wiener Linien: Eloop-Teslas erstmals Teil von WienMobil

Eloop-Autos dürfen erstmals an einer WienMobil-Station abgestellt werden – aber nur an einer einzigen in Wien.
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Eloop
(c) Eloop

Die Wiener Linien erleichtern unter dem Titel „WienMobil“ den Umstieg von Öffis auf Sharing-Angebote für die „letzte Meile“ zwischen Station und Ziel. Bisher umfasst das Angebot mit diversen Partnern etwa E-Mopeds, Fahrräder oder Autos. Mit der Neueröffnung der jüngsten WienMobil-Station in der Wiener Seestadt Aspern werden erstmals auch Stellplätze für Sharing-Cars des Wiener Startups Eloop angeboten.

Allerdings bleibt es zumindest vorerst bei dieser einen Station – Eloop-Autos können dort auf fünf reservierten Stellplätzen ausgeliehen und zurückgegeben werden. An anderen WienMobil-Stationen können die Eloop-Autos nicht abgestellt werden. In Wien können die Fahrzeuge aber zudem in der „Homezone“ abgestellt und retourniert werden. Diese Zone umfasst derzeit zwar fast alle Wiener Bezirke, aber gerade außerhalb des Gürtels nicht flächendeckend – seit der Kooperation mit den Wiener Linien in der Seestadt gehören auch einige Straßen in dem dortigen Gebiet zur „Homezone“. „Rund 8.000 Aspern Bewohner:innen sind nun noch besser angebunden“, freut sich das Startup. Mit Ende des Jahres soll der Fuhrpark von Eloop auf 200 Teslas wachsen.

Das erste Mal Carsharing in der Seestadt

Mit dem neuen Angebot erweitert sich nicht nur das Leih-Gebiet von Eloop, es ist überhaupt das erste Mal, dass free floating Carsharing in der Seestadt Aspern möglich ist, wie die Wiener Linien in einer Aussendung betonen. Die fünf Stellplätze an der WienMobil-Station in der Maria-Tusch-Straße „teilt“ sich Eloop mit dem Anbieter Share Now.

„Die Wege der Öffi-NutzerInnen sind ganz individuell und dafür wollen wir als Wiener Linien das beste Angebot bieten. Wir ergänzen die klassischen öffentlichen Verkehrsmittel U-Bahn, Bim und Bus mit Leihrädern, Scooter oder Leihautos (Carsharing) und sind somit eine umweltfreundliche Alternative zum eigenen Auto“, sagt Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl. Für die Wiener Linien ist die Seestadt-Station die bereits 12. WienMobil-Station. Bis 2025 sollen insgesamt 100 solcher Stationen entstehen, wobei der Fokus auf Gebiete außerhalb des Gürtels liegt.

2020 übernahmen die Wiener Linien das Fahrrad-Sharing-Angebot Citybike, um es als eigenes Service neu aufzustellen. 2022 soll es im Frühjahr soweit sein: Aus Citybike wird dann WienMobil Rad, über das dann 3.000 Leih-Fahrräder an WienMobil-Stationen ausgeborgt werden können.

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Innovation und KI bei L’Oréal: Auf dieses Setup setzt der Weltkonzern

Bei der VivaTech in Paris kündigte L'Oréal eine neue KI-Kooperation mit OpenAI an. Guive Balooch verantwortet als Global Vice President Augmented Beauty and Open Innovation die Innovationsstrategie des Konzerns. Im brutkasten-Gespräch erklärt er, warum L'Oréal bei KI auf mehrere Partner setzt und wie investiert wird.
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Guive Balooch (c) L'Oréal Groupe

Auf der VivaTech in Paris, Europas größter Tech- und Startup-Messe, hat L’Oréal Mitte Juni eine weitreichende KI-Kooperation mit OpenAI vorgestellt: Künftig sollen Konsument:innen Make-up-Looks direkt im ChatGPT-Umfeld ausprobieren, die Produktsuche der Marken von Lancôme bis Kérastase wird in den USA innerhalb von ChatGPT gestärkt, und im Forschungslabor kartiert der Konzern mithilfe eines spezialisierten OpenAI-Modells das Hautmikrobiom.

brutkasten war vor Ort und hat am Rande der Messe mit Guive Balooch gesprochen, der bei L’Oréal vor rund fünfzehn Jahren den Technologie-Inkubator aufgebaut hat und heute als Global Vice President für Tech und Open Innovation die Partnerschaften des Konzerns verantwortet. Im Gespräch erklärt er, wie der Weltkonzern seine Partner auswählt, wo überall KI zum Einsatz kommt und welche Rolle das übrige Innovationssetup spielt, von Corporate-Venture-Investments in Startups bis zur hauseigenen Forschung. Es geht also um die Frage, wie der weltgrößte Beauty-Konzern seine Beauty Tech vorantreibt.


L’Oréal hat im Rahmen der VivaTech 2026 die Kooperation mit OpenAI verkündet. Was eröffnet das für L’Oréal?

Zu unserer KI-Strategie gehört, dass wir – in den unterschiedlichen Anwendungsfeldern – mit den jeweils Besten zusammenarbeiten wollen. Mit NVIDIA beispielsweise kooperieren wir über deren Plattform Alchemy, um Moleküle zehnmal schneller zu entwickeln, als wir das früher im Labor konnten. Mit Anthropic wiederum arbeiten wir an Enterprise-Lösungen. Und OpenAI ist für uns der richtige Partner, weil das Thema Conversation boomt: Menschen holen sich zunehmend über KI-Plattformen Rat. Wir haben über zehn Jahre einzigartige Services wie den Lancôme Skin Screen, den Lancôme Shade Finder oder L’Oréal Paris‘ Beauty Genius aufgebaut. So geben wir Konsument:innen die passgenaue Information zu ihrer Beauty-Routine an die Hand – und dies dank Partnern wie OpenAI so präzise wie möglich.

Sie nutzen die Modelle auch zur Erforschung des Hautmikrobioms. Was erhoffen Sie sich?

Dafür nutzen wir das Modell von NVIDIA. Wenn man im Labor ein neues Molekül entdecken will, muss man Tausende von ihnen nach dem Trial-and-Error-Prinzip testen, das dauert lange. Beim Mikrobiom haben Sie Milliarden Mikroben auf der Haut. Mit Alchemy beschleunigen wir diesen Prozess bei der Entdeckung neuer Inhaltsstoffe stark, das macht uns mehr als zehnmal schneller. Es geht nicht um Sekunden, es steckt weiter viel Wissenschaft dahinter. Aber für das Innovationstempo ist das ein Gamechanger.

Longevity war schon im Vorjahr ein Thema. Wie hat sich das Feld entwickelt?

Longevity wird Jahr für Jahr wichtiger – in Health, Wellness, Fitness und Beauty. Die Menschen wollen nicht nur länger leben, sondern besser. Das reicht bis in die Beauty: es geht vor allem um gesündere Haut, wir wollen so lange wie möglich jung aussehen. Vor zwei Monaten haben wir mit Lancôme unsere erste Produktreihe dazu gelauncht, Absolue Longevity MD. Das Herzstück jedes Produkts ist Mitopure – die einzige klinisch getestete Form von Urolithin A, welches die Mitochondrien, die Energiequellen unserer Zellen, verjüngt. Mitopure wurde von unserem Partner im Bereich Longevity, Timeline, entwickelt. Timeline verfügt über einen der weltweit besten Wirkstoffe zur Stimulierung der mitochondrialen Aktivität in Zellen.

Nach welchen Trends suchen Sie, wenn Sie über Ihren CVC-Arm investieren?

Wir investieren nur in Plattformen, mit denen wir langjährig Innovation aufbauen können. Longevity gehört klar dazu – dies wird den Anti-Aging-Markt zu einem neuen Well-Aging-Markt erweitern. Auch Supplements, also der Ansatz zwischen Nutrikosmetik und Topicals, sind ein spannendes Feld, ebenso Biotech-Inhaltsstoffe, die heute skalierbar werden, was sie vor zwanzig Jahren nicht waren. Und Tech: Wir haben in das führende chinesische Technologieunternehmen ZUVI investiert, woraus der Haartrockner AirLight Pro entstand; im Biotech-Bereich in ein Unternehmen aus San Diego um Pionierarbeit bei bioidentischen, nachhaltigen Inhaltsstoffen zu leisten;  im Longevity-Bereich in Timeline.

Ein großes Thema am VivaTech ist die technologische Souveränität Europas. Wie nehmen Sie das wahr?

Für uns bei L’Oréal bedeutet europäische Technologiesouveränität vor allem die große Chance, durch die einzigartige Verbindung von lokaler wissenschaftlicher Exzellenz, einem starken Startup-Ökosystem und globaler Open Innovation die Zukunft der personalisierten Beauty Tech selbstbestimmt und führend mitzugestalten. Unser Fokus liegt dabei ganz klar auf der konkreten Consumer Journey. Das Wichtigste sind für uns die Konsument:innen, die  anspruchsvoll sind und genau auf sie zugeschnittene Informationen brauchen. Wir werden alles tun, um ihnen diese auf die ethischste, präziseste und wissenschaftlich fundierteste Weise zu liefern – das geht sehr oft ohne KI, manchmal noch besser mit.

Kommen genügend Startups aus Europa in Ihren Deal Flow?

Absolut. Wir machen heute gleich viele Startup-Deals in Asien, Europa und den USA. Wir beobachten ein starkes Wachstum in den Bereichen Biotech, Longevity, Supplements und nachhaltige Produktentwicklung, und in allem steckt KI: Die meisten Startups, selbst im Biotech, sind ohne KI-Plattform nicht mehr wettbewerbsfähig. Meine Überzeugung als Wissenschaftler ist, dass geografische Grenzen immer weniger eine Rolle spielen. Am Ende setzen sich die besten Ideen durch.

Wie stark wächst Beauty Tech innerhalb von L’Oréal?

Wir investieren jährlich 1,3 Milliarden in R&I und 1,5 Milliarden in Tech, also nahezu gleich viel. Als ich das Team vor fünfzehn Jahren gegründet habe, ging es in erster Linie darum, Konsument:innen zu begeistern. Heute steckt Technologie in allem: in den Laboren, in der molekularen Forschung, in Marketing und Kreation. Das ermöglicht uns, schneller und besser zu liefern, was unsere Konsument:innen wollen.

Was werden wir nächstes Jahr hier sehen?

Ich wünschte, ich wäre Hellseher. Aber ich bin in einem Punkt sicher: Wir werden mehr Devices sehen, die uns Dinge ermöglichen, die unsere Hände nicht können, und wir werden mehr biologische Einblicke in die Haut haben. Zudem werden wir die ersten konkreten Erfolge unserer Kooperationen im Bereich der Conversational AI erleben – mit neuartigen Services, die unsere digitale Beratung auf ein neues Level heben.

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