Eloop möchte bis Sommer 250 Tesla Model 3 auf Wiens Straßen bringen – 3. Token-Sale startet
Das Wiener Carsharing-Startup Eloop startet heute Montag ab 16:00 Uhr seinen dritten Token-Sale. Bis Sommer möchte das Startup 250 Tesla Model 3 auf Wiens Straßen bringen.
Ambitionierte Pläne verfolgt aktuell das Wiener Carsharing-Startup Eloop. Bis Sommer 2021 soll die Fahrzeug-Flotte in Wien auf 250 Tesla Model 3 erweitert werden.
Wie Eloop Co-Founder Leroy Hofer gegenüber dem brutkasten bestätigt, ist letzten Donnerstag eine Lieferung mit rund 35 Fahrzeugen in Wien eingetroffen. Weitere Fahrzeug-Tranchen des US-amerikanischen Herstellers sollen in den nächsten Wochen und Monaten folgen.
Eloop Token-Sales
Um die künftige Fahrzeugflotte zu finanzieren, greift das Startup unter anderem auf ein Initial Coin Offering (ICO) zurück. Die hauseigene Kryptowährung, kurz “EOT” genannt, wurde im August 2020 das erste Mal öffentlich zum Verkauf angeboten. Mit den EOTs werden die Nutzer an den Umsätzen der rein elektrischen Charsharing-Flotte von Eloop beteiligt.
In der Vergangenheit stoßen die Token-Sales in der Eloop-Community auf eine große Nachfrage. So war der zweite Token-Sale, der Anfang März startete, innerhalb von nur 44 Stunden ausverkauft. Damals bot Eloop 170.000 Token an, mit denen insgesamt zwei Tesla Model 3 finanziert wurden.
3. Token Sale startet
Wie das Startup nun bekannt gab, steht der dritte Token-Sale unmittelbar vor der Türe. Im Rahmen des dritten Token-Sale sollen wieder 170.000 Token angeboten werden. Der Verkauf startet heute Montag um 16 Uhr über die Website des Startups. Die Konditionen entsprechen laut Hofer dem zweiten Token-Sale. Aktuell bekommen Interessenten einen Eloop One Token für 1,10 Euro.
Die Aufteilung des Gewinns erfolgt dabei automatisiert 50 zu 50 zwischen den Token Holdern und Eloop. Zudem steht den Token-Holdern ein eignes Dashboard in Echtzeit zur Verfügung. Eloop verwendet laut eigenen Angaben den 50-prozentigen Cut des operativen Gewinns dazu, um das Angebot weiterzuentwickeln und um Personal- und Marketingausgaben zu decken.
Deutschland-Expansion und weitere Token-Sales geplant
Ob der dritten Token-Sale so rasch über die Bühne gehen wird, wie der zweite Token-Sale, wird sich noch zeigen. Fest steht allerdings, dass das Startup bereits weitere Token-Sales in der Pipeline hat. „Wir planen weitere Batches, die künftig noch größer sein werden und mehr Autos umfassen“, so Hofer gegenüber dem brutkasten.
Zudem plant Eloop für 2021 seine Deutschland-Expansion. Aktuell stehen die Städte München, Hamburg und Berlin auf der Shortlist des Startups. Erst Anfang März diesen Jahres nannte Hofer „Ende 2021“ als realistischen Zeithorizont für den Deutschland-Rollout.
Gegen Ineffizienz im Glasfaserausbau: Die „Zero-Touch“-Lösung des OÖ-Startups fluctus
Der weltweite Glasfaserausbau floriert – doch auf lokaler Ebene bleiben oft Lücken und ineffiziente Systeme bestehen. Das österreichische Startup fluctus von Anna Kurpierz und Christian Sattlecker hat eine „Zero-Touch"-Lösung entwickelt, die offene Netze zentralisiert managen und den Markt für neue Anbieter öffnen soll.
Gegen Ineffizienz im Glasfaserausbau: Die „Zero-Touch“-Lösung des OÖ-Startups fluctus
Der weltweite Glasfaserausbau floriert – doch auf lokaler Ebene bleiben oft Lücken und ineffiziente Systeme bestehen. Das österreichische Startup fluctus von Anna Kurpierz und Christian Sattlecker hat eine „Zero-Touch"-Lösung entwickelt, die offene Netze zentralisiert managen und den Markt für neue Anbieter öffnen soll.
Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.
fluctus mit End-to-End
„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.
Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.
„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“
Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.
Wettbewerb steigern
„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“
Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.
„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“
Zielgruppen von fluctus
Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.
Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.
Hürden überwunden
Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“
Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.
Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.
Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt
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