19.05.2022

Elon Musk verliert 12 Milliarden Dollar nach Ausraster auf Twitter

Nachdem Tesla aus dem Aktienindex S&P 500 ESG flog, bezeichnete Elon Musk ESG auf Twitter als einen Betrug und meinte er werde zukünftig dir Republikaner wählen.
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Elon Musk - Tesla ESG-Index
Elon Musk | (c) Daniel Oberhaus/commons.wiki

Tesla wurde gestern aus dem Aktienindex S&P 500 ESG für nachhaltige Investments gestrichen. Für Elon Musk war das Grund für einen – für viele wohl durchaus nachvollziehbaren – Ausraster via Twitter. „Exxon [Anm. einer der größten Ölkonzerne der Welt] wird vom S&P 500 als eines der zehn besten Unternehmen der Welt für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) eingestuft, während Tesla es nicht auf die Liste geschafft hat! ESG ist ein Betrug. Es wurde von falschen Kriegern der sozialen Gerechtigkeit zur Waffe gemacht“, so Musk.

In einer Erklärung zu dem Vorgang heißt es von S&P Dow Jones, es gebe „viele Gründe“ für die Streichung von Tesla aus dem Index. Darunter seien Rassismus-Vorwürfe, Klagen über schlechte Arbeitsbedingungen in Fabriksstandorten in den USA und der Umgang mit Untersuchungen zu (teilweise tödlichen) Unfällen in Verbindung mit dem Autopilot. Zwar sei Teslas Nachhaltigkeitsranking im vergangenen Jahr ziemlich stabil geblieben, aber der Rest der Autobranche habe sich deutlich verbessert, wodurch Elon Musks Unternehmen vergleichsweise abgerutscht sei.

Elon Musk meint, politische Agenda der Linken steht hinter Tesla-Rauswurf aus ESG-Index

Damit will Musk, dessen Unternehmen mit der Herstellung von E-Autos, Solar-Anlagen und Akkus bekanntlich aktiv die Energiewende vorantreiben will, natürlich nicht zufrieden geben. Schon in der Vergangenheit hatte er die ESG-Kriterien offen kritisiert. In weiteren Tweets in den kommenden Stunden erklärte er dann auf seine typisch polemische Art – mitunter mit Memes – dass hinter der Streichung Teslas aus dem S&P 500 ESG eine politische Agenda stecke – „obwohl Tesla mehr für die Umwelt macht, als jedes andere Unternehmen je getan hat“.

Musk wird Republikaner

Am Ende des Tages erklärte Musk dann in einem Tweet: „In der Vergangenheit habe ich die Demokraten gewählt, weil sie (meistens) die Partei der Freundlichkeit waren. Aber sie sind zur Partei der Spaltung und des Hasses geworden, so dass ich sie nicht mehr unterstützen kann und die Republikaner wählen werde“. Und – gerichtet an seine Follower – im selben Tweet: „Jetzt seht euch an, wie sich ihre schmutzige Kampagne gegen mich entfaltet…“

Tesla-Aktie sinkt auf Jahres-Minimum

Doch eine derartige Kampagne brauchte es noch nicht, um Elon Musk zu schaden. Zunächst einmal reagierten die Anleger und bescherten Tesla einen empfindlichen Kurssturz auf das bisherige Jahres-Minimum. Damit war der Unternehmer auf dem Papier innerhalb weniger Stunden um 12,3 Milliarden US-Dollar ärmer. Insgesamt reduzierte sich sein Vermögen durch Kursverluste seit Beginn der Twitter-Übernahme bereits um ganze 49 Milliarden US-Dollar. Der reichste Mensch der Welt ist er allerdings derzeit noch immer.

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ToolSense
© zVg/Canva - Jim Darragh.

Im April stieg die Private-Equity-Gesellschaft GRO Capital mit Sitz in Dänemark beim Wiener Scaleup ToolSense mit einem nicht näher bezifferten, niedrigen zweistelligen Millionenbetrag ein – brutkasten berichtete. Nun hat die KI-gestützte Asset-Operations-Plattform für die Facility-Management-Branche Jim Darragh zum Chairman des Boards ernannt.

ToolSense: Über 200 Kunden in 30 Ländern

Darragh gilt als erfahrener Chairman von wachstumsstarken Unternehmen und bringt nahezu ein Jahrzehnt einschlägige Erfahrung im Markt für Field Service Management mit (Totalmobile), wie es heißt. Er soll eng mit dem Führungsteam zusammenarbeiten und das Wachstum von ToolSense in Europa und darüber hinaus unterstützen.

Zu seiner Ernennung erklärte Darragh, er freue sich sehr, zu einem so entscheidenden Zeitpunkt in der Entwicklung des Unternehmens bei ToolSense einzusteigen. Beeindruckt hätten ihn die Marktresonanz der Plattform mit mehr als 200 Kunden in über 30 Ländern sowie der Anspruch des Teams, weltweit führend im Bereich Asset Operations für das Facility Management zu werden.

„International wachsen“

Alexander Manafi, Mitgründer und CEO von ToolSense, kommentiert die neue Personalie wie folgt: „Wir freuen uns sehr, Jim als Chairman bei ToolSense an Bord zu haben. Seine Erfahrung und seine Perspektive sind für uns von großem Wert, während wir international wachsen und die Plattform weiterentwickeln, auf die FM-Teams im operativen Alltag setzen. Das ist ein spannender Moment für ToolSense, und mit Jim an Bord können wir unseren Anspruch noch konsequenter umsetzen.“

Christopher Ager, Partner bei GRO Capital, das das Investment in ToolSense über seinen Generation Fund I angeführt hat, ergänzt: „ToolSense hat alles, was einen Category Leader ausmacht: eine starke Kundenbasis, eine klare Produktvision und ein Team, das liefert. Die Berufung von Jim zum Chairman ist eine wertvolle Ergänzung dieser Entwicklung, und wir sind überzeugt, dass er ToolSense dabei unterstützen wird, das Wachstum in Europa und darüber hinaus zu beschleunigen.“

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