24.05.2015

Elon Musk: „Schule war reinste Folter“, für seine Kinder gründete er nun eine eigene

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(c) - websummit: Elon Musk hat eine eigene Schule für seine Kinder und jene von SpaceX Mitarbeitern gegründet.

Elon Musk und sein Imperium. Eine faszinierende Geschichte. Der Mann, der Tesla, Paypal und SpaceX gründete, wird in seiner neu erschienen Biographie als getriebener Egomane beschrieben, der alles dem Erfolg unterordnet. Autor Ashlee Vance hat laut Stern mit Freunden, Geschäftspartnern und Ex-Frauen exklusiv gesprochen und zeichnet das Bild eines brillanten Menschen, über den die meisten Menschen wahrscheinlich sagen würden, dass er verrückt ist.

In dem Buch schreibt Vance etwa, dass Musk nachts nicht schläft, weil er glaubt, dass Larry Page – Google Co-Founder und CEO – eine Flotte künstlich intelligenter Roboter aufbauen könnte, die in der Lage sind, die Menschheit zu zerstören. Musk: „Das macht mir wirklich Sorgen“ (Vor einem ähnlichen Szenario warnt übrigens Stephen Hawking.)

Trotzdem verbindet Musk und Page eine enge Freundschaft. Obwohl das Vermögen des Tesla-Gründers auf rund zwölf Milliarden Dollar geschätzt wird, kann es vorkommen, dass er dem Google-Macher ein SMS schickt und fragt, ob er denn bei ihm übernachten kann. Denn obwohl der Tesla-Sitz in Silicon Valley ist, befindet sich sein Haus in Los Angeles.

Dass Musk den Erfolg über alles stellt, beweist schon, dass er nie auf Flitterwochen gefahren ist. Erst im Jahr 2000 wäre er zum ersten Mal mit seiner Frau auf Urlaub gefahren. Doch kurz nach Beginn der Reise, die sie nach Brasilien und Afrika führte, erkrankte Musk an Malaria. Fast wäre er an der Erkrankung gestorben. Das Learning, das er daraus zog: „Urlaub machen bringt dich um“. Vielleicht haben seine letzte Ex-Frau Talulah Riley, eine Schauspielerin, und Musk sich deswegen scheiden lassen, dafür aber noch einmal geheiratet. Riley über Musk: „Ich weiß noch, wie er sagte: „Mit mir zusammen zu sein, bedeutet, den harten Weg zu wählen.“ Das verstand ich damals noch nicht, jetzt aber sehr wohl. Es ist tatsächlich ziemlich hart mit ihm, ein ziemlich irrer Ritt.“

Schon in Kindheitstagen war offensichtlich, dass er Musk einzigartig ist, denn er saß oft stundenlang am Boden und war in Gedanken versunken. Deshalb dachten seine Eltern anfangs auch, dass er taub sei und waren zu Ärzten gegangen, um Musk zu helfen. Heute sagt seine Mutter, dass sie ihn in diesen Phasen einfach in Ruhe lässt: „Er zieht sich in sein eigenes Hirn zurück, und dann kann man einfach sehen, dass er in einer anderen Welt ist. Er macht das immer noch. Heute lasse ich ihn einfach in Ruhe, weil ich weiß, dass er dann eine neue Rakete oder so etwas entwirft.“

Wie nun bekannt wurde, ist Elon Musk nun auch Gründer einer Schule. Da er die Schule seiner Kinder nicht leiden konnte, rief er kurzerhand seine eigene Bildungsstätte ins Leben. Dies enthüllte er nun in einem Interview mit „Beijing Television“.

„Ad Astra“ (Deutsch: „zu den Sternen“) heißt sie, ist klein und war bis jetzt unbekannt – sie hat nicht einmal eine eigene Website. Es sollen vorwiegend Kinder von Mitarbeitern von SpaceX sie besuchen. Laut Musk zählt die Schule bis jetzt 14 Kinder, 20 sollen es ab Herbst sein. Seine Zukunftsvision ist es, Schulstufen zu verbannen und keine Unterscheidung zwischen Jüngeren oder Älteren zu machen. „Manche Menschen lieben Sprachen. Andere Mathematik. Wiederum andere die Musik“ Es mache daher viel mehr Sinn, die Bildung nach den jeweiligen Fähigkeiten auszumachen. Seine Motivation? „Ich hasste es, in die Schule zu gehen, als ich noch ein Kind war. Es war die reinste Folter“

Quelle: Stern, The Verge

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KI-Startups gibt es bekanntlich wie Sand am Meer. Siebt man jedoch jene aus, die sich über ein eigenes Large Language Model (LLM) trauen (und auch die Kompetenz dazu mitbringen) werden es plötzlich sehr wenige. Innerhalb Österreichs ist hier bislang das Linzer Startup NXAI rund um KI-Pionier Sepp Hochreiter zu nennen. Mit dessen Spinout Emmi AI, das zwar kein LLM, aber ein Foundational Model im Bereich Physical AI entwickelt hat, und dieses Jahr an Mistral aus Frankreich verkauft wurde, sollte ein zweites Linzer Unternehmen nicht ausgelassen werden. Und nun kommt ein drittes dazu.

Klarer Fokus auf Europa und digitale Souveränität

Auch Ablatic AI, ein Spinoff des LIT Open Innovation Center der Johannes Kepler Universität Linz, baut mit Talos ein eigenes LLM – und zwar mit klarem B2B-Fokus. Dass das Unternehmen rund um Florian Zimmermann und Julian Mauerkirchner dieses sehr rechenintensive Unterfangen stemmen kann, wird unter anderem über eine Kooperation mit AI Factory Austria AI:AT, wo man im Rahmen des EuroHPC-Programms europäische Hochleistungsrechenressourcen nutzt.

Doch wie wollen sich die Linzer gegen die übermächtige internationale Konkurrenz durchsetzen? Einmal mehr lautet die Antwort auf die Frage: digitale Souveränität. Talos sei bereits in seiner Architektur DSGVO- und AI-Act-konform; man decke den gesamten „Life Cycle“ des Produkts inklusive Hosting innerhalb Europas ab und falle so nicht unter den US-Cloud-Act. „Nicht das erste europäische KI-Modell. Das beste. Talos ist das fähigste, transparenteste und rechtssicherste Modell, das Europa jemals hervorgebracht hat, und wir haben es in Linz gebaut“, schreiben die Gründer durchaus selbstbewusst auf ihrer Website.

Kein Risikokapital

Der Plan ist dabei klar: den europäischen B2B-Markt erobern. Kernzielgruppe sind Unternehmen in regulierten Branchen wie Banken und Versicherungen sowie Softwareunternehmen. Schon in der aktuell noch laufenden Beta-Phase arbeitet Ablatic AI nach eigenen Angaben mit mehr als 100 Firmen zusammen. Schon Ende August soll der Marktstart erfolgen – dabei befindet sich das Unternehmen laut Impressum aktuell noch in Gründung.

Ob die großen Pläne aufgehen, bleibt freilich abzuwarten. Einen Teilaspekt könnte das Gründer-Duo früher oder später überdenken müssen. Man finanziere sich durch die EU, nicht durch Risikokapital, geben die beiden auf ihrer Website stolz an: „Wir bauen für Kunden, nicht für Investoren.“ Um mit den US-Riesen mit ihren bis zu elfstelligen Kapitalrunden konkurrieren zu können, könnte natürlich doch mehr externes Kapital notwendig werden.

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