04.03.2022

Elisabeth Müller wird CEO bei Wiener Sustainability & Green Marketing Agentur sgreening

Nachhaltigkeitsexpertin Elisabeth Müller wechselt vom Wiener Mobility-Startup Eloop zur Wiener Sustainability & Green Marketing Agentur sgreening. Ab März 2022 übernimmt sie die Geschäftsführung.
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Elisabeth Müller leitet sgreening © sgreening/Müller
Elisabeth Müller leitet sgreening © sgreening/Müller

Bei der in Wien ansässigen Sustainability & Green Marketing Agentur sgreening steht ein CEO-Wechsel bevor. Ab 7. März 2022 übergibt Agenturgründerin und Serial Fempreneur Kosima Kovar die Geschäftsführung an die Nachhaltigkeitsexpertin Elisabeth Müller.

“Ich freue mich, mit Elisabeth Müller eine Unternehmerin gefunden zu haben, die sgreening in die Zukunft führen wird. Mit ihrer Expertise können wir unser Full-Service Portfolio in Green Marketing Agentur und Sustainability Transformation stärken und auf neues Level bringen.”, so Kovar, die sich nach der Übergabe der Geschäftsführung auf die thematische Weiterentwicklung der Green Marketing Agenden bei sgreening fokussieren möchte.

Der Background von Elisabeth Müller

Müller soll nun ihre mehrjährige Erfahrung im Bereich der Nachhaltigkeitstransformation und unternehmerischen Beratung in die Agentur einbringen. Bereits seit über zehn Jahren arbeitet Müller für purpose- und social-impact-orientierte Organisationen und Unternehmen wie UNIDO oder WWF. Zuletzt war sie beim Wiener E-Carsharing Startup Eloop als City Managerin für Wien tätig. Zudem sammelte sie auch Erfahrung im Bereich Sustainability beim Wiener Sozialunternehmen ESG-Plus, das Fonds auf deren Nachhaltigkeit prüft.

Sgreening
Das Team von Sgreening | (c) Sgreening/Linkedin

„Wir bieten als Full-Service Agentur Lösungen für unsere Kund:innen durch die einzigartige Kombination aus Nachhaltigkeits-Transformation und Green Marketing. Wir unterstützen unsere Kund:innen dabei, diese strategischen Bereiche effektiv miteinander zu verknüpfen, um so den größten Mehrwert – für Mensch, Wirtschaft und Natur – zu schaffen. Es freut mich besonders, dass unsere Erfahrung und Expertise bei unseren Kund:innen so geschätzt wird”, so Elisabeth Müller über ihre neue Aufgabe.

Sgreening als Green Marketing Agentur

Kosima Kovar gründete 2018 mit sgreening die erste Full Service Green Marketing Agentur Österreichs. Im Zentrum stehen laut Eigendefinition wertorientiertes Marketing und die Bewusstseinsbildung für nachhaltigen Konsum. „Bei sgreening betrachten wir Nachhaltigkeit und Kommunikation ganzheitlich und differenzieren uns so ganz klar von Green Washing.”, so Kovar.

sgreening setzt dabei vor allem auf Nachhaltigkeit auf Basis der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen im Zusammenspiel mit Digitalisierung, um Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Größen zukunftsfähiger zu machen. Die weiblich geführte Sustainability & Green Marketing Agentur fokussiert sich aktuell auf den DACH-Bereich und konnte seit der Gründung im Jahr 2018 bereits Unternehmen wie Alpengummi, Biogest und bluecarex unterstützen. Die jüngsten Projekte drehen sich unter anderem um die gemeinsame Etablierung einer nachhaltigen Tochtergesellschaft “one2zero” des Infrastrukturdienstleisters Salzburg AG.

Für ihren Marketingansatz wurde Kovar 2020 von dem Business-Magazin Forbes in die “30 UNDER 30”-Liste aufgenommen. Noch im Monat der Auszeichnung startete sie mit dem Konzept ihres zweiten Unternehmens ADA Power Woman GmbH und fokussiert sich damit auf das Sustainable Development Goal (SDG) Nr. 5, die Gleichstellung der Geschlechter.


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Forschende in der SAL Reinraum Villach. (c) Sarina Dobernig

Der Quantencomputer gilt als die nächste Schlüsseltechnologie, was die Quantenforschung zu einer der gefragtesten unserer Zeit macht. Ein zentraler Punkt sind dabei die Ionenfallen-Chips, die das Funktionieren von Quantencomputern ermöglichen. Die USA und China investieren bereits Milliarden in diese Forschung, nun startet Europas erste Pilotinitiative zur industriellen Herstellung der Chips, und das in Österreich.

Vom raumfüllenden Labor zum winzigen Chip

Sogenannte Ionenfallen gelten als einer der vielversprechendsten Ansätze für zukünftige Quantencomputer. Das Prinzip dahinter: Einzelne geladene Atome werden mithilfe elektromagnetischer Felder „eingesperrt“ und dann durch Laserstrahlen gesteuert.

Aktuell füllt diese komplexe Technik im Labor noch einen kompletten Raum. Für eine praktische Nutzung muss der gesamte Aufbau auf einen winzigen Chip schrumpfen – und zwar so, dass er zuverlässig, reproduzierbar und in großen Stückzahlen industriell gefertigt werden kann. Hier setzt die Pilotinitiative von Silicon Austria Labs an, denn sie hat das Ziel, eine industrielle Herstellung von Ionenfallen-Chips in Österreich zu etablieren.

„Unsere Industriestrategie 2035 hat einen klaren Anspruch. Wir wollen Schlüsseltechnologien nicht anderswo entstehen sehen, sondern hier in Österreich mitgestalten. Dass Silicon Austria Labs bei Europas erster Fertigung von Ionenfallen-Chips die Führung übernimmt, zeigt, dass dieser Kurs greift. So wird aus Spitzenforschung industrielle Wertschöpfung im eigenen Land“, kommentiert Innovationsminister Peter Hanke das Projekt.

Innovationsminister Peter Hanke bei einem Besuch in den Silicon Labs Austria. (c) Tobias Holzer

30 Mio. Euro für Österreich

Insgesamt stehen für das Projekt 50 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Fördermittel kommen vom „Chips Joint Undertaking“ der Europäischen Union, das die Entwicklung und Einführung von nanoelektronischen Chip-Technologien vorantreibt, sowie den teilnehmenden Mitgliedstaaten. Der größte Teil von diesem Geld – über 30 Millionen Euro – fließt direkt an die österreichischen Partner.

Das Geld wird laut SAL in erster Linie für den Ausbau der Produktionsanlagen, die Ausbildung neuer Fachkräfte und in offene Servicestrukturen investiert.

Gebündelte österreichische Expertise

An dem Großprojekt sind 21 Organisationen aus sechs verschiedenen Ländern beteiligt. Das Netzwerk besteht aus Forschungseinrichtungen, Universitäten, Startups, KMU und Industrieunternehmen.

Neben Silicon Austria Labs als Projektkoordinator sind weitere heimische Akteure dabei. ParityQC, das mit dem Bau eines Quantencomputers für das deutsche Verteidigungsministerium erst für Schlagzeilen sorgte, liefert die Quantensoftware-Architektur. Infineon Technologies Austria bringt als industrieller Kernpartner das Wissen zur Fertigung der Chips ein. Alpine Quantum Technologies steuert die Systemperspektive bei, und die Universität Innsbruck fungiert als europäisches Ideenlabor für Ionenfallen.

Europas Quanten-Vorreiter

Die Silicon Austria Labs GmbH (SAL) ist ein 2018 gegründetes, österreichweites Forschungszentrum für elektronik- und softwarebasierte Systeme. An den Standorten Graz, Villach und Linz vernetzt SAL Wissenschaft und Industrie, um innovative Ideen in wirtschaftlich nutzbare Technologien zu verwandeln. Der Forschungsfokus liegt auf Mikrosystemen, Sensorik, Leistungselektronik, intelligenten drahtlosen Systemen und Embedded Systems. Neben CHAMP-ION ist SAL an drei weiteren europäischen Quanten-Pilotlinien beteiligt. Diese Breite habe in Europa kaum ein anderes Forschungszentrum, heißt es in einer Aussendung.

„Wir sind stolz darauf, CHAMP-ION als wahrhaft europäische Initiative zu koordinieren, die führende Expertise aus dem gesamten Kontinent zusammenbringt, um Europas technologische Souveränität im Bereich der Quantentechnologien zu stärken. Durch den Aufbau eines offenen und skalierbaren Ionenfallen-Ökosystems schaffen wir das Fundament für Quantenexzellenz auf Weltklasseniveau, made in Europe“, sagt Christina Hirschl, CEO von Silicon Austria Labs.

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