16.07.2021

Eli’s Kitchen-Gründerin Elisa Maria Ferarra: „Jugendliche verstecken sich hinter Instagram“

Eli's Kitchen der Gründerin Elisa Maria Ferarra ist ein Pop up aus des Jungründer-Schmiede von die boys & marie. Und soll Jugendliche wieder aus der Lockdown-Stube locken. Die Gründerin erklärt ihr neues Konzept, warum sie bewusst auf den Begriff "Dating" verzichtet und weshalb sie wegen einem versandten Video beinahe Panikattacken bekommen hätte.
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Eli's Kitchen, Speed-Dating, Pop Up, die boys & marie, Jungunternehmer
(c) die boys & Marie - Dimcho Georgeiv, Elisa Maria Ferrara und Elmaz Nasrulaieva von Eli's Kitchen.

Elisa Maria Ferrara studiert Lehramt für Englisch und Italienisch. Im Zuge des „Call for Entry“ von die boys & marie eröffnet die 20-Jährige nun ihr Pop-up Eli’s Kitchen, wo sie unter anderem eine scheinbar verlorene Eigenheit unter Jugendlichen wiederbeleben möchte: Offenheit.

„Die jungen Leute sind mittlerweile so feige geworden und verstecken sich hinter Instagram. Keiner geht mehr offen auf den anderen zu“, sagt sie. „Wenn uns die ganzen Lockdowns eine Sache gelehrt haben, dann, wie man sich am besten von allen anderen abkapselt. Wir schließen unsere Bekanntschaften lieber über Tinder. ‚Face-to-face‘-Gespräche sind überfordernd. ‚Social Media‘ ist der bequemere Weg, um im Vorhinein zu bestimmen, ob man eine Person mag oder nicht. Wegen Corona gab es keine Partys mehr, um Leute kennenzulernen. Ich wollte einen Ort schaffen, an dem man wieder miteinander redet und quasi auch dazu gezwungen wird. Um vom digitalen Kennenlernen wieder etwas wegzukommen.“

Speed-Friending statt Speed-Dating mit Eli’s Kitchen

Aus diesem Grund führt die junge Frau die Intention von die boys & marie fort, jugendliches Unternehmertum zu fördern und eröffnet mit Eli’s Kitchen eine Speed-Friending-Plattform. Unabhängig von Geschlecht und Sexualität kann man sich dort anmelden, um an einem Abend im Adagio Aparthotel Wien City im Schnelldurchlauf 19 Leute kennenzulernen. Fünf Minuten pro Person.

„Es geht in erster Linie darum, wieder spontaner und offener zu werden und nach diesen endlosen Wochen Zuhause in Distanzlehre, endlich wieder mit neuen Leute Bekanntschaft zu schließen und frische Kontakte zu knüpfen. Zielgruppe sind junge Leute zwischen 16 und 30 Jahren“, so Ferrara weiter. Bemerkenswert ist dabei, dass Ferrara bei Eli’s Kitchen bewusst auf den Begriff Speed-Dating“ verzichtet und lieber das Wort „Friending“ benutzt.

Veraltetes Konzept

„Speed-Dating hat negativen Touch, wenn man sich online andere Anbieter ansieht“, meint die 20-Jährige. „Mit ‚Friending‘ herrscht weniger Druck, es spricht eine breitere Zielgruppe an. ‚Dating‘ ist ein sinnloser Begriff geworden, denn wir leben nicht in mehr in einer Zeit, in der sich Leute in das Konzept ‚Mann-Frau-Dating‘ hineinpressen lassen wollen. Die Leute wollen und sollen sich selber ihren Platz schaffen.“

Eli's Kitchen, die boys & Marie
(c) die boys & marie – Moritz Pennetzdorfer und Marie Söllhammer wollen junge Menschen beim Unternehmertum fördern.

Den „Call for Entry“ von die boys & marie hat Ferrara gewonnen, obwohl ihr ein kleiner Fauxpas passiert ist, wie sie heute lachend erzählt. Damals allerdings habe ihr Fehler beinahe zu Panikattacken geführt. „Ich habe die Gründer bei ‚2 Minuten 2 Millionen‘ gesehen und mir dann die Webseite angeschaut. Mich dann mit einem Video beworben. Leider habe ich versehentlich die falsche Videodatei gesendet. Eine, wo ein Freund und ich Blödsinn daherreden. Und ich dachte, mich nimmt keiner mehr ernst und ich hätte für immer meinen Ruf zerstört. Doch dann rief mich die Marie (Anm.: Söllhammer) an und meinte, sie hätten das witzig gefunden“, sagt sie erleichtert.

Und so ist Eli’s Kitchen heute ein sommerliches Pop up, das bis zum 28. August, jeweils Donnerstag bis Sonntag 20 bis 24 Uhr junge Leute zu persönlicher Interaktion einlädt. Für ihre Mentoren ist sie eines der Beispiele, die zeigen, das die Idee von die boys & marie in Sachen Unternehmertum auf Jugend zu setzen funktioniert.

Jugendliche für Jugendliche

„Wir wollen die boys & marie zu einem richtig geilen, laufenden Netzwerk von jungen Leuten machen und eine Bewegung starten, die Sprachrohr und Startrampe für die Jugend wird“, erklärt die WU-Studentin und Gründerin Marie Söllhammer. Ihr Partner und Tourismusschüler Moritz Pennetzdorfer ergänzt: „Außerdem beweist das Pilotprojekt ‚Eli’s Kitchen‘, dass von unserer Geschichte viele Jugendliche profitieren können. Und vor allem, dass der Ansatz ‚Beratung von Jugendlichen für Jugendliche‘ ein neues Verständnis von Kooperation statt Konkurrenz sowie gelebte Augenhöhe ist.“

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Stefan Wierzbinski und Michal Lewandowski | (c) Walter Real Estate / Walter Group
Stefan Wierzbinski und Michal Lewandowski | (c) Walter Real Estate / Walter Group

Der Corporate-Venture-Capital-Arm (CVC) WaVe-X der in Wiener Neudorf ansässigen Walter Group, investiert im Rahmen einer Zehn-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde in den Berliner Energie- und Sanierungsexperten Fuchs & Eule. Angeführt wurde die Runde von GET Fund als Lead-Investor, daneben beteiligten sich weitere Partner wie PI Impact sowie die Bestandsinvestoren SET Ventures, Picus Capital und Realyze Ventures. Das 2021 gegründete Berliner Startup begleitet Eigentümer:innen von Wohn- und Gewerbeimmobilien durch künstliche Intelligenz und Datenanalysen bei der energetischen Sanierung.

„Ein generationsübergreifender Sanierungs-Superzyklus“

Bei seinen Investments konzentriere sich WaVe-X auf Unternehmen, die sich durch die „Bewältigung komplexer operativer und regulatorischer Herausforderungen nachhaltige Wettbewerbsvorteile erarbeiten“, erklärt Michal Lewandowski, Senior Investment Manager bei WaVe-X, gegenüber brutkasten. Er zeigt sich überzeugt, dass Fuchs & Eule einen „einzigartigen Zugang zu einem riesigen Markt“ biete, der aktuell von einem „generationsübergreifenden Sanierungs-Superzyklus in der DACH-Region“ angetrieben werde.

Forciert durch strenge nationale Vorgaben wie das deutsche Bundes-Klimaschutzgesetz und die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) stünden institutionelle Immobilieneigentümer unter immensem Druck. Dabei würden Objekten mit unzureichenden ESG-Ratings spürbare „Brown Discounts“ und gravierende Bewertungsrisiken drohen, warnt Lewandowski. Dass diese Risiken real sind, zeigen auch aktuelle Marktdaten des Branchenportals reduco.ai: Während energieeffiziente Gebäude der Klasse A zwischen 2021 und 2025 rund 13 Prozent an Wert gewannen, verloren unsanierte Objekte der Klassen G und H im selben Zeitraum rund 12 Prozent an Wert.

„Dieses Investment liegt unserer Muttergesellschaft sehr nahe“

Daraus ergebe sich ein operativer Nutzen für die gesamte Walter Group, erklärt Stefan Wierzbinski, Vorsitzender der Geschäftsführer von Walter Real Estate: „Dieses Investment liegt unserer Muttergesellschaft sehr nahe.“ Die „investmenttaugliche Energy Due Diligence“ von Fuchs & Eule sei für das große Wohnimmobilien-Portfolio von Walter Real Estate von großem Interesse. Die Gesellschaft sei in der Assetklasse Wohnen in Österreich, Deutschland und Dänemark investiert. Das Investment biete einen „skalierbaren Weg, um das Thema ESG-Compliance anzugehen“, die eigenen Assets zu optimieren und den Gebäudewert langfristig abzusichern.

Man habe WaVe-X bereits bei der Evaluierung des Startups mit der eigenen Expertise unterstützt und bestätigt, dass Fuchs & Eule ein „echtes Problem“ löse, mit dem sich auch Walter Real Estate im eigenen Portfolio beschäftige. Diese Partnerschaft sei jedoch „keine Einbahnstraße“, betont Wierzbinski. Neben der internen Nutzung der Plattform werde man das Team bei seiner anstehenden internationalen Expansion aktiv unterstützen: „Wir werden unser Real Estate Netzwerk und unsere Marktpräsenz einbringen, um Fuchs & Eule bei einem erfolgreichen Markteintritt in Österreich zu begleiten.“

Globale VC-Standards und strategischer Wissenstransfer

Auch über diesen Deal hinaus verfolgt WaVe-X große Pläne. Man habe bis heute „13 Investments an der Seite von weltweit führenden Investoren getätigt“ sagt Lewandowski. Dabei konzentriere man sich auf Verticals wie Logistics Tech, Manufacturing Tech, Proptech und Construction Tech. „Unser Mandat ist global; wir haben bereits in ganz Europa und den USA investiert. Unser Gesamtvolumen für Erstinvestments liegt im mittleren zweistelligen Millionenbereich“, so der Investment-Manager. Die initialen Ticketgrößen bewegten sich zwischen 200.000 Euro und zwei Millionen Euro, wobei das Ziel darin bestehe, ein finales Portfolio von rund 20 Unternehmen aufzubauen. Das Portfolio zeige bereits eine starke Dynamik; so habe das Portfoliounternehmen Dexory vor Kurzem erfolgreich seine Series-C-Finanzierungsrunde abgeschlossen.

WaVe-X sei dabei durch die Walter Group mit einem fixen Fondsvolumen ausgestattet. „Wir agieren nach marktüblichen Venture-Capital-Standards und suchen aus Sicht der finanziellen Rendite nach den vielversprechendsten Startups innerhalb des für die Walter Group relevanten Ökosystems“, erklärt Lewandowski. Bei der Konzeption der Struktur habe man gezielt die Best Practices und Setups führender europäischer CVC-Fonds einfließen lassen.

Und man habe weiterhin signifikantes Kapital zur Verfügung, um es in erstklassige Gründerteams in den Fokusbereichen zu investieren – unabhängig von deren geografischem Standort: „Unser Ziel ist es, die disruptiven Technologien zu finanzieren, die diese Branchen nachhaltig prägen.“ Gründer:innen biete man einen „einzigartigen Zugang zum tiefen Netzwerk und der operativen Erfahrung der Walter Group“, während man gleichzeitig modernste Innovationen und wertvolles Know-how aus den Startups zurück in die Gruppe bringe. „Anhand der aktiven Zusammenarbeit mit unserem aktuellen Portfolio sehen wir aus erster Hand, wie gut dieser Wissenstransfer funktioniert und wie sehr die Gründer die Partnerschaft mit der Walter Group schätzen“, so Lewandowski. „Wir werden dieses Modell konsequent weiter ausbauen und weiterhin global investieren.“

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