02.02.2021

Eliah Sahil-Gründer: „2min2mio-Deal steht kurz vor dem Abschluss“

Das Naturkosmetik-Startup Eliah Sahil hat nach dem TV-Auftritt bei "2 Minuten 2 Millionen" zwei Investoren mit an Bord genommen. Auch wenn Gründer Silvio Perpmer erst zu einem "Ja" überredet werden musste, steht die Unterzeichnung der Verträge - auch mit anderen Investoren - kurz bevor, wie er sagt.
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Eliah Sahil, Naturkosmetik, Yoga-Lehrer, Silvio Prepmer,
(c) Eliah Sahil - Das Bregenzer Startup Eliah Sahil setzt auf Naturkosmetik und zieht damit Investoren an.

Silvio Prepmer ist unternehmerisch seit den 1990er Jahren aktiv. Damals gründete er Planet Pure, ein Unternehmen das umweltschonende Öko-Putzmittel herstellt. Der Yoga-Lehrer hat damals bereits darauf geachtet, das Klima zu schützen und führt diese Einstellung auch heute mit seinem neuen Naturkosmetik-Startup Eliah Sahil fort.

Eliah Sahil: „Ausnahmslos ABG-zertifizierte Bio-Kosmetik“

„Für mich ist der Kosmetikmarkt sehr spannend, innovativ und man kann sich sehr gut kreativ verwirklichen. Und ich kann einen echten Beitrag zum Schutz unserer Natur leisten“, sagt Prepmer. „Wir gehen ja mit Eliah Sahil noch einen Schritt weiter, also über die Naturkosmetik hinaus, denn wir fertigen ausnahmslos ABG-zertifizierte Bio-Kosmetik, vegan, klimapositiv. Wir bieten zudem ‚Zero Waste‘-Konzepte an, um Ressourcen zu schonen und unterstützen soziale Projekte.“

Zwei Dekaden Natur

Angefangen hat alles vor 20 Jahren, als sich der Gründer mit Naturrohstoffen und der Entwicklung von Bio-Produkten beschäftigt hat. Es wurde zur Leidenschaft: „Für mich ist Reinheit und Naturbelassenheit schon immer ein sehr wichtiger Teil in meinem Leben gewesen. So auch in der Produktentwicklung, vor allem um unsere Natur und die Gesundheit des Menschen zu schützen, denn nur bei Bio-zertifizierten Rohstoffen kann man auch sicher sein, dass keine schädigenden Pestizide Erde, Pflanzen und Wasser vergiften“, sagt er.

Zwei TV-Investoren überzeugt

In der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ konnte Prepmer Katharina Schneider und Alexander Schütz mit jeweils 70.000 Euro für insgesamt zehn Prozent Beteiligung für sich gewinnen. Der Deal sei zwar noch nicht durch, aber unterschriftsreif erzählt der Founder. Allerdings fiel Zusehern auf, dass er das Angebot beider TV-Juroren zögerlich und erst nach Überredeversuchen angenommen hatte.

„Da hatte ich meine Vorstellungen im Kopf und wollte diese nicht unterschreiten“, sagt Prepmer, der anfangs 400.000 Euro für 20 Prozent Beteiligung gefordert hatte. „In diesem Augenblick im Studio muss ja alles ziemlich schnell gehen. Und Entscheidungen, für die man sich eigentlich etwas mehr Zeit nimmt, müssen in wenigen Sekunden gefällt werden.“

Noch mehr interessierte Investoren

Stand heutiger Dinge ist, dass der Einstieg beider Investoren kurz vor dem Abschluss steht. Die Verträge wären erstellt. Zusätzlich würden, so Prepmer, zwei weitere Investoren ins Startup einsteigen, die nicht namentlich genannt werden wollen. Zur gleichen Bewertung, wie bei Schneider und Schütz.

Eliah Sahil: Maximal 25 Prozent Anteilsabgabe

„Mein Ziel war es maximal 25 Prozent Anteile zu verkaufen, um auch die nächsten Jahre durchfinanziert zu sein. Dies habe ich nun umgesetzt“, sagt Prepmer, der das neue Kapital als reines Wachstumskapital sieht und seine Marketingmaschinerie anwerfen möchte.

Bei DM verfügbar

Bisher verlief das junge Jahr ziemlich gut für Eliah Sahil. Ein paar Produkte des Startups sind bereits beim Drogeriehändler DM verfügbar. Die nächsten Ziele beinhalten weiterhin „gut durch die Coronazeit zu kommen“ und größer zu werden.

Der Weltenschützer

„Aber nicht nur wegen dem finanziellen Aspekt, sondern viel mehr um unsere Welt zu schützen und alternative Produkte anzubieten, die wirklich gesund sind“, sagt Prepmer, der in all seinen Überlegungen stets einen sozialen Charakter in sich trägt.

Eliah Sahil fördert Kinder- und Bienenschutz

Er erklärt: „Wir unterstützen durch den Verkauf unserer Produkte die Plan International mit ihrem Kinderschutz-Projekt „Kinder gesund ernähren in Peru“ und auch die Aurelia Stiftung und ihre Bienenschutz-Initiative „Blühende Wiesen.“

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Das Bitpanda Headquarter in Wien © Bitpanda

Sie machte Wien zum beliebten Standort für die EU-Niederlassungen internationaler Krypto-Unternehmen: die EU-Kryptoregulierung MiCAR. Denn die heimische Finanzmarktaufsicht FMA genießt den Ruf, bei der Erteilung der für das Krypto-Geschäft in der EU notwendigen MiCAR-Lizenz hart, aber fair zu sein.

FMA: „MiCAR auch im Enforcement angekommen“

Nach einigen Meldungen rund um die Erteilung solcher Lizenzen – und in einem Fall einer vorübergehenden Sanktionierung – in den vergangenen Monaten, erfolgte nun erstmals die Verhängung einer Strafe wegen eines MiCAR-Verstoßes durch die FMA. „Damit wird sichtbar, dass die MiCAR nicht mehr nur ein Konzessions- und Aufsichtsthema ist, sondern auch im Enforcement angekommen ist“, heißt es von der Behörde in einer Aussendung dazu.

Termin-Fehler und fehlende Telefonnummer und Mail-Adresse

Getroffen hat es ausgerechnet Österreichs Krypto-Regulatorik-Musterschüler Bitpanda. Konkret machte das Wiener Unicorn bei der Veröffentlichung eines Whitepapers im Zuge eines Token-Launchs im vergangenen Jahr einige Termin- bzw. Formfehler, wie aus der Bekanntmachung der FMA hervorgeht: Das Whitepaper hätte laut Regelwerk bis spätestens 20 Werktage vor Veröffentlichung an die FMA übermittelt werden müssen, was nicht passierte; eine Marketingmitteilung zum Whitepaper wurde unerlaubterweise bereits vor dessen Veröffentlichung verbreitet; und in einer weiteren Marketingmitteilung fehlten ein Disclaimer, eine Telefonnummer und eine Mail-Adresse.

„Unmittelbar nach dem behördlichen Hinweis in Abstimmung mit der FMA behoben“

70.000 Euro Strafe wurden letztlich verhängt. Seitens Bitpanda stellt man auf brutkasten-Anfrage klar: „Alle von der FMA aufgezeigten Punkte wurden jeweils unmittelbar nach dem behördlichen Hinweis in Abstimmung mit der FMA behoben. Wir haben uns für eine rasche, einvernehmliche Beendigung des Verfahrens entschieden. Die Veröffentlichung erfolgte nach dem österreichischen MiCA-Vollzugsgesetz. Das Verfahren ist damit abgeschlossen.“

Zudem betont man beim Scaleup: „Kundengelder, die Sicherheit unserer Plattform oder die Integrität des Bitpanda-Ökosystems waren zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Aus den beanstandeten Punkten ist unseren Kundinnen und Kunden kein finanzieller Schaden entstanden.“

Analyse: Musterschüler als erster Bestrafter als falsches Signal

Das genau Bitpanda die erste Strafe auf MiCAR-Basis ausfasst, ist nachvollziehbar und könnte dennoch ein falsches Signal aussenden. Als größter heimischer Player, der in seinen Prozessen eng mit der FMA zusammenarbeitet, überrascht es nicht, dass gelegentlich Formfehler nicht nur passieren sondern auch unmittelbar bemerkt werden. Indessen sind einige große internationale Player weiterhin ohne MiCAR-Lizenz am heimischen Markt aktiv und entziehen sich erfolgreich der Strafverfolgung. Dass der Formfehler durch die FMA verfolgt wird ist korrekt und konsequent; dass ausgerechnet Bitpanda damit zum Exempel wird, wird den großen regulatorischen Themen am Krypto-Markt aber nicht gerecht.

In der Aussendung der FMA äußert man sich zu dieser Thematik indirekt und gewohnt sachlich: „Der Umstand, dass es sich um den ersten veröffentlichten MiCAR-Fall handelt, begründet für sich genommen keine Sonderstellung des betroffenen Unternehmens oder der festgestellten Verstöße.“

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