24.04.2019

Dritter Elevator Lab-Call: RBI sucht FinTechs und kooperiert mit Kapsch

Die Raiffeisenbank International (RBI) startet den Call zum dritten Durchgang des FinTech-Accelerators Elevator Lab. Für eines von acht Suchfeldern kooperiert man mit dem Mobility-Konzern Kapsch.
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RBI: Abschlussfoto des zweiten Elevator Lab-Durchgangs
(c) RBI: Abschlussfoto des zweiten Elevator Lab-Durchgangs

Der Call ist wieder offen. Von heute bis 26. Mai können sich FinTech-Startups aus aller Welt für den dritten Durchgang des FinTech-Accelerators Elevator Lab der Raiffeisenbank International (RBI) bewerben. Neben sieben Themenfeldern aus dem Bankenbereich wird es dabei erstmals ein gemeinsames Suchfeld mit einem weiteren Konzern geben. Zusammen mit der Kapsch Group sucht die RBI nach FinTechs, die innovative Lösungen im Zahlungsverkehr und der Transaktionsverarbeitung für Mobilitätsdienstleistungen entwickeln.

+++ Fokus-Channel: FinTech +++

10 CEE-Netzwerk-Banken beteiligt

„Wir wollen gemeinsam mit starken Partnern branchenübergreifende Innovationsprojekte starten, bei denen FinTech-Lösungen echten Mehrwert für unsere Kunden schaffen können“, kommentiert Maximilian Schausberger, Leiter FinTech Partnerships in der RBI. Zusätzlich beteiligen sich diesmal zehn RBI-Netzwerkbanken in Zentral- und Osteuropa am konzernweiten Programm mit eigenen FinTech Initiativen, den „Elevator Lab Challenges“ und „Elevator Lab Bootcamps“. Dadurch sollen lokale FinTechs aus Albanien, Belarus, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, dem Kosovo, Rumänien, Russland, Serbien und der Slowakei unterstützt werden. „Diese Reichweite von Elevator Lab macht das Programm zum größten FinTech-Netzwerk innerhalb der CEE-Region“, heißt es in einer Aussendung.

„Elevator Lab Bootcamps“: Neues Early Stage-Programm

Die Gewinner der „Elevator Lab Challenges“ erhalten eine Wild Card für das Halbfinale des konzernweiten Programms und haben damit die Chance, im September 2019 das Finale in Wien zu erreichen. Neu hinzugekommen für die diesjährige Runde von Elevator Lab sind „Elevator Lab Bootcamps“, die sich an FinTechs in einem frühen Stadium richten. „Damit reagieren die Netzwerkbanken auf das Bedürfnis, Gründer von Beginn an zu unterstützen und Geschäftsmöglichkeiten in der Bankenindustrie aufzuzeigen“, heißt es von der RBI.

Das sind die acht Suchfelder

Die acht Suchfelder bei der diesjährigen Challenge sind „Advanced Analytics & Artificial Intelligence“, „RegTech“, „Large Corporates & Institutional Clients“, „Retail Banking“, „SME Banking“, „Cyber Security“, „FX Solutions“ und „Payments and Transaction Processing for Mobility Services“ (gemeinsam mit Kapsch). Ziel des Programms ist es, ein gemeinsames Pilotprojekt auf die Beine zu stellen. Dazu stellt die RBI ein Netzwerk von 150 Mentoren bereit. Zudem gibt es ein für die PoC-Projekte zweckgewidmetes Budget.

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Die drei Partner von RM Equity Partners (v.l.) Nicola Szekely, Eugen Benedikt Russ und Chris Wittlinger | (c) RM Equity Partners
Die drei Partner von RM Equity Partners (v.l.) Nicola Szekely, Eugen Benedikt Russ und Chris Wittlinger | (c) RM Equity Partners

Rund 50 Digital-Unternehmen mit etwa 600 Mitarbeiter:innen und mehr als 400 Millionen weltweiten Nutzer:innen – das ist das Portfolio der Liechtensteiner Private-Equity-Gesellschaft RM Equity Partners. Insgesamt hält diese eine halbe Milliarde Euro Assets under Management (AuM). Bekannte Portfolio-Unternehmen sind etwa die Outdoor-Plattform Bergfex aus Graz oder die deutsche Motorrad-Tour-App Calimoto.

Neue Bedeutung für zwei Buchstaben

Bis vor kurzem war die Gesellschaft Teil der Vorarlberger Russmedia-Gruppe, wie auch die zwei Buchstaben im Namen verraten. Nun befindet sich das PE-Unternehmen komplett im Besitz der drei Partner Eugen Benedikt Russ, Chris Wittlinger und Nicola Szekely. Somit bleibt es freilich zu einem Teil in der Vorarlberger Unternehmerfamilie Russ, die hinter Russmedia steht. Das RM bleibt als etablierter Name erhalten. Mit dem Slogan „Results matter“ bekommt es eine neue Bedeutung.

„Was das Team im vergangenen Jahrzehnt aufgebaut hat, macht uns stolz – und das ist erst das Fundament. Als völlig unabhängiges Unternehmen liegt unser Fokus nun ganz auf der Zukunft: der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Unternehmern und dem Aufbau beständiger, digitaler Unternehmen“, kommentiert Russ in einer Aussendung.

Bis zu 250 Millionen Euro pro Beteiligung

Die drei Partner investieren über die Gesellschaft ausschließlich eigenes Kapital und fokussieren klar auf Mehrheitsübernahmen und langfristige Beteiligungen. Bei einem Einzeldeal können nach Unternehmensangaben bis zu 150 Millionen Euro fließen, für eine Beteiligung insgesamt bis zu 250 Millionen. Dabei definiert RM Equity Partners klare Anforderungen, die auch auf der Website abzulesen sind: Das übernommene Unternehmen muss Marktführer oder starker Zweiter in seinem Segment sein und ein EBITDA über fünf Millionen Euro bzw. einen Nettoumsatz über 20 Millionen Euro vorweisen.

Gleichzeitig geben die Partner ihrerseits drei Versprechen: Kommt ein Unternehmen für einen Deal in Frage, bekomme es einen ersten Call innerhalb von 48 Stunden, eine konkrete Antwort innerhalb von sieben Tagen und, wenn ein Deal zustande kommt, dessen Abschluss innerhalb von acht Wochen. „Wenn es uns gefällt, sagen wir ja. Wenn nicht, sagen wir schnell nein. Hinter uns steht kein Investmentkomitee, und zwischen uns stehen keine Berater“, so die Partner auf der Homepage.

Zuletzt Verkauf von Alpy.com

Nach der Übernahme restrukturiere man dann nicht, aber unterstütze in jenen Bereichen, in denen man Expertise habe. Wiewohl RM Equity Partners als PE-Gesellschaft im Gegensatz zu einer VC-Gesellschaft nicht Exit-getrieben ist, sind auch Verkäufe übrigens keineswegs ausgeschlossen. Brutkasten berichtete erst im August vom Verkauf der Beteiligung Alpy.com. Es war der zweite Exit für die Gesellschaft in diesem Jahr.

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