29.11.2016

Michael Eisler bei Startup Grind Vienna

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Michael Eisler kommt zu Startup Grind.

Michael Eisler ist ein Serial Entrepreneur aus Linz. Im Jahr 2001 gründete er seine erste Firma DIG.  Mit ihr spezialisierte er sich auf den Bereich des elektronischen Datenaustauschs und auf Business Prozesse. Neun Jahre später wurde er  Co-Founder bei Wappwolf (woraus später iBeam.it wurde). Das Startup entwickelte einen automatischen Dropbox Service. Mit seinem Team zog Eisler schließlich ins Silicon Valley, wo die Medien rasch auf das Startup aufmerksam wurden und das Unternehmen schnell ein Productive Level erreichte.

Doch das Geschäft entwickelte sich nicht wie geplant. Nach einigen Schwierigkeiten kam Eisler zurück nach Österreich, wo er wiederum zwei Firmen gründete. Nach einem kurzen Abstecher in den IT-HR- und Consultingberreich entschied er sich, aus seinen Erfahrungen den größtmöglichen Nutzen zu ziehen und die Initiative Startup300 zu starten.  Heute betreut er Investments in Early-Stage-Startups in einem Netzwerk aus Business-Angels, Startup-Enthusiasten und Experten.

Beim Event spricht er über seine Erfahrungen und zukünftige Perspektiven.

Hard Facts

Wann? 30. November 2016, 18.30 – 21.00 Uhr
Wo? sektor5, Siebenbrunnengasse 44, 1050 Wien
Tickets & Mehr Infos: startupgrind.com

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Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten

Dass sich die aktuell noch laufenden Verhandlungen zur EU Inc. auf Ratsebene nicht so entwickeln, wie es sich die Initiator:innen der gleichnamigen Initiative wünschen würden, ist allgemein bekannt. Übte man nach der Veröffentlichung des Kommissionsentwurfs im März noch deutliche Kritik an diesem, würde man ihn inzwischen wohl gerne so annehmen. Denn der aktuell noch in Ausarbeitung befindliche Vorschlag des Rats der EU-Justizminister:innen dürfte letztlich, wenn man mit den Verhandlungen vertrauten Personen Glauben schenken darf, kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Vorschlag der Initiative zu tun haben. Die absoluten Kern-Forderungen seien darin de facto zur Gänze gestrichen, was überbleibe sei „nicht mehr als ein Label und vielleicht etwas schnellere Gründung“, hört man.

Österreich als EU-Inc.-Antagonist

Das offizielle Österreich spielt dabei dem Vernehmen nach eher die Rolle des Antagonisten. Das SPÖ-geführte Justizministerium zähle in den Verhandlungen zu den Verhinderern. Rot-weiß-roter Gegenwind zur EU Inc. komme aber auch von anderer Seite, nicht nur, wie allgemein bekannt, von Notariatskammer und Arbeiterkammer, sondern auch von einflussreichen Personen in der Wirtschaftskammer.

Zehetner: deutliche Positionierung pro EU Inc.

In dieser durchaus komplexen Gemengelage von Interessen aus ganz unterschiedlicher Richtung, mag es fast verwundern, dass sich Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner nun öffentlich durchaus deutlich positionierte. „Ich bin unzufrieden damit, wohin sich die Diskussion zur EU Inc. momentan entwickelt – sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene“, sagte sie heute bei einer Keynote im Rahmen des Verbund Venture Day 2026 an der WU Wien. Auf diese Weise werde die EU Inc. nicht zur Alternative zur amerikanischen Delaware Inc., die auch sie sich wünsche.

Mitarbeiter:innenbeteiligung via FlexCo „noch nicht attraktiv genug“

Auch sonst gab sich Zehetner in ihrer Rede, die sich auf europäische Souveränität im Startup-Bereich fokussierte, kritisch. Die FlexCo etwa bezeichnete sie in Sachen Mitarbeiter:innen-Beteiligung als „ersten Schritt“, aber „noch nicht attraktiv genug“. Es brauche neue Steuerregeln, die Mitarbeiter:innenbeteiligung praktikabel machen. Auch ihre bereits einmal dezidiert geäußerte Forderung nach Steuererleichterungen bei Startup-Beteiligungen – vulgo Beteiligungsfreibetrag – wiederholte sie bei der Gelegenheit. Auf europäischer Ebene sieht sie Handlungsbedarf u.a. in Sachen Kapitalmarktunion. Lob gab es von Zehetner dafür für den European Scaleup Funds – ergänzt mit Eigenlob für den geplanten österreichischen Dachfonds.

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