27.03.2023

Einstein GPT: Salesforce präsentiert KI für den Einkauf

Mit einer neuen KI-Technologie will Salesforce die Datensammlung in Stores verbessern. So soll auch offline gezieltes Einkaufen möglich werden.
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Einstein GPT for commerce soll die Kund:innenzahlen in Läden erhöhen. (c) Fotolia: Eisenhans - KOCHABO: Das Wiener Startup erspart euch das Einkaufen für das Abendessen.
Einstein GPT for commerce soll die Kund:innenzahlen in Läden erhöhen. (c) Fotolia: Eisenhans - KOCHABO: Das Wiener Startup erspart euch das Einkaufen für das Abendessen.

Salesforce bringt mit Einstein GPT for Commerce eine neue Künstliche Intelligenz auf den Markt. Die generative KI-Technologie soll speziell für den Handel ausgelegt sein und Händler:innen dabei helfen, ihre Kund:innen beim Einkaufserlebnis individueller unterstützen zu können.

Personalisierte Einkäufe durch KI

Dabei kombiniert das neue Feature KI-Modelle von Salesforce mit generativer KI-Technologie. Diese würden aus einem Ökosystem von Partnern und Echtzeitdaten aus der Salesforce Data Cloud stammen, so das Unternehmen.

Ziel der KI ist es, Kund:innen-Daten zu sammeln und daraus automatisierte Empfehlungen für das Unternehmen abzuleiten. Einstein GPT for commerce soll Kund:innen aufgrund von demografischen Kennzeichen und zuvor getätigten Einkäufen personalisierte Produktlisten erstellen.

Präzisere Zielgruppenanalysen erhofft

Darüber hinaus wird Salesforce künftig mit Google zusammenarbeiten, um Produkte im Shop vor Ort anzuzeigen, online und offline enger zu verzahnen und den lokalen Einzelhandelsumsatz mit der Commerce Cloud zu steigern. Händler:innen sollen so neue Zielgruppen über ein Google-Dashboard erreichen können.

Commerce Cloud-Kund:innen sollen Bestandsdaten in Produktlisten in der Google-Suche, in Google Shopping, auf Google Maps etc. umwandeln können. Das konkrete Ziel, das dahinter steckt: Durch die Google-Integration in Shops sollen Produkte schneller gefunden werden. Die Besucher:innenzahlen von Shops sollen dadurch steigen, da gezieltes Einkaufen so auch offline möglich sein soll. Das Unternehmen verspricht eine komplette Produktbeschreibung samt Preis und Verfügbarkeit.

Hinzu kommt auch ein „schneller und flexibler Page-Designer für Composable Storefront“, mit dem sich Landing Pages per Drag & Drop aus wieder-verwendbaren Komponenten erstellen lassen. Dies, so Salesforce, mache ein Content-Management-System eines Drittherstellers überflüssig.

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Die notarity-Gründer (vlnr.): Alexander Gugler, Sebastian Wodniansky, Jakobus Schuster, Max Pointinger | (c) Alexander Schindler

Im Sommer 2021 ging das Wiener LegalTech-Startup notarity mit einem klaren Produktversprechen an den Start: die Online-Abwicklung notarieller Dienstleistungen einfacher und angenehmer zu machen. Damit konnte im Heimatmarkt Österreich bald ein signifikanter Anteil der Notariate überzeugt werden, nicht aber die Notariatskammer, die über eine Tochtergesellschaft ein eigenes Angebot in dem Bereich hat. Es kam zu einem jahrelangen Rechtsstreit – brutkasten berichtete zuletzt über das Urteil in zweiter Instanz.

Rund 2.000 internationale Unternehmen als Nutzer

Unter anderem deswegen fokussiert notarity seit Jahren auf das internationale Geschäft. Schon Anfang 2024 verkündete man, mehr als die Hälfte des Umsatzes im Ausland zu erzielen. Mittlerweile sind es mehr als 70 Prozent, wie es nun vom Startup heißt. Dabei lege man einen besonderen Fokus auf internationale Konzerne.

Aktuell würden knapp 2.000 internationale Unternehmen mit großteils mehr als 500 Beschäftigten notarity für digitale Notariatsakte nutzen. Dazu zählen internationale Wirtschaftskanzleien wie DLA Piper und Baker McKenzie. Die Zahl digitaler Dokumenten-Beglaubigungen für internationale Unternehmen, Kanzleien und institutionelle Kunden über die Plattform habe sich im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht.

Mit Umsatzverdopplung Break-even erreicht

So sei zuletzt auch eine Verdopplung des Umsatzes im Jahresvergleich gelungen. „Damit haben wir den Break-even erreicht und den entscheidenden Schritt vom wachstumsstarken Startup zum profitablen Global Champion gemacht“, kommentiert Co-Founder und CEO Jakobus Schuster. Rund 400 Notar:innen hätten mittlerweile mehr als eine Viertelmillion digitale Beglaubigungen über die Plattform abgewickelt, monatlich seien es derzeit rund 10.000.

Zu den wichtigsten Märkten außerhalb der EU zählen das Vereinigte Königreich, die USA, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Schweiz. „Mit dem Erreichen der Gewinnzone schaffen wir die Grundlage, um unsere internationale Expansion künftig aus einer Position finanzieller Stärke voranzutreiben“, so Schuster.

Novelle der Notariatsordnung 2020 als Anstoß

Möglich hat das alles auch die heimische Rechtslage gemacht. Mit einer 2020 beschlossenen Novelle der österreichischen Notariatsordnung wurde die Basis für Online-Notariatsdienstleistungen im Inland geschaffen. Mittlerweile gelten elektronische Beglaubigungen von Unterschriften über notarity in mehr als 100 Ländern. „Unser Produkt entstand unter hohen regulatorischen, datenschutzrechtlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen.

Genau diese Standards werden heute international immer wichtiger und haben uns den Eintritt in regulierte Märkte erheblich erleichtert“, sagt Schuster und gibt das Ziel aus: „die weltweit führende Infrastruktur für digitale Beglaubigungen internationaler Unternehmen bereitzustellen und diese Position in weiteren Märkten auszubauen.“

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