28.06.2016

Einen Termin für die Gesundheit eintragen: Sport für den Stressabbau

Wer im Job geistig sehr beansprucht ist, sollte sich zum Ausgleich auch körperlich betätigen. CEOs, Manager und andere Führungskräfte betreiben sehr oft Raubbau mit ihrer Gesundheit – denn nicht nur die geistige Fitness gehört trainiert. Schon 150 Minuten moderates Training pro Woche können Stress nachhaltig abbauen und wirken sich außerdem positiv auf die Leistung auf.
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Der Kardiologe und Sportmediziner Herbert Löllgen setzt auf Sport, um die Leistung zu steigern.

Das sich das Training auch positiv auf den Geist auswirkt, bestätigt auch der international bekannte deutsche Kardiologe und Sportmediziner Herbert Löllgen: „Regelmäßige körperliche Aktivität, es muss gar nicht einmal Sport sein, hat eine positive Wirkung.“ Bewegung stärke die Widerstandskraft gegen Stress, dadurch könne man diesen besser bewältigen. „Es werden aber auch die kognitiven Fähigkeiten verbessert“, sagt Löllgen. Dadurch sei man leistungsfähiger.

Anti-Stress

„Manager sind generell stärker stressgefährdet als ihre Mitarbeiter. Stressbelastung lässt auch die Herzkranzgefäße anwachsen“, sagt der Arzt. „Wobei Stress allein nicht zu einer Erkrankung führt, er bringt nur das Fass zum Überlaufen.“ Daher rät der Arzt gefährdeten Personen zu einer jährlichen Gesundenuntersuchung mit Herz-EKG.

Sport hilft wunderbar dabei, gesund zu bleiben: Schon 150 Minuten moderates körperliches Training pro Woche reichen für mehr berufliches Wohlgefühl. „Diese 150 Minuten soll man möglichst auf zwei bis drei Tage verteilen“, sagt der Kardiologe. Dadurch werde auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesenkt – und zwar um 20 bis 25 Prozent.

Trainingsplan

Damit der Trainingsplan auch eingehalten wird, „muss man das Training als Termin eintragen“, sagt Löllgen. Was man trainiere, sei egal, Hauptsache, man bewege sich. „Laufen ist die effektivste Form, mit der ich in kurzer Zeit die größte Wirkung erziele“, sagt der Mediziner. Beim Radfahren müsse man doppelt so lang trainieren. Um im Arbeitsalltag fit zu bleiben, rät Löllgen Managern auch, bewusst Pausen einzulegen- drei bis vier pro Tag wären gut. Dabei gilt unbedingt: Tür zu und Telefon abstellen. Am effektivsten sei Autogenes Training, bei dem es in vier bis fünf Minuten zu Erholung und Entspannung komme. „Der Bergsteiger Reinhold Messner hat immer, wenn er einen Achttausender bestiegen hat, Pausen eingelegt für Autogenes Training und ist dann entspannter weitergegangen“, erzählt Löllgen. Wie kann man die richtigen Entspannungsübungen lernen? Der Experte empfiehlt eigene Trainingsstunden mit ausgebildeten Lehrkräften.

Leistungsfähigkeit

Gesundheit und Sport fördert die Leistungsfähigkeit: Was für Manager gilt, färbt natürlich auch auf die Mitarbeiter ab. Löllgen sieht einen Trend im betrieblichen Gesundheitswesen und in der Gesundheitsvorsorge. „Jeder Betrieb sollte seinen Mitarbeitern vermitteln“, sagt der Sportarzt, „dass sich Investitionen in die Gesundheit für einen Betrieb auszahlen.“ In Deutschland werde darauf schon in großen Unternehmen geachtet, zum Beispiel bei Daimler oder VW, die Fitnessstudios für ihre Mitarbeiter bereitstellen.

Quelle

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Die Stadtwerke Klagenfurt versorgen die Region unter anderem mit Strom, Gas, Fernwärme, Wasser und verantworten den öffentlichen Personennahverkehr. © Stadtwerke Klagenfurt

Ob E-Mails, vertrauliche Kunden-Dokumente oder interne Richtlinien: Viele österreichische Unternehmen haben verstanden, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz unausweichlich wird, stehen allerdings vor der Herausforderung, KI sicher in die eigenen Arbeitsabläufe zu integrieren. Bei den Stadtwerken Klagenfurt entschied man sich bewusst gegen Standard-Lizenzen externer US-Hyperscaler und entwickelte stattdessen eine maßgeschneiderte Inhouse-Lösung: den „Stadtwerke GPT“, auch liebevoll „Susi-Sorglos“ genannt.

Die Vision: Ein DSGVO-konformer „Büro-Buddy“

Das Hauptziel war von Beginn an klar definiert: eine sichere Umgebung zu schaffen, in der Mitarbeiter:innen Bedenken bezüglich des Datenschutzes komplett ausräumen können. „Wir wollten unseren Mitarbeitern einen souveränen, DSGVO-konformen Chatbot anbieten, den sie komplett bedenkenlos nutzen können, wo sie personenbezogene Daten von Kunden reinkopieren und vertrauliche Dokumente hochladen können“, erklärt Peter Weratschnig, IT-Bereichsleiter der Stadtwerke Klagenfurt.

Neben der Chatbot-Funktion dient die KI als intelligenter „Büro-Buddy“. Über ein Retrieval-Augmented-Generation-System (RAG) wurden ca. 2.000 Seiten an internen Dokumenten, von Konzernrichtlinien bis hin zu IT-Anleitungen, eingebunden, um Fragen zu regulatorischen Vorgaben oder Systembedienungen direkt zu beantworten.

Der Gamechanger: Die Austria Wirtschaftsservice (aws)-Förderung

Das Projekt hat man nicht alleine umgesetzt, sondern entstand durch den Kontakt mit dem Wiener KI-Startup BReact, das 2022 von Raphael Fakhir und Nemanja Klincov gegründet wurde. Der entscheidende Impuls für die Realisierung lag in der Förderlandschaft. Denn das finanzielle Gesamtinvestment bewegte sich im fast sechsstelligen Bereich, erklärte Weratschnig im Interview.

Hier kam die IÖB-Toolbox-Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) als entscheidender Beschleuniger ins Spiel. „Ohne diese Förderung hätten wir es nicht gemacht“, betont Weratschnig rückblickend. Die Förderung reduzierte das finanzielle Risiko für die Stadtwerke entscheidend und machte den Weg frei für die gemeinsame Entwicklung mit dem Startup.

Das Förderungsprogramm aws IÖB-Toolbox richtet sich an öffentliche Beschaffer und hat den Zweck, die Planung und Umsetzung von IÖB-Challenges als innovativem Instrument der Markterkundung, juristische und/oder technische Expertise für die Erstellung von Unterlagen für eine geplante Ausschreibung (Modul Prepare), sowie die Durchführung von innovativen Beschaffungen (Modul Transfer) zu ermöglichen. Damit sollen Anreize für eine verstärkte Innovationsnachfrage durch den öffentlichen Sektor gesetzt werden, insbesondere für Vorhaben mit positiven Beiträgen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Europäische KI-Architektur On-Premise

Auch technisch setzten die Partner auf digitale Souveränität: Als Sprachmodell dient ein Modell des französischen KI-Unternehmens Mistral, das Mitte des Jahres auch das Linzer Startup EmmiAI kaufte. Die Datenhaltung erfolgt laut Weratschnig ausschließlich On-Premise in eigenen IT-Systemen. Lediglich die reine GPU-Rechenleistung wird bei einem italienischen Anbieter angemietet. „Sobald das Modell nachdenkt, tut es das in dieser Infrastruktur ohne persistente Datenspeicherung. Danach sind keine Datenspuren außerhalb unseres IT-Systems zu finden“, erklärt der IT-Bereichsleiter. Das Resultat ist der angestrebte „Susi Sorglos“-Bot für den internen Arbeitsalltag.

Große Begehrlichkeiten & wertvolle Erkenntnisse

Nach der schrittweisen Bereitstellung als internes Web-Service stieß das Tool auf enormes Interesse in den Fachbereichen. Neben Fachfragen zu Richtlinien entstehen bereits Ideen für eigene Teil-Wissensdatenbanken oder interaktive Schulungsassistenten.

Gleichzeitig liefert das Projekt wertvolle Erkenntnisse für künftige KI-Initiativen. „Der Benefit aus unseren Lessons Learned ist fast ebenso hoch einzustufen wie das Tool an sich“, fasst Weratschnig zusammen. Seine zentralen Ratschläge an andere Unternehmen: Von Beginn an die eigene IT-Architektur und Lieferkette der Dienstleister genau prüfen sowie die Qualität der zugrundeliegenden Analog-Dokumente gründlich analysieren.


Disclaimer: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Medienbeauftragung mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) entstanden.

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