03.01.2023

Eigentümerwechsel bei FirmenABC

Die Empfehlungsmarketing-Agentur FirmenABC hat fortan neue Eigentümer. Durch ein Co-Investment werden die Mehrheitsanteile übergeben.
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Eigentümerwechsel bei FirmenABC © Crew
Eigentümerwechsel bei FirmenABC © Crew

INVEST AG (der Raiffeisen Invest Private Equity) und ILAG (Industrieliegenschaftenverwaltung AG) co-investieren in FirmenABC und erwerben damit die Mehrheitsanteile. Hierbei handelt es sich um das dritte Co-Investment von Invest AG und Ilag. Ebenfalls Teil der Übernahme von FirmenABC sind CEO Georg Arnold, die Beteiligungsholding des Schrack-Technik-CEO Wilhelm Großeibl, die BGWG Handels- und Beteiligungs GmbH sowie die MapCon Consulting GmbH und Eigentümer Johannes Siller.

FirmenABC für KMU und Startups

Die 2005 gegründete Empfehlungsmarketing-Agentur FirmenABC hat inzwischen mehr als 11.000 Kund:innen in Deutschland und Österreich – vor allem aus dem KMU- und Startup-Bereich. Kleine und mittelständische Unternehmen sowie Startups werden hierbei auf unterschiedlichen medialen Wegen präsentiert. Dazu gehört neben dem Online-Firmenverzeichnis (FirmenABC.at) unter anderem auch Digitalradio oder Online-Werbung.

“Gerade für kleinere Unternehmen oder für Unternehmen in der Gründungsphase ist ein professioneller Werbeauftritt oftmals ein wichtiger Faktor für den Erfolg. Insbesondere unsere multimedialen Angebote verbessern merkbar die Sichtbarkeit unserer Kund:innen und steigern somit ihre Kundenkontakte”, meint FirmenABC-CEO Georg Arnold. Durch die jüngste Übernahme soll die strategische Weiterentwicklung am deutschen und österreichischen Markt angegangen werden. Speziell der Bereich der lokalen digitalen Werbemöglichkeiten soll zukünftig ausgebaut werden.

Auch die Invest AG der Raiffeisen Invest Private Equity freut sich über den Schritt. Vorstand Philipp Schupfer meint hierzu: “Mit dem dritten Co-Investment zwischen der Invest AG und der Ilag beteiligen wir uns nicht nur an einer führenden Empfehlungsmarketing-Agentur, sondern investieren gleichzeitig in die Zukunft von tausenden klein- und mittelständischen Unternehmen.” Ilag-Vorstand Benedikt Trauttmansdorff fügt außerdem hinzu, dass sie vielversprechende Innovations- und Wachstumsschritte durch den Eigentümerwechsel erwarten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

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Phoenics: Steirisches Konsortium entwickelt Speicherzellen ohne Kobalt und Nickel

Virtual Vehicle, Varta Innovation, das Materials Center Leoben und AVL forschen drei Jahre lang an einem neuen Kathodenmaterial für stationäre Batteriespeicher. Die Zellen sollen 20 Prozent mehr Energie speichern und 40 Prozent länger halten. So lauten die Projektziele. Budget: 2,9 Millionen Euro.
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Strom aus Wind und Sonne braucht Speicher. Für sie entwickelt das Projekt Phoenics neue Batteriezellen. Konzeptbild, mit KI erstellt. | (c) Virtual Vehicle
Strom aus Wind und Sonne braucht Speicher. Für sie entwickelt das Projekt Phoenics neue Batteriezellen. Konzeptbild, mit KI erstellt. | (c) Virtual Vehicle

Wind und Sonne liefern Strom, wann sie wollen, nicht wann ihn jemand braucht. Diese Lücke schließen Batteriespeicher. Sie werden damit zur Schlüsseltechnologie der Energiewende. Genau hier setzt Phoenics an: Ein steirisches Konsortium entwickelt die nächste Generation von Lithium-Ionen-Zellen für stationäre Speicher.

Koordiniert wird das Projekt von der Virtual Vehicle Research GmbH in Graz. Partner sind Varta Innovation, die Materials Center Leoben Forschung GmbH (MCL) und AVL List. Phoenics läuft 36 Monate und kostet 2,9 Millionen Euro. Knapp zwei Millionen davon kommen von der FFG, aus der Ausschreibung „Energieforschung 2024″.

Ein Material, zwei Ziele

Im Zentrum steht ein Kathodenmaterial: Lithium-Mangan-Eisenphosphat, kurz LMFP. Es ist eine Weiterentwicklung des etablierten Lithium-Eisenphosphats (LFP). LFP-Zellen gelten als sicher und robust, und sie kommen ohne kritische Rohstoffe wie Kobalt oder Nickel aus. LMFP soll zusätzlich bis zu 20 Prozent mehr spezifische Energiedichte liefern. Auf gleichem Bauraum ließe sich damit mehr Energie speichern.

Diesen Materialvorteil will das Konsortium in die fertige Zelle bringen. Die Zielmarken: 20 Prozent mehr Energiedichte, 40 Prozent längere Lebensdauer.

Was noch offen ist

Bis dahin bleiben Fragen. Wie verhält sich das Material über die Lebensdauer, wie altert es, und lässt es sich industriell verarbeiten und skalieren?

Das Konsortium kombiniert deshalb Experiment und Simulation. Die Partner untersuchen das Kathodenmaterial über den gesamten Lebenszyklus, mit Materialcharakterisierung, hochauflösender Bildgebung und KI-gestützter Auswertung. Parallel entstehen physikbasierte und datengetriebene Modelle. Sie bilden das Verhalten der Zelle von der Mikrostruktur bis zum kompletten Speichermodul ab und sollen Entwicklungszyklen verkürzen.

„Die Mikrostruktur von Elektrodenmaterialien beeinflusst maßgeblich Leistung, Lebensdauer und Zuverlässigkeit von Batteriezellen“, sagt Roland Brunner, Gruppenleiter am MCL.

Ein eigener Schwerpunkt gilt der Sicherheit. Spezielle Testverfahren sollen zeigen, ob LMFP-Zellen den Anforderungen an Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit genügen. AVL bringt dafür seine Erfahrung in der elektrochemischen Modellierung ein. Verbinde man physikalische Modelle mit Methoden des maschinellen Lernens, ließen sich kritische Betriebszustände und Sicherheitsaspekte frühzeitig vorhersagen, sagt Roland Wanker, Geschäftsbereichsleiter Advanced Simulation Technologies bei AVL.

Aufbauen statt neu anfangen

Phoenics setzt die Zusammenarbeit aus dem Vorgängerprojekt OpMoSi fort. „Unsere Stärke liegt darin, modernste Simulations- und Analysemethoden mit industrieller Entwicklungskompetenz zu verbinden“, sagt Projektleiter Philip Kargl von Virtual Vehicle.

Varta Innovation steuert die Fertigungsseite bei, von der Materialentwicklung über die Elektrodenfertigung bis zur Zellintegration. Großes Potenzial sehen die Partner vorerst bei stationären Speichern. Langfristig könnten die Ergebnisse auch der Elektromobilität nützen.

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