09.09.2021

Wie ein Wiener Harvard-Student die “Bank unserer Generation” aufbauen will

In der neuen Folge von "Editor's Choice" sprechen wir mit Moritz Pail. Der Wiener hat es mit seinem Fintech-Startup Fizz in den renommierten Accelerator Y Combinator geschafft und nun eine größere Seedrunde abgeschlossen.
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Fizz-Cofounder Moritz Pail (rechts) ist zu Gast im Podcast bei brutkasten-Finance-Chefredakteur Dominik Meisinger
Fizz-Cofounder Moritz Pail (rechts) ist zu Gast im Podcast bei brutkasten-Finance-Chefredakteur Dominik Meisinger (links)

Moritz Pail hat sein Studium in Harvard unterbrochen, um sich seinem Fintech-Startup Fizz zu widmen. Das Unternehmen will Studierenden dabei helfen, ihren Kreditscore zu verbessern – und schaffte es damit in den renommierten kalifornischen Startup-Accelerator Y Combinator. Welche Erfahrungen der Wiener dort gemacht hat, was er über die Fintech-Branche denkt und welche Zukunftspläne Fizz verfolgt, erzählt der Cofounder in dieser Folge von “Editor’s Choice”.

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Sasha Lipman und Petra Capin | (c) tech2impact

2020 startete tech2impact in Wien als Mentoring-Programm für Impact-Startups (brutkasten berichtete damals). Das erklärte Ziel der Gründerinnen Sasha Lipman und Jelena Popovic zum Start: „Gründer:innen gezielt dort zu unterstützen, wo sie es am meisten brauchen bzw. spezifische Bedürfnisse haben.“ Dafür gab es ein Netzwerk an Mentor:innen.

Mit der Zeit wurde das Programm weiterentwickelt. Co-Gründerin Popovic ging – für sie kam später Petra Capin. 2022 startete man ein Accelerator-Programm (brutkasten berichtete), 2024 wurde eine umfassende Neuaufstellung kommuniziert. Man gehe „von einem unternehmenszentrierten zu einem personenorientierten Modell über“, hieß es damals. Es folgten weitere Initiativen, darunter die mehrmalige Organisation des Events Insideout Summit im Rahmen der ViennaUp.

„Haben nicht die finanzielle Stabilität und das langfristige Wachstum erreicht“

Doch wie das Führungsduo Lipman und Capin via LinkedIn bekanntgab, wird tech2impact bald geschlossen. Im Herbst setze man noch einen letzten Durchgang des Programms „Edge“ um, im Frühling 2027 werde man dann das Geschäft beenden. „Wir haben mehr Geschäftsmodelle ausprobiert, als wir zählen können, alle mit demselben Ziel: tech2impact zu einem nachhaltigen Business zu machen, das nicht nur von Projekt zu Projekt läuft“, schreiben Lipman und Capin.

Trotz Erfolgen und finanziellen Wachstums, die erreicht worden seien, sei man stark von äußeren Faktoren wie Förderzyklen und Budgets von Partnern abhängig geblieben. „Wir haben nicht die finanzielle Stabilität und das langfristige Wachstum erreicht, die es gebraucht hätte“, so die beiden weiter. Getreu den eigenen Prinzipien stehe letztlich die mentale Gesundheit an erster Stelle. Man werde die Vision aber in anderen Formaten vorantreiben.

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