25.01.2021

FC Bayern-Boss Rummenigge bringt „Umsatzturbo“ bei steirischen Masken

FC Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge sorgte bei einem Spiel gegen Schalke mit einer Maske des steirischen Unternehmens Edera Safety für Aufmerksamkeit.
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Rummenigge mit Edera Safety-Maske
(c) Deutsche Bundesliga: Karl-Heinz Rummenigge mit Edera Safety-Maske

Ein gutes Testimonial zu finden ist gar nicht so einfach. Genau das gelang nun dem steirischen Unternehmen Edera Safety mit seiner transparenten Corona-Maske – der brutkasten berichtete erst am Freitag in einem anderen Zusammenhang. Bei einem Spiel gegen Schalke trug FC Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge eine Edera-Maske und halb Deutschland sprach darüber. Das habe beim Unternehmen aus dem Bezirk Leibnitz auch zu eine „Umsatzturbo“ geführt, heißt es in einer Aussendung.

„Umsatzturbo“ für Edera Safety

„Am Vormittag haben wir den Webshop kurzfristig offline nehmen müssen, da die Anfrage zu groß war“, sagt Geschäftsführer Thomas Saier. Mehrere Tausend Bestellungen seien mittlerweile eingegangen. Und das obwohl die Maske offiziell noch nicht FFP2-zertifiziert wurde, „etwas, an dem wir gerade mit Hochdruck arbeiten und das in den nächsten Wochen offiziell passieren soll“, so Saier. Dem FC Bayern sei er „schon jetzt sehr, sehr dankbar für die losgetretene Welle“. Zuvor seien „verantwortliche Bayern-Manager“ an Edera herangetreten und hätten einige Masken gekauft. Als Brillenträger zählt Rummenigge zu einer der Hauptzielgruppen. Eine andere sind etwa Gehörlose.

Auch das mediale Interesse an der Maske sei nach dem Rummenigge-Auftritt enorm gewesen, erklärt Edera Safety-Pressesprecher Christoph Sammer: „Zwischenzeitlich war die Maske unter den internationalen Top-Trends auf Twitter“. Und man habe mehr als 30 Medien-Anfragen erhalten – darunter auch von Medien aus China, Ecuador und den USA. Nahezu alle großen deutschen Zeitungen berichteten.

Gemischte Reaktionen in Medien – Rummenigge wird zum Meme

Dabei sind die medialen Reaktionen auf die Maske nicht nur positiv. Die Rede ist etwa von einem „kuriosen“ bzw. „skurrilen“ Corona-Schutz, oder gar von einem „Masken-Gate“. Die „Bild“ titelte „Das steckt hinter der Taucherbrillen-Maske“. Und auch Memes zum Thema kursieren bereits im Netz.

Rummenigge-Meme mit Edera Safety
Quelle: https://twitter.com/FUMS_magazin/status/1353360803064328193/photo/1
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Lovable-CEO Anton Osika (r.) im Gespräch mit Times Senior Editorin Ayesha Javed. © brutkasten

Kaum ein Tool steht so sehr für den KI-Bauboom wie Lovable. Erst im August 2026 hat das schwedische Startup, wie brutkasten berichtete, eine Series-C-Runde über 400 Millionen US-Dollar abgeschlossen, angeführt von Menlo Ventures und mit dem EQT-gemanagten Scaleup Europe Fund als Co-Lead, bei einer Bewertung von 13,3 Milliarden US-Dollar.

Für Gründer und CEO Anton Osika ist das mehr als eine Finanzierungsrunde: Es sei ein Indikator dafür, dass KI-gestützte No-Code- und Low-Code-Plattformen die Nische verlassen hätten und im Mainstream angekommen seien.

Weg vom Entwickler-Monopol

Auf der Dreamforce in San Francisco erläutert Osika die zentrale These hinter Lovable: „Menschen mit Fachwissen über das jeweilige Problem sollten diejenigen sein, die Software bauen“, so Osika. Wer ein Problem am besten kenne, solle auch die Lösung bauen, egal ob in Marketing, HR, Finance oder Operations. Nicht die formale Qualifikation zähle, sondern die Nähe zum Problem.

Dass Lovable längst kein reines Anfänger-Werkzeug sei, belegt Osika mit einer internen Zahl: 55 Prozent der Lovable-Nutzer:innen brächten mehr als elf Jahre Berufserfahrung in ihrem Fachgebiet mit. Entscheidend sei laut dem Co-Founder nicht das klassische Programmieren, sondern die Fähigkeit, komplexe, unstrukturierte Probleme systematisch in funktionierende Systeme zu zerlegen.

Vom Nebenprojekt zur Unternehmenslösung

Besonders aufschlussreich sind die Praxisbeispiele, die Osika im Gespräch anführt. Bei einer Healthcare-Staffing-Firma habe ein Fachbereichsleiter eine komplette neue Produktlinie für die Zertifizierung von Pflegekräften aufgebaut, samt Verwaltung und Terminplanung, und anschließend mehr als zehn weitere interne Anwendungen vernetzt. In den nordischen McDonald’s-Filialen laufe mittlerweile ein auf Lovable gebautes Interface, über das rund 300 Standorte operative Anfragen abwickeln würden.

Solche Geschichten seien laut Osika keine Ausnahme: Bei knapp zwei Dritteln der Fortune-500-Unternehmen, darunter Adidas und Nvidia, würden Mitarbeitende die Plattform nutzen. Häufig beginne es als kleines Team-Projekt und wachse zur unternehmensweiten Lösung heran.

Entwicklung unter Aufsicht

Damit das nicht in unkontrollierter Schatten-IT ende, setzt Lovable laut Unternehmensangaben auf Admin- und Audit-Funktionen, mit denen IT-Verantwortliche nachvollziehen können sollen, welche Anwendungen entstehen, wo sensible Daten verarbeitet werden und wo Sicherheitslücken drohen. Genau das mache aus der anfänglichen Skepsis von IT-Abteilungen häufig Zustimmung, so Osika: „Es wird vom letzten Nein zu dem, was man ausrollen wollte, zum ersten Ja. So verhindern wir Schatten-IT und die Zersplitterung in unzählige Tools, die niemand mehr überblickt“, erklärt Osika.

Überflüssig würden Engineers durch die Lovable-Nutzung anderer trotzdem nicht, meint Osika: Ihre Rolle verschiebe sich von Routineaufgaben hin zu Architektur, Systemanbindung und der Betreuung unternehmenskritischen Codes.

Warum heißt Lovable eigentlich Lovable?

Zum Schluss des Gesprächs räumt Osika mit einem gängigen Klischee über den europäischen Tech-Standort auf: „Viele halten Europa für langsam, aber wenn man in die Tech-Hubs Europas geht, brodelt es dort wie nie zuvor“, sagt Osika. Dass der Produktfokus so stark auf dem Nutzererlebnis liege, führt Osika auch auf den Standort Stockholm zurück, wo der Großteil des Engineering-Teams sitzt. Man habe in den nordischen Ländern genaue Vorstellungen davon, wie ein Produkt funktionieren solle – oder eben nicht. Diese „I-Tüpfelchen-Reiterei“ mache Lovable erst zu dem was es heute ist.

Warum das Unternehmen ausgerechnet „Lovable“ heißt, erklärt er mit einer letzten Zeile, die zugleich als Leitmotiv des Gesprächs steht: „Software sollte nicht einfach nur funktionieren. Sie soll die Emotionen der Menschen wecken“, so Osika.

Vom Vibe zum Volumengeschäft

Was also vor nicht allzu langer Zeit noch als spielerisches „Vibe-Coding“ belächelt wurde, ist laut Osika längst zu einer Infrastruktur geworden, auf der Enterprisekund:innen die nächsten Prozesssysteme entwickeln. Der Markt für KI-gestütztes Bauen sei, so der Lovable-Gründer, endgültig über das reine Ausprobieren hinausgewachsen – und weit über das Vibecoding hinaus.

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