06.04.2022

Eddi Bike startet als erster Rad-Abo-Anbieter in Graz

Die steirische Landeshauptstadt Graz bekommt mit Eddi Bike seinen ersten Fahrrad-Abo-Anbieter. Zudem können Abos in Graz und Wien ab sofort auch in ausgewählten A1 Shops abgeschlossen werden.
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Eddi Bike Founder Philipp Eder, Stephan Ziegler und Bastian Kleindienst | (c) A1

Bereits im Zuge der ersten sechsstelligen Finanzierungsrunde im November 2021 kündigte das Wiener Fahrrad-Abo-Startup Eddi Bike an, im Frühjahr 2022 nach Graz expandieren zu wollen. Nun ist es offiziell: Graz bekommt mit Eddi Bike seinen ersten Rad-Abo-Anbieter. Kund:innen können ab sofort Fahrräder zu einer monatlichen Gebühr abonnieren. Bereits im März 2021 startete Eddi Bike als erster Bicycle-as-Service-Anbieter in Österreich mit seinem Abo-Modell in Wien. Zudem bietet das Startup seinen Service auch für B2B-Kund:innen an.

Eddi Bike eröffnet Shop in Graz

„Die Stadt ist mit seinem hohen studentischen Anteil und vielen Radwegen für unser Geschäftsmodell der ideale Nährboden“, so Eddi Bike Co-Founder und CEO Stephan Ziegler über den Marktstart in Graz. Zudem hat Eddi Bike auch einen eigenen Shop in der Jakoministraße 7 eröffnet. Dort können sich Kund:innen vor dem Abschluss eines Abos über die Räder und unterschiedlichen Modelle informieren.

Zwei Modelle in vier unterschiedlichen Größen

Im Angebot befinden sich zum Start zwei Modelle, ein Hoch- und Tiefeinsteiger. Insgesamt stehen vier verschiedene Größen zur Auswahl. Abonnent:innen, die ein Bike abonnieren möchten, geben Körpergröße, Alter und Erfahrungen mit dem Fahrradfahren entweder online auf eddibike.com oder im Shop an und erhalten so das passende Bike. Die Preise starten bei 24,90 Euro pro Monat, sofern Kund:innen ein Jahresabo abschließen. Im Monatsabo kostet das Fahrrad hingegen 29,90 Euro.

Ist eine Reparatur nötig oder Wartung fällig, kommt ein Mitarbeiter von Eddi im ganzen Stadtgebiet direkt zu den Abonnent:innen. Co-Founder Bastian Kleindienst: „Alles, was die Kund:innen machen müssen, ist uns vorher mitzuteilen, wo das Fahrrad steht. Solange der Standort bei diesem zu Hause oder öffentlich zugänglich ist, reparieren wir es oder nehmen es zur Reparatur mit.“

Mobilitätsgarantie und Service bei Diebstahl

Wenn es erforderlich ist, das Fahrrad in der Werkstatt wieder instand zu setzen, wird das Fahrrad entweder getauscht oder die Kund:innen erhalten das Bike binnen 48-Stunden wieder. „Mit unserer Mobilitätsgarantie können Kund:innen so sicher sein, spätestens in zwei Tagen wieder mit ihrem Leih-Fahrrad mobil zu sein“, so Kleindienst. Für die Dauer der Miete behalten die Kund:innen damit auch stets „ihr“ Leihrad. Kaufen kann man es jedoch anschließend nicht.

Die Mobilitätsgarantie gilt auch bei Diebstahl. Wird das Bike gestohlen, erhalten die Abonnent:innen binnen 48 Stunden gegen Vorlage einer Diebstahlsanzeige und einem Selbstbehalt von 80 Euro, ein neues Leihrad zur Verfügung gestellt. 

Eddi Bike Kooperation mit A1

Erst unlängst ist Eddi Bike auch am A1 Start Up Campus in Wien eingezogen und stellt dort somit den jüngsten Startup-Neuzugang dar. Mit der Kooperation geht auch eine Vertriebspartnerschaft zwischen dem Mobilfunker und dem Wiener Startup einher. So können die Abos für die Urban Bikes im Black & White Design auch in den A1 Shops auf der Mariahilferstrasse 60 in Wien und Herrengasse in Graz abgeschlossen werden.

(c) A1

Weitere Städte sind in Planung

Neben Graz und Wien sind weitere Städte bereits in Planung. Auch das Sortiment an urbanen Fortbewegungsmitteln soll erweitert werden – z.B. mit E-Bikes oder E-Scootern. Neben Privatkund:innen will das Gründerteam auch ihr B2B-Geschäft weiter ausbauen. Das Fahrradabonnement kann direkt auf der Website eddibike.com oder in Kürze auch per App abgeschlossen werden – inklusive allen Infos zu Pricing und Fahrrad-Komponenten.


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Ein Mann in Accra sitzt in einer Garage und repariert einen alten Computer (c) refurbed
Schrotthändler Fuseini Yakubu arbeitet im informellen Sektor von Accra. (c) refurbed

Ein Blick auf Ghanas Hauptstadt Accra. Im sogenannten „informellen Sektor“ der E-Waste-Verarbeitung liegt Agbogbloshie, eine der größten Elektromüllhalden der Welt. Hier werden Berge an Elektroteilen gesammelt, sortiert, repariert und weiterverarbeitet. Das ist die Einstiegszene der neuen refurbed-Doku „fixed“.

Brennende Müllberge im globalen Süden sind Bilder, die uns in Europa bekannt sind und unser Narrativ über Elektroschrott prägen. Während kaputte Geräte in Europa sehr schnell als Müll betrachtet werden, was die Wegwerfgesellschaft ankurbelt, hat sich in Ghana durch den E-Müll eine formelle wie auch informelle Reparatur- und Recyclingwirtschaft entwickelt.

Um die unterschiedliche Wahrnehmung von E-Waste aufzuzeigen, hat ein Team rund um refurbed-Co-Founder Kilian Kaminski im April die erste eigene Doku „fixed – Accras Antwort auf Europas Elektroschrott“ vor Ort in Ghana gedreht.

Elektroschrott als Krise, aber auch als Ressource

„In den letzten Jahren drehten sich Gespräche rund um Nachhaltigkeit oft um CO2-Emissionen, und das ist auch wichtig. Aber im Hintergrund brodelt eine weitere Krise, die ständig wächst: der Elektroschrott. Dazu gehören Berge von ausrangiertem Elektroschrott, giftige Umgebungen und Gemeinschaften, die für Konsumgewohnheiten bezahlen müssen, die sie selbst gar nicht verursacht haben“, hält Kaminski in seinen Begrüßungsworten bei der Präsentation der Dokumentation fest.

Gleichzeitig hat der E-Schrott eine innovative Reparaturkultur in Ghana entwickelt. Dr. Michael Osei Asibey, Experte für Umweltpolitik an der ghanaischen KNUST-Universität, forscht seit Jahren intensiv zum Recyclingsektor und plädiert im Film für ein radikales Umdenken. Seine prägnante Formel „Waste is a resource in the wrong place“ (Abfall ist eine Ressource am falschen Ort) bringt das Kernanliegen der Dokumentation auf den Punkt: Elektronik darf kein kurzlebiges Wegwerfprodukt sein. Vielmehr müssen wir ausgediente Geräte als wertvolle Materiallager begreifen, die dauerhaft in einem Kreislaufsystem gehalten werden.

Co-Founder von refurbed Kilian Kaminski (r.) bei den Dreharbeiten in Ghana. (c) refurbed

Vielschichtige Blockaden der Kreislaufwirtschaft

Politische, wirtschaftliche, aber auch gesellschaftliche Blockaden verhindern in Europa die Umsetzung von flächendeckenden Kreislaufwirtschaften. Kaminski sieht Blockaden in der Politik vor allem darin, dass der Fokus meist auf kurzfristigen Themen liegt. „Man konnte das gut im März 2020 beobachten, als Covid kam. Plötzlich waren Nachhaltigkeit und die Kreislaufwirtschaft nicht mehr die wichtigen Themen. Das Thema Nachhaltigkeit wird immer als ein Zukunftsproblem behandelt, obwohl es eigentlich ein aktuelles Problem ist, weil wir jetzt dagegen vorgehen müssen“, so der Co-Founder von refurbed.

Unternehmen seien gefragt, auf langlebige Produkte zu setzen. Die Praxis der künstlichen Obsoleszenz – also das bewusste Kaputtgehen von Geräten für schnellere Upgrades – sollte nicht weiter gefördert werden.

„Und als Privatpersonen sollten wir wirklich überdenken: Was und wie konsumieren wir? Behalten wir vielleicht ein Produkt länger? Geben wir alte Produkte weiter? Also einfach ein Verständnis zu entwickeln, dass der Wert des Gerätes viel höher ist, als wir eigentlich denken. Es geht nicht nur um den finanziellen Wert. Die Rohstoffe, die in den Produkten sind, haben einen sehr langen Lebenszyklus und kommen oftmals aus der gesamten Welt zurück zu einem Ort.“

Durch die Dokumentation soll ein differenzierteres Bild von E-Waste geschaffen werden. (c) refurbed

Kreislaufwirtschaft als Thema für Startups

Im Thema Kreislaufwirtschaft stecke für Startups und Jungunternehmen laut Kaminski gerade sehr viel Potenzial. Es sei nur eine Frage der Zeit, wann die Wirtschaft den Fokus auf diese Themen lege. „Wir stehen mit der Kreislaufwirtschaft ganz am Anfang. Und ich glaube, jetzt kann man vor allem die großen Unternehmen speziell mit Geschäftsmodellen, die die Kreislaufwirtschaft im Herzen haben, viel mehr challengen, als mit Geschäftsmodellen, die einfach dasselbe machen, wie es seit 100 Jahren gemacht wurde. Und das beinhaltet ja am Ende des Tages ganz viele Nachhaltigkeitsthemen, egal ob es Energie oder Rohstoffe sind.“

Auf die Frage, welches Problem Kaminski heute als Startup lösen würde, antwortet er: „Ich würde nach wie vor den E-Waste bekämpfen.“

Über refurbed

Ziel des 2017 von Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl in Wien gegründeten Unternehmens refurbed ist es, den Konsum in ganz Europa dauerhaft zu verändern. Mittlerweile ist das Scaleup in 24 europäischen Ländern aktiv und zählt zu den führenden Online-Marktplätzen für generalüberholte Produkte.

Die ganze Dokumentation von refurbed wurde gestern auf YouTube veröffentlicht und vorab präsentiert.

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